Kategorie: Herren I

Caribes trotz Split gegen Schwaig auf Platz2 

Tejada geknackt aber zu wenig Offense gegen Weinsteiger

Beim Hinspiel in Schwaig setze es eine der empfindlichsten Niederlagen überhaupt, als man gegen Ex-Caribe Esahu Tejada gar nichts zu melden hatte und 0:15 unterging. Das sollte nicht nochmal passieren. Es galt ein Rezept zu finden gegen den 2BL-Veteranen. 

Spiel 1: Weinsteiger hält die Caribes beim 4:2 in Schach

Das müssen sich die Münchner aber für Spiel 2 aufheben, da der Trainerfuchs der Red Lions im ersten Spiel Marc Weinsteiger auf den Mound beorderte. Der hat sich mittlerweile neben Tejada zu einem gestandenen Zweitliga-Starter entwickelt. Und das zeigt er auch an diesem Nachmittag im Olympiapark und macht es der Caribes-Offense schwer. 5 Innings lang bringen die Gastgeber keinen Run auf das Scoreboard, lediglich 3 Hits gelingen. Die Gäste gehen hingegen mit 3 Runs nach 3 Hits im zweiten Inning in Führung. AberAndrés Fernandez Di Pietro auf Seiten der Hausherren hält sein Team im Spiel und lässt nur noch im vierten Inning einen weiteren Run durch Tejada zu.

Dann folgt der Hoffungsschimmer im sechsten Inning als Lead-off-Hitter César Di Luca mit einem Triple auf Base kommt und wenig später durch ein RBI-Single von Guilherme Palhares den ersten Run erzielt. Auch im siebten Inning kommt mit Anthuan De Le Vega der erste Hitter des Innings auf Base nach einem Hit-by-Pitch. Er scored durch einen Wild Pitch, aber dabei bleibt es. 2 Runs sind einfach zu wenig, um das Spiel zu gewinnen. Es geht mit 4:2 an die Red Lions.

Spiel 2: Fukumoto, Tejada und De La Vega – die Protagonisten des 9:0-Shutouts

In Spiel 2 zeigen die Münchner dann gleich im ersten Inning, dass sie diesmal das richtige Rezept gegen Schwaig-Starter Tejada gefunden haben. Die 5 Runs schon im ersten Inning hätten auch gereicht, um Spiel 1 zu gewinnen. In Spiel 2 bedeuten sie einen Vorsprung, den ihr Pitcher Koki Fukumoto normalerweise nicht mehr aus der Hand gibt. Erst recht nicht als im zweiten Inning weitere 3 hinzukommen. Aber Tejada fängt sich und lässt bis ins fünfte Inning zwar ein paar Hits, aber keine Runs zu. Erst Ende des sechsten Inning muss er den dritten Hit des Spiels von Anthuan De La Vega zulassen und das ist ein besonderer – der erste Homerun des Shortstops in der 2. Bundesliga! Und damit der neunte Run. Nachdem kein weiterer Run gelingt, brauchen die Caribes nochmal drei Outs im siebten Inning. Zwei davon liefert ihnen Koki Fukumoto, der sein Strikeout-Konto an diesem Tag damit auf 12 erhöht bei nur 2 Walks. Am Ende können sich die Caribes ärgern, dass sie die Runausbeute nicht besser auf beide Spiele verteilen konnten.  

Auf Platz 2 nach Füssen

Aber der Ärger weicht dann schnell beim Blick auf die anderen Ergebnisse. Auch Playoff-Konkurrent Füssen muss Federn lassen und das überraschend beim Tabellenletzten Freising, der den Allgäuern einen fest eingeplanten Sieg abnimmt. Da einen Tag später der Spitzenreiter Bayerische Baseball Academy im Regensburger Lokalderby gegen die Guggenberger Legionäre 2 zwei Siege einfährt, finden sich die München Caribes nach 18 von 28 Saisonspielen auf Platz 2 wieder. Den gilt es nun, am nächsten Wochenende auf dem Füssener King´s Field zu verteidigen, was eine schwere Aufgabe wird, nachdem die Royal Bavarians der bislang einzige Gegner sind, gegen den die Caribes in dieser Saison noch nicht gewinnen konnten.

Zwei erwartete Siege mit unerwarteter Gegenwehr

8:3 und 11:7 gegen freche Gautinger 

Es war ein hartes Stück Arbeit, das die München Caribes gegen die Gauting Indians 2 verrichten mussten, um die fest eingeplanten zwei Wins aus dem Würmtal mitnehmen zu können – und schmerzhaft dazu.

Spiel 1Complete Game von Fernandez Di Pietro ohne Earned Run

In Spiel 1 cruised Starter Andrés Fernandez Di Pietro weitgehend durch die Indians-Line-up. Erst im sechsten Inning muss er 3 Runs hinnehmen. Und das auch nur durch die einzigen beiden Errors seiner Defense in diesem Spiel. Am Ende stehen 9 Strike-Outs 5 Walks, 4 Hit-by-Pitches und ein Win für den Italiener zu Buche. Den sichern ihm seine Teamkollegen mit einer kontinuierlichen Runausbeute, die bereits im ersten Inning durch seinen Landsmann César Di Luca beginnt, der mit 4 Runs und 4 Hits in 4 At Bats eine makellose Offensivbilanz hinlegt, und sich im zweiten Inning mit einem Solo-Homerun von Guilherme Palhares fortsetzt bis zu den Runs 7 und 8 im sechsten Inning. Nur im letzten Inning bleiben beide Seiten ohne Run.

Homerun Guilherme Palhares

Spiel 2: Oscar Platas Grand Slam macht den Unterschied

Das zweite Spiel beginnt wie so oft in dieser Saison. Koki Fukumoto braucht nur vier Batter, um das erste Inning mit seinem 100. Saison-Strike-Out zu beenden. Seine Offense gibt ihm mit 3 Runs gleich einen für seine Verhältnisse komfortablen Vorsprung mit. Im zweiten Inning wird es dann allerdings hart für die Gäste. Zunächst muss César Di Luca nach einem Hit-by-Pitch ausgewechselt werden, kurz darauf ereilt auch seinem Baseball-WG-Kollegen Javier Gomes das gleiche Schicksal, als der Catcher beim Follow-Through von einem Schläger am Arm getroffen wird. Fernandez Di Pietro muss als Catcher übernehmen. Und die jungen Gautinger zeigen, dass sie sich von Koki Fukumoto nicht einschüchtern lassen und sich gut auf ihn vorbereitet hatten. Nach einigen Kontakten ringen sie ihm einen Run ab. Aber sie begehen auch einige Errors in der Defense und so sind nach einem Sac Fly von Moritz Ondracek und einem RBI-Double von José Da Costa die Bases im vierten Inning bei 2 Outs geladen, als der bis dahin ohne Hit gebliebene Oscar Plata an die Platte tritt. Und der legt nun seinen ganzen Frust in den Schwung gegen den überzeugenden Indians-Starter Fabian Hörhager und befördert den Ball über den Left Field Zaun zum Grand-Slam-Homerun.

Oscar Plata wird für seinen Grand Slam gefeiert

Dann folgt der nächste Schreckmoment, als zu allem Überfluss auch noch Fernandez Di Pietro vom Pitch getroffen wird – aber er kann weiterspielen, auch wenn er auf die Zähne beißen muss. Durch den Hit-by-Pitch sind die Bases dann nochmal geladen und es gelingt noch der siebte Run des Innings. Mit 10:1 geht es ins fünfte Inning. Dort stellen die Caribes mit einem weiteren Run den 10-Punkte-Vorsprung her, der das Spiel nun mit 3 Outs vorzeitig beenden würde. Aber nicht an diesem Tag, an dem die Widerstandskraft der Münchner auf den Prüfstand gestellt wird. Mit zwei Outs und Runner auf der ersten und zweiten Base schlägt Johannes Ströll den Ball haarscharf zwischen dem hechtenden 1st Baseman und Foul Line vorbei ins Right Field und beschert den Gastgebern den zweiten Run, der damit das vorzeitige Spielende verhindert. Und jetzt wittern die jungen Würmtalindianer Morgenluft, werden immer frecher, machen Stimmung gegen Caribes-Pitcher Fukumoto und Kontakt auf Kontakt. Der Vorsprung schrumpft, auch bedingt durch zwei Errors im sechsten Inning. Im siebten Inning gelingt Leo Methe sogar ein Homerun gegen den Japaner. Der zeigt aber seine Klasse und beendet mit 3 Strike-Outs im siebten Inning das Spiel, trotz allem auch wieder mit 13 Strikeouts. 

Koki Fukumoto tat sich diesmal etwas schwerer

Die München Caribes bleiben damit in der Vierergruppe, die sich hinter dem Spitzenreiter um zwei Play-off-Plätze streitet, darunter auch der nächste Gegner Schwaig Red Lions, der am Samstag, den 13. Juni in den Ballpark Oberwiesenfeld kommt. Unter der Woche heißt es nun erstmal, die Blessuren so gut wie möglich zu kurieren, um im richtungsweisenden Doubleheader in möglichst starker Besetzung auftreten zu können.

Mit Moral und Dominanz zum Doppelsieg

Caribes gewinnen 12:10 und 16:1 bei den Atomics

Das hätte ins Auge gehen können! Wenn man nach einem 3:10-Rückstand das Spiel noch dreht und 12:10 gewinnt, sagt das zweierlei: Einerseits, dass man mit ein paar Schludrigkeiten schnell in Rückstand geraten kann. Andererseits, dass man in der Lage ist, genauso schnell wieder umzuschalten. 

Spiel 1Caribes drehen das Spiel mit 8 Runs im fünften Inning

Die Gäste aus München legen im ersten Inning mit zwei Runs ganz gut los. Dass es nicht gleich einer mehr wurde, lag an einem guten Spielzug der Gastgeber, die einen vermeintlichen Sac Fly von Rückkehrer Guilherme Palhares in ein Double Play verwandeln, als sie Oscar Plata nach einem etwas zu kurz geratenen Flyball an der Home Plate auswerfen. Aber noch besser machen es die Garchinger, die gleich 5 Runs im ersten Durchgang erzielen. Der eine oder andere Run wäre hier schon vermeidbar gewesen durch Plays, die man machen kann, nicht muss. Nachdem beide Teams jeweils einen Run erzielen, bauen die Atomics dann im vierten Inning ihre Führung aus. Und das besonders ärgerlich aus Sicht des Gästeteams. Statt einem 1-2-3 Inning wird durch einen Overthrow über die 1st Base ein 4-Run-Inning, in dem die Line-up einmal durchschlägt und der Pitch Count von Starter Andrés Fernandez Di Pietro nach oben schnellt. Aber nun zeigt die Mannschaft Charakter und will das nicht auf sich sitzen lassen. Batter für Batter kommt durch Hit oder Walk auf Base, darunter zwei Triples von Anthuan De La Vega und César Di Luca. Die obere Hälfte ist erst nach 12 Schlagleuten und 8 Runs für die Caribes mit einem Flyout ins Centerfield beendet. Postwendend ist das Spiel gedreht. In der nächsten Offense legen die Münchner noch einen Insurance-Run durch José Da Costa nach, der mit seinem vierten Hit des Spiels in der vierten Schlagchance auf Base kommt und von Oscar Plata nach Hause geschlagen wird. Im siebten Inning muss dann das Spiel wegen eines Gewitters bei 1 Out in der Garchinger Offense noch unterbrochen werden. Nach einer 40-minütigen Unterbrechung kann das Spiel dann doch noch fortgesetzt werden. Andrés Fernandez Di Pietro, schon mit ordentlich vielen Würfen im Arm, braucht nur noch drei Batter, um das Spiel zu Ende zu bringen. Ein wohlverdienter Win für den Caribes-Starter, der in seinem complete Game nur 4 der 10 Runs auf seine Kappe nehmen muss. 

Andrés Fernandez Di Pietro nach seinem Win im ersten Spiel

Spiel 2: 16:1 Runs, 16:1 K/BB-Quote von Koki Fukumoto

Was wird Koki Fukumoto diesmal abliefern? Woche für Woche hält er etwas absolut Bemerkenswertes parat. Diesmal ringt ihm erst der 11. Batter des Spiels im vierten Inning den ersten Hit ab und beendet seine Perfect-Game-Bid. Bis dahin hatte er dem Minimum an Battern gegenüber gestanden. Aber danach geht es genauso weiter. Nur Joel Valera, der ehemalige Dodgers-Minor-Leaguer in den Reihen der Garchinger, ringt ihm noch einen Hit ab.

Und seine Teamkollegen versorgen ihn gleich von Anfang an mit ausreichend Run-Support. Gleich 6 im ersten Inning. Dann folgt allerdings eine Flaute bis ins vierte Inning, als nochmal 2 dazu kommen und die Garchinger zum ersten Pitcherwechsel zwingen. Und Youngster Fabian Beinhölzl bringt auch erstmal die Caribes-Offense zum Erliegen, bevor sie im sechsten Inning dann nochmal so richtig über die Gastgeber hereinbricht. Wieder ein 8-Run-Inning wie im ersten Spiel. 

Koki Fukumoto beendet das Spiel anschließend mit 3 weiteren Strike-Outs vorzeitig und bringt damit das Kunststück fertig, dass seine Bilanz mit 16 Strike-Outs und 1 Walk genau das Spielergebnis wiederspiegelt. Nur 2 Outs sind keine Strikeouts.

Nachdem ansonsten am Wochenende keine Zweitligaspiele anstanden, festigen die Caribes mit dem Doppelsieg und einem 9:5 Record Tabellenposition 4 und damit ihre Anwartschaft auf einen Playoff-Platz. Am kommenden Samstag geht es nun ins Würmtal zu den Gauting Indians 2.

Caribes bezwingen den ungeschlagenen Zweitliga-Spitzenreiter

Nach 5:10-Niederlage folgt 3:2-Sieg gegen die Bayerische Baseball Academy

Geschafft! Nach dem unglücklichen 0:1 im Vorjahr mit einem unearned Run schaffen es die München Caribes diese Saison, gegen den übermächtigen Tabellenführer aus Regensburg im engen zweiten Spiel des Doubleheaders im heimischen Olympiapark als Sieger vom Platz zu gehen.

Andrés Fernandez Di Pietro

Spiel 1Das erste und letzte Inning besiegeln Niederlage trotz bravouröser Leistung von Starter Andrés Fernandez Di Pietro

Das Ergebnis des ersten Spiels täuscht etwas darüber hinweg, dass die Siegchance auch hier schon vorhanden war. Und das lag zum großen Teil an Starter Andrés Fernandez Di Pietro, Der muss zwar im ersten gleich 3 Runs hinnehmen, wobei nur einer davon seinem Pitching anzulasten ist, zwei entstehen durch einen Error. Das Fatale daran ist, dass dies zusätzlich seinen Pitch-Count nach oben treibt. Nach 37 Pitches kommt er erst aus dem Inning. Seine Teamkollegen betreiben aber in der ersten Offense zumindest Schadensbegrenzung und scoren auch selbst gleich einen Run, nachdem Catcher Mirelys Gomes José Da Costa mit einem Sacrifice Fly nach Hause bringt. Die nächsten drei Innings dominieren die Pitcher, die jeweils keine Runs zulassen. Ende des fünften Innings kommt Pitcher Di Pietro als Lead-off Hitter mit einem Double auf Base. Drei Batter später schlägt ihn José Da Costa mit einem RBI-Single, sein dritter Hit des Spiels, nach Hause. Die Gastgeber verkürzen somit auf 2:3.

Ripken Reyes at bat

Postwendend stellt aber die Gäste Anfang des sechsten Innings durch Paul Teusch nach einem RBI-Single von Michel Pena den alten Abstand wieder her. Gegen den mittlerweile für Starter Nico Wäller auf dem Mound stehenden Academy-Reliefer Ricardo Wagner-Perez gelingt den Münchern erstmal kein Run, sodass es mit dem knappen 2:4 Rückstand ins letzte Inning geht. Dort muss der famose Fernandez Di Pietro nun seinem Pitch Count Tribut zollen und gibt 3 Hits in Folge ab. Nachdem noch 2 Walks dazu kommen, wird er schließlich durch Moritz Ondracek abgelöst. Der braucht zwar nur 4 Batter, um das Halbinning zu beenden, allerdings ist der einzige Hit, den er abgeben muss, ein 2-RBI-Triple von David Wei, dem besten Regensburger Schlagmann an diesem Tag, der in 5 At-Bats 4 Hits erzielt. So geht die Kaderschmiede von der Donau mit einem auf 10:2 angewachsenen, komfortablen Vorsprung ins letzte Halbinning. Dort zeigen die Münchner aber nochmal Moral und ihre Offensivstärke.

Ripken Reyes Homerun

Oscar Plata und Javier Mirelys Gomes kommen bei 2 Outs jeweils mit Singles auf Base, bevor Ripken Reyes an der Reihe ist. Der rechtshändige Slugger nutzt die Chance und befördert den Ball zum 3-Run-Homer diesmal über den Right Field Zaun. Mehr sollte es aber nicht mehr werden, sodass die Hausherren mit einer respektablen 5:10-Niederlage etwas unter Wert vom Feld gehen. 

Spiel 2: Koki Fukumoto dominiert auch die stärkste Offense der Liga mit 17 Strikeouts

Man durfte schon gespannt sein, was passiert, wenn der Strikeout-Leader der Liga auf die stärkste Offense der Liga trifft, in der jeder Hitter mindestens .400 schlägt. Am Ende gar nichts anderes als die Wochen zuvor. Koki Fukumoto macht von Anfang da weiter, wo er im letzten Spiel aufgehört hat. Nur im zweiten Inning gibt er zwei von insgesamt nur drei Hits ab, ein Double von Nico Röttges und ein 2-RBI-Single abermals vom stark schlagenden David Wei. Dadurch gehen die Gäste mit 2:1 Führung. Javier Mirelys Gomes hatte schon im ersten Inning mit einem RBI-Double für den ersten Caribes-Run gesorgt.

Koki Fukumoto pitching

Im dritten Inning holen sich die Münchner dann die Führung zurück. Julian Beuchel, die Nummer 9 in der Batting Order der Gastgeber, holt einen Walk heraus, dessen Wichtigkeit, sich dann beim übernächsten Batter herausstellen sollte. José Da Costa schlägt den Ball weit ins Outfield. Die Academy-Defense bringt den Ball erst ins Infield zurück, als der Portugiese am dritten Base angekommen war und Julian Beuchel die Home Plate zum Ausgleich überquerte. Gleich der nächste Schlagmann Oscar Plata zeigt erneut seine Clutch-Hit-Qualitäten. Durch seinen Single scort Da Costa den Run zur 3:2 Führung. Und die gibt Koki Fukumoto nicht mehr aus der Hand. Nicht zum ersten Mal ist es so, dass der Japaner mit zunehemnder Spieldauer immer besser wird. Am Ende stehen zum dritten Mal in der Saison, wie schon in Schwaig und in Regensburg, 17 Strike zu Buche bei diesmal nur 3 Walks und wieder 3 Hits. Die Zahlen ähneln sich Woche für Woche, egal wie der Gegner heißt. Die erneute Galavorstellung ihres Pitchers bringt den München Caribes einen hart erkämpften, wertvollen Sieg gegen eine sehr starke Mannschaft ein, die mit ihrer hervorragend ausgebildeten, jungen Pitcher-Riege ihrem japanischen Pendant auf Seiten der Münchner durchaus Paroli boten. Am Ende waren es die vier Hits im richtigen Moment, die den Sieg brachten, auch die vier Errors kamen diesmal zu einem Zeitpunkt, in dem sie keinen Schaden anrichteten. Insofern ein Sieg, der einfach fällig war.

Koki Fukumoto freut sich über den Win

Mit einem positiven Record von 7 Siegen und 5 Niederlagen bleiben die München Caribes zur Pfingstpause als Vierter im Rennen um die drei Playoff-Plätze. Weiter geht es am 31. Mai beim Lokalrivalen Garching Atomics.

Caribes verteidigen Platz 3 mit Split in Regensburg

4:14 und 7:4 gegen den Tabellennachbarn 

Die Vorzeichen für den Doubleheader bei den Guggenberger Legionären 2 waren klar: Mindestens ein Split gegen den Tabellennachbarn und man bleibt auf dem angestrebten Playoff-Platz. Das hat zwar geklappt, trotzdem kann man nicht zufrieden sein.

Javier Mirelys Gomes und César Di Luca vor dem Spiel

Spiel 1: Zu wenig Offense und Einbruch Ende des 6. Innings

Im ersten Spiel bei erneut wunderbarem Baseballwetter in der Armin-Wolf-Arena an der Donau wird schnell klar, dass zwei Teams mit ähnlicher Spielstärke aufeinander treffen. 1 Run der Münchner im ersten Inning, 1 Run für Regensburg im zweiten Inning. In den Innings 3 bis 5 ziehen dann allerdings die Gastgeber mit 6:2 davon. Anfang des sechsten Innings bäumen sich die Gäste von der Isar aber nochmal auf und scoren nach einem Walk und drei aufeinander folgenden Basehits zwei Runs. Und haben bei 2 Outs Runner auf den Baes 2 und 3 als Lead-off-Hitter César Di Luca den Ball weit, aber auch hoch Richtung Left Field schlägt. Zu hoch, wie sich herausstellen sollte. Der Regensburger Left Fielder macht den Flyout auf dem Warninng Track.

Totale Armin-Wolf-Arena

Statt 3-run-Homerun und 7:6-Führung geht es mit einem 4:6 Rückstand in die untere Hälfte des sechsten Inning. Da ist dann nach 3 Battern, die er durch Walks und einen Hit auf Bases lassen muss, Schluss für Starting Pitcher Andrés Fernandez Di Pietro. Der italienische Venezolaner tauscht mit Catcher Javier Mirelys die Positionen – ohne Erfolg. Nach einem Hit-by-Pitch, einem Triple und einem Single, die er abgeben muss, soll nun Moritz Ondracek die Offense der Donaustädter stoppen. Nach dem zweiten Batter gelingt zwar immerhin das erste Out, aber die Offense der Gastgeber ist nicht mehr aufzuhalten. Nach insgesamt 8 Runs im sechsten Inning ist das Spiel zu Ende, als die Guggenberger Legionäre 10 Runs Vorsprung erreichen. So schnell kann es gehen. Ein Halbinning zuvor noch Hoffnung geschöpft, das Spiel drehen zu können und dann brechen alle Dämme und man verliert das Spiel sogar noch vorzeitig.

Koki Fukumoto pitching

Spiel 2: Pitcher-Duell entscheidet sich im letzten Inning zugunsten von Koki Fukumoto

Im zweiten Spiel kommt es zu einem Pitcher-Duell, nachdem Legionäre-Starter Derek Baylis zwar nicht so domiert wie Koki Fukumoto auf Seiten der Münchner, aber sein Team trotzdem im Spiel halten kann. Daran ändert auch der Solo-Homerun von Oscar Plata im zweiten Inning nichts, der mit jeweils 2 der 6 Hits pro Spiel beste Caribes-Hitter an diesem Tag. Nach 4 Innings führt das Figarella-Team mit 3:1, eine knappe, aber mit Koki Fukumoto trotzdem beruhigende Führung. Im fünften Inning kann allerdings Caribes-Catcher Mirelys den Strike-Out-Pitch des dritten Batters zum Inningende nicht festhalten, wodurch das eigentliche Strike-Out-Opfer AJ Santana auf die erste Base gelangt. Und das rächt sich prompt. Justus Moritz durchbricht mit dem ersten Legionäre-Hit den No-Hitter von Fukumoto. Nach einem taktischen, intentional Walk folgt der nächste Hit durch Ludwig Behr, der 2 Runs nach Hause bringt und den überraschenden Ausgleich für die Hausherren herstellt.

Oscar Plata at bat

Nach einem sechsten Inning ohne Runs zeigt aber die Caribes-Offense nochmal Moral. Die ersten vier Batter kommen durch Hits und Walks alle auf Base, wodurch sich auch Spielertariner Baylis selbst vom Mound nehmen muss und an den tschechischen Kollegen Budka übergibt. Der kann aber erst mit einem Strikeout gegen den neunten Batter das Halbinning beenden, nicht bevor die Münchner ihrem japanischen Ausnahmepitcher 4 Runs Vorsprung mit auf den Weg geben können. Das sollte genügen. Nur durch einen Error scoren die Guggenberger Legionäre noch einen Run und stellen somit mit dem 4:7 den Endstand her. Für Koki Fukumoto stehen am Ende wie in Schwaig wieder 17 Strike-Outs zu Buche bei nur 4 Walks und 3 Hits.

Durch den Split bleiben die Caribes in der Tabelle mit einem 6:4-Record vor den Guggenberger Legionären 2. Am nächsten Wochenende kommt allerdings mit der Bayerischen Baseball Academy der bislang ungeschlagene Tabellenführer in den Olympiapark. Der wird es den Gastgebern schwer machen, abermals den begehrten dritten Tabellenplatz zu verteidigen.

Deutliche Caribes-Pflichtsiege in Freising

23:12 und 11:1 beim Tabellenletzten der 2. Bundesliga

Nach den zwei bitteren Schlappen gegen die Royal Bavarians eine Woche zuvor, gab Headcoach Edwyn Figarella seiner Mannschaft eine deutliche Ansage mit auf den Weg nach Freising: Zwei deutliche Siege müssen her!

Und die Figarella-Jungs setzen das im Grizzlies-Ballpark gleich von Anfang an um. Gleich im ersten Inning schlagen sie einmal durch die Line-up und erzielen 5 Runs. Im zweiten legt José Da Costa mit einem 3-run-Homerun nach. Starter Andrés Fernandez Di Pietro hält die Offense der Gastgeber dagegen bis ins dritte Inning gut in Schach und lässt nur 2 Runs zu. Im vierten Inning gelingen dann beiden Teams jeweils 2 Runs, bevor die Grizzlies im 5. Inning auf 6:10 verkürzen. Im sechsten Inning kommt die Caribes-Offense wieder so richtig in Schwung und punktet 11 mal. Alles deutet nun auf ein vorzeitiges Ende des Spiels hin. Nach einem Double und einem Strikeout ist der Arbeitstag für Starter Di Pietro im sechsten Inning zu Ende. Anthuan De La Vega, der am vorherigen Spieltag überzeugte, übernimmt, tut sich aber diesmal schwer mit der Strike Zone. Nach 4 Battern und zwei Runs ist daher schon wieder Schluss und Moritz Ondracek löst ihn ab. Der sorgt zwar bei den nächsten vier Battern für die fehlenden 2 Outs, aber am Ende scoren die Freising Grizzlies 6 Runs im sechsten Inning. Wer nun gut mitgerechnet hat, dem fällt auf, dass das ein Run zuviel war, um das Spiel mit 10-Run-Rule zu beenden. So gehen die Caribes mit einem 21:12 Vorsprung ins siebte und letzte Inning. Dort krönt das Münchner Eigengewächs Moritz Ondracek sein bisher bestes Zweitligaspiel mit einem 2-RBI-Double, seinem vierten Hit des Spiels sowie die RBIs Nummer 6 und 7, bevor er als Pitcher das Spiel mit einem Groundout und zwei Strike-Outs zu Ende bringt. Erster Teil der Aufgabe erfüllt, wenngleich die 5 gescorten Errors, zu denen man noch den einen oder anderen nicht auf dem Scoresheet zu findenden rechnen muss, schon ein Wehrmutstropfen sind.

Die Geschichte des zweiten Spiel ist schnell erzählt: 10 Hits und keine Errors, Koki Fukumoto auf dem Mound, diesmal mit 12 Strike-outs und nur einem Walk, 11:1 Sieg nach fünf schnellen Innings. Im zweiten Inning gelingt dem japanischen Pitcher das Kunststück, mit dem Minimum von 9 Strike-Pitches für 3 Strike-Outs durchs Inning zu kommen. In der Offense tun sich diesmal Oscar Plata mit zwei Doubles sowie José Mirelys Gomes, José Da Costa und Andrés Fernandez Di Pietro mit jeweils 2 Hits hervor.Durch den Doppelsieg ziehen die Caribes in der Tabelle mit einem 5:3-Record mit den Füssen Royal Bavarians gleich und finden sich damit auf Tabellenplatz 3 wieder. Den gilt es am nächsten Wochenende in Regensburg zu verteidigen. Dort werden Fehler in der Defense sicher wieder mehr bestraft, sodass man sich nicht alleine auf das Pitching und die Offense verlassen kann

Errors und Grand-Slam besiegeln Caribes-Niederlagen

10:23 und 1:6 gegen Füssen bei herrlichem Baseballwetter

Das Ergebnis des ersten Spiels sagt eigentlich schon alles. Wenn bei einem Baseballspiel ein sonst eher im American Football üblicher Score herauskommt, verheißt das nichts Gutes, was die Qualität des Spiels betrifft. Und so war es auch. Von den 23 Runs, die die Gastgeber im ersten Spiel des Doubleheaders kassieren, gehen 14 auf das Konto der Defense, die 6 folgenschwere Errors produzierte. Man glaubt es kaum, aber ohne Errors auf beiden Seiten hätte man tatsächlich ein enges, umkämpftes Spiel gesehen, das -theoretisch- auch Füssen, aber nur mit 9:8 gewonnen hätte. Zur Wahrheit gehört damit aber auch, dass die 8 Runs, die Starter Andrés Fernanadez Di Pietro in den ersten drei Innings zulassen muss, schon eine zu große Hypothek gewesen wäre. Die vielen Runs der mit insgesamt 16 Hits stark schlagenden Royal Bavarians verdecken den Blick auf die eigentlich gute Leistung des Caribes-Bullpen an diesem Tag, der nur noch einen Run (durch den als Pitcher eingesetzten Position Player César Di Luca) verschuldete. Die weiteren Einwechselwerfer Moritz Ondracek, Oscar Plata und Rückkehrer Anthuan De La Vega machten ihre Sache gut und hätten – ohne Fehler ihrer Feldverteidigung – keine weiteren Runs zugelassen.

Dass das zweite Spiel unter anderen Vorzeichen stehen würde und wesentlich weniger Runs zu erwarten sind, war aufgrund der Protagonisten auf dem Wurfhügel klar. Und so war es dann auch. Wobei Gästetrainer Mitch Wirthmüller schon eine kleine Überraschung parat hatte und im zweiten Spiel nicht US-Pitcher Mike Compton starten ließ, sondern den im ersten Spiel noch geschonten Daniel Mendelssohn. Und der machte den Münchner das Leben an der Homeplate schwer und lässt in 3 Innings keinen Run zu. Auf der anderen Seite mühte sich Koki Fukumoto, ins Spiel zu finden. Im ersten Inning kämpfte er noch mit der Kontrolle und muss drei der ersten Batter per Walk oder Hit-by-Pitch auf Base lassen. So sind die Bases geladen, als der sechste Hitter der Allgäuer, David Wallace, im ersten Spiel noch ohne Hit geblieben, zum Schwung ausholt und den Ball über den Zaun im Right Field befördert. Grand Slam Homerun! 4:0 Füssen. Im Nachhinein betrachtet, wenn man den Endstand sieht, die Vorentscheidung bereits im ersten Halbinning. Natürlich war das nicht das Mindset während des Spiels. Die Hausherren versuchten alles und der eine oder andere Hit gelingt, aber erst im sechsten Inning, gegen den im vierten Inning eingewechselten Mike Compton gelingt durch Javier Mirelys Gomes der erste Run. Mehr wird es aber nicht mehr. Koki Fukumoto dagegen muss auf Seiten der Gastgeber nach 3 Hits im fünften Inning nochmal zwei Runs abgeben.

In der Offensive gelingen den München Caribes zwar 15 Hits in zwei Spielen (3 gehen dabei auf das Konto von Moritz Ondracek), aber auch in dieser Kategorie hatte man gegen die 23 Hits der Gäste das Nachsehen. Die Füssen Royal Bavarians gehen somit zweimal als verdienter Sieger vom Platz und übernehmen damit Tabellenplatz 2 von den Gastgebern. Die werden nun am nächsten Wochenende in Freising beim bislang sieglosen Tabellenletzten versuchen, den nun ausgeglichenen Win-Loss-Record wieder ins Positive zu drehen.

Schwerer Schlappe in Schwaig folgt ungefährdeter Caribes-Sieg

Nach fast perfektem Tejada-Game dominiert Koki Fukumoto mit 17-K-Performance /Am Samstag kommt Füssen

Der zweite Spieltag führt die Caribes in die Flughafengemeinde zum Team von Ex-Kollege Esahu Tejada. Dass man sich in der Offense gegen ihn schon immer schwer tat, ist nichts Neues, aber diesmal ging gar nichts. Nur ein Hit-by-Pitch verhindert das Perfect Game für Tejada. Die Red Lions dagegen ringen Andrés Fernandez Di Pietro Hit um Hit ab, sodass er beim Stand von 9:0 im vierten Inning die Positionen mit Catcher Javier Gomes tauschte, der aber bei seinem Pitching-Debut die Angriffsbemühungen der Red Lions genauso wenig aufhalten konnte wie der ihm nach vier Battern folgende Moritz Ondracek, sodass die Münchner eine sehr bittere, vorzeitige 0:15-Niederlage nach nur 4 Innings hinnehmen müssen.

An solchen Spieltagen ist man besonders froh um den Doubleheader-Modus. Und so geht es mit ganz anderen Vorzeichen ins Spiel 2. Nun ist es Koki Fukumoto auf Seiten der Gäste, der den Gegner dominiert. 17 von 30 Battern schickt er mit einem Strike-Out ins Dugout zurück, während er nur 4 Walks und 2 Hits in sieben Innings zulässt. Dass es trotzdem auch drei Runs werden, ist nicht ihm anzulasten, sondern den 3 Errors seiner Defense im fünften Inning. Nachdem aber die Offensive mit 8 Hits und 5 Walks 7 Runs produziert, springt ein ausreichender Vorsprung heraus, der den München Caribes einen ungefährdeten Sieg und Tabellenplatz 2 beschert.

Den gilt es nun am kommenden Samstag gegen die Füssen Royal Bavarians zu verteidigen, die mit einer ausgeglichenen Bilanz von 2 Siegen und 2 Niederlagen in den Olympiapark kommen.

Walk-Off-HR im Season Opener der 2. Bundesliga!

Zwei deutliche 14:3 und 15:1 Siege der Caribes gegen Aufsteiger Gauting Indians 2

Bei bestem Wetter im Olympiapark am 11.04.2026 setzen die München Caribes gleich zum Auftakt ein Zeichen. Die junge Gautinger Mannschaft, Aufsteiger aus der Bayernliga, entpuppt sich dabei als idealer Auftaktgegner für das neu formierte Team der Gastgeber, um gut in die Saison zu starten.

Dabei wusste man bei den Hausherren vor der Partie eigentlich gar nicht so recht, wie man sich einzuordnen hat. Da hilft natürlich, wenn man auf eine der Konstanten aus der letzten Saison bauen kann. Andrés Fernandez Di Pietro, der venezolanische Italiener, der erst ein paar Tage vorher wieder aus Chile zurück nach München kam, knüpfte auf dem Wurfhügel gleich wieder da an, wo er letzte Saison aufgehört hatte und kontrollierte über 5 Innings mit 11 Strike-Outs bei nur 3 Walks den Gegner und lässt dabei nur einen Earned Run zu.

Dass die 5 Innings auch gleich ein komplettes Spiel bedeuteten, lag an der Offensive seiner Mannschaftskollegen, die vom ersten Inning an ohne Anlaufschwierigkeiten schnell in Schwung kam. Lead-off-Hitter José Da Costa legte gleich mit einem Double los. Es dauerte nicht lange bis er nach einem Wild Pitch und einem Sacrifice Fly von Javier Gomes den ersten Run erzielte. So richtig brachen die Dämme dann im dritten Inning, als gleich 8 Runs über die Home Plate kommen. Im fünften Inning kommen Javier Mirelys Gomes und Oscar Plata per Walk auf Base. Nach einem Strikeout hilft sich Fernandez Di Pietro selbst mit einem RBI-Double, bevor Ripken Reyes mit Runner auf den Bases 2 und 3 in die Batters Box tritt. Und der Slugger setzt den Schlusspunkt. Sein weiter Schlag über den Left Field Zaun beim Spielstand von 11:3 beendet das Spiel vorzeitig. Der Walk-off-3-Run-Homerun stellt den Endstand auf 14:3. Was für ein Start!

Vor dem zweiten Spiel dann große Spannung: Wie wird das Debüt von Koki Fukumoto verlaufen? Zu allem Überfluss musste der japanische Pitcher gesundheitlich angeschlagen in sein erstes Spiel außerhalb Japans gehen. Aber bald war klar. Die Anpassung an ein neues Land, eine neue Liga und neues Team funktioniert. Schnell sowieso, das war klar, aber auch variantenreich und kontrolliert finden seine Pitches konstant die Strike Zone und stellen die Gautinger Gäste vor Probleme. Der eine oder andere Kontakt gelingt dem jungen, gut ausgebildeten Team aus dem Würmtal, aber viel Zählbares springt nicht heraus – lediglich im zweiten Inning ein Run nach einem Walk und einem Double, einer von nur 3 Hits der Indians. Mit einer mittlerweile deutlichen 15:1-Führung im Rücken nimmt Coach Figarella den Japaner dann mit einem Aus und verdientem Applaus im fünften Inning vom Mound und bringt Moritz Ondracek. Der Regensburg-Rückkehrer lässt in seinem ersten Pitching-Einsatz in der zweiten Bundesliga nichts mehr anbrennen und bringt das Spiel nach Hause.

Wie auch im ersten Spiel mangelte es auch im zweiten nicht an Run-Support. Nahtlos knüpft die Caribes-Offense an das erste Spiel an, agiert geduldig und effektiv. Kontinuierlich kommen Runs nach Hause. Nach 13 Hits im ersten Spiel stehen am Ende 12 Hits im zweiten zu Buche. 

Mit zwei Siegen gelingt den München Caribes ein perfekter Start in die neue Zweitligasaison. Trotzdem wird sich das Team von Head Coach Edwyn Figarella nicht von den hohen Ergebnissen gegen das junge Aufsteigerteam blenden lassen und gut vorbereitet in den nächsten Doubleheader am Samstag, den 18. April, bei den Schwaig Red Lions gehen.

2. Bundesliga-Saison startet für die Caribes mit Home-Opener gegen Liganeuling 

Endlich wieder Baseball! Am Samstag, 11. April, heißt es wieder „Play Ball“ im Caribes Ballpark im Olympiapark. Zum Saisonauftakt der Zweiten Bundesliga treffen die Gastgeber um 12:00 Uhr auf Liganeuling Gauting Indians 2. 

Die Spannung ist groß auf Seiten der Münchner. Mit neuem Coach, 7 Abgängen, 4 Neuzugängen und 1 Rückkehrer geht es in die neue Saison. Für die neu zusammengestellte Mannschaft ist der erste Spieltag somit in erster Linie eine Standortbestimmung. Eigentlich hatte man sich das im Caribes Management nach der letzten Saison anders vorgestellt. Man hatte einen gut funktionierenden Mannschaftskern, den man gerne behalten hätte. Aber die Caribes-Spieler waren begehrt. Es hat sie in alle Himmelsrichtungen zerstreut. 

Guilherme Palhares, dem brasilianischen Sieggaranten aus der letzten Saison, wurde eine große Ehrung zu teil. Er durfte sein Land bei der U23-Südamerikameisterschaft in Peru vertreten und weilt noch in Brasilien. Eine Rückkehr ist aber im Laufe der Saison ebenso noch geplant, wie eventuell auch bei Brandon Cruz aus Florida. Shortstop Luis Andrade bekam ein Angebot aus der italienischen Serie A, wo er diese Saison für ASD Junior Alpha in Trieste spielen wird. Auch Stolen-Base-League-Leader Eric Farley zog es weiter. Der schnelle Centerfielder wollte unbedingt nach Hamburg und schloss sich dort in der zweiten Bundesliga den Marines an. Der ambitionierte Zweitligist Braunschweig 89ers lockte Nabil Avdiji Montezuma ebenfalls in den Norden. Silvio Quevedo wird diese Saison nur in seiner zweiten Heimat Finnland für die Tampere Tigers auflaufen. Catcher Neljuk Castellano spielte im Winter zunächst in einer illustren Mannschaft mit den Ex-Major-Leaguern Andrelton Simmons und Didi Gregorius in der Curacao League, bevor er in Tijuana Station machte, wo er noch bis Ende April in einer mexikanischen Liga aktiv ist. Anthuan und sein Vater Antonio De La Vega, hingen den Baseballhandschuh an den Nagel, zumindest vorerst, Antonio bleibt den Caribes aber als Damen-Softballcoach erhalten.

Es galt also, fast eine komplette Mannschaft zu ersetzen. Vom letztjährigen Kader blieben aber Gold Glover José Da Costa, Utility-Man Isaia Lauvai, David Dumenigo, Slugger Ripken Reyes und auch „Workhorse“ Andrés Fernández Di Pietro. 

Neu hinzugekommen sind Rückkehrer Moritz Ondracek, der nach anderthalb Jahren Sportinternat Regensburg und einer erfolgreichen Aufstiegssaison im Development-Team der Guggenberger Legionäre zu seinem Heimatverein in die Landeshauptstadt zurückkehrt. Manager Edwyn Figarella bringt Power-Hitter Oscar Plata aus Baldham mit nach München. Caribes-Vorstandsmitglied Eduardo Miguez hat wieder einmal seine Japankontakte genutzt und den linkshändigen Pitcher Koki Fukumoto aus Tokyo nach München gelotst. Und traditionell haben sich die Caribes auch wieder im Land des frisch gebackenen Weltmeisters Venezuela umgesehen und mit Javier Gomes sowie César Di Luca zwei junge Spieler geholt, die das Team als Catcher und Outfielder verstärken werden. Aufgrund des knappen Kaders wird es in der 2. Bundesliga einige Spielmöglichkeiten für Springer aus der Bayernligamannschaft geben, die das Roster auffüllen werden. 

In der zweithöchsten Spielklasse soll das gelingen, was man letzte Saison verpasst hat, die Teilnahme an den Playoffs. Dazu muss man mindestens Dritter werden, ein Ziel, das fast alle Teams haben. Entsprechend spannende Duelle werden zu erwarten sein.

Übersicht

Abgänge:

  • Luis Andrade – ASD Junior Alpina Trieste
  • Nabil Avdiji Montezuma – Braunschweig 89ers
  • Erik Farley – Hamburg Marines
  • Silvio Quevedo – Tampere Tigers
  • Neljuk Castellanos – Tijuana, Mexico
  • Anthuan De La Vega – inaktiv
  • Antonio De La Vega – retired

Neuzugänge:

  • Moritz Ondracek – Guggenberger Legionäre Regensburg
  • Oscar Plata – Baldham Boars
  • Koki Fukumoto – Kochi Fighting Dogs, Tokyo
  • Javier Gomes – Venezuela
  • César Di Luca – Venezuela

Auch das Bayernliga-Team eröffnet an diesem Wochenende die Saison, mit einem Doubleheader gegen die Haar Disciples 2 am Sonntag ab 12:00 Uhr. Nach Jahren in der Landesliga freuen sich Coach Georg Preissler und sein großer Kader auf die neue Spielklasse.