Kategorie: Herren I

Caribes schlagen Academy klar und sichern Platz 2

Einem 0:8 folgt ein 14:2 in 5 Innings nach 10-Run-Rule

Letzte Woche haben die München Caribes das große Saisonziel Playoffs erreicht, eine Woche später nun auch das nächste: Tabellenplatz 2. Und wie! Mit einem 14:2 im zweiten Spiel des Doubleheaders fügt die sogar ersatzgeschwächtte, junge Caribes-Mannschaft dem übermächtigen Tabellenführer erst die zweite Saisonniederlage bei. Die Münchner sind somit die einzige Mannschaft der 2. Bundesliga, gegen die Bayerische Baseball Academy in dieser Spielzeit verloren hat. Das hat die BBA-Coaches Alejandro Sanchez und Martin Brunner möglicherweise schon dazu veranlasst, ihre beiden besten Pitcher Matthias Bullmann und Paul Kerle beide im ersten Spiel aufzubieten, um auf jeden Fall einen Win zu holen.

Spiel 1Starke Academy-Pitcher behalten gegen starke Caribes-Hitter die Oberhand

Moritz Ondracek beim Pitchen

Ohne ihre Veteran-Slugger Oscar Plata und Ripken Reyes, die zusammen 6 Saison-Homeruns aufweisen, gehen die offensivstarken Gäste von der Isar mit einer U23-Mannschaft, die immer noch mit vier .400-Hittern ausgestattet ist, in den Doppelspieltag in der Regensburger Armin-Wolf-Arena. Aber die Hausherren haben gleich noch mehr Top-Hitter in der Line-up und so durfte man gespannt sein, wie die zweitbeste Offense gegen die beste Offense, aber auch der zweitbeste Pitching Staff gegen den besten abschneidet. Im Schatten des japanischen Dominators Fukumoto hat sich Andrés Fernandez Di Pietro weitgehend unbemerkt zum zweitbesten Strikeout-Pitcher der Liga entwickelt, der mit Matthias Bullmann dem drittbesten gegenübersteht. Der wird dann später vom ERA-Leader Paul Kerle, wenn man die zu geringe Anzahl der Innings pitched vernachlässigt, abgelöst. Qualiät auf beiden Seiten. Nicht verwunderlich, dass gutes Pitching sich gegen gutes Hitting durchsetzt. Wobei das erstmal daran liegt, dass die Gäste aus der Landeshauptstadt in den ersten beiden Innings jeweils 2 Runner auf den Bases stranden und so zwar 3 Hits aber keinen Run erzielen, während die Academy ohne Hits in den ersten beiden Innings nach einem Walk und einem Error trotzdem einen -unearned- Run produziert. Der nächste kommt dann nach 3 Hits im dritten Inning zustande, als Adrian Villegas Ricardo Wagner Perez mit einem RBI-Double nach Hause schlägt. Im vierten Inning kämpft Starter Di Pietro mit der Kontrolle, als er 5 Walks und einen Hit-by-Pitch abgeben und 3 Runs zulassen muss, bevor er sich mit einem Strike-Out aus dem Inning rettet. Nachdem seine Kollegen ab Inning 3 keine Runner mehr auf Base bringen, ist nach 5 Innings Schluss für den italienischen Venezolaner. Moritz Ondracek löst ihn im letzten Inning ab. Er macht seine Sache eigentlich gut, auch wenn er weitere 3 Runs zulassen muss, bevor es noch eine Schrecksekunde gibt. Er wird von einem Comebacker getroffen, verwertet den Bauchtreffer aber noch zum zweiten Out. Nach einer kurzen Verschnaufpause kann er weiter pitchen, muss aber erstmal zwei Walks abgeben, bevor er mit einem Flyout aus dem Inning kommt. Nachdem auch im letzten Inning in der Offense nichts mehr gelingt, geht das Spiel ungefährdet mit 8:0 an die Academy. Eine klare Niederlage, in der man in allen Bereichen unterlag und die man somit schnell abhaken kann.

Spiel 2: Hits, Walks und Fukumoto-Strike-Outs bringen den deutlichen Sieg

Koki Fukumoto beim Pitchen

Im zweiten Spiel sieht dann die Sache ganz anders aus. Auf Seiten der BBA startet Niko Wäller nach sechswöchiger Verletzungspause erstmals wieder und muss gleich gegen die ersten beiden Caribes-Hitter César Di Luca und Javier Mirelys zwei Hits abgeben. Nach zwei Strikeouts schlägt sie Guilherme Palhares mit einem 2-RBI-Single nach Hause. Der Ausgleich gelingt jedoch nach 3 Errors der Gäste-Defense postwendend. Im zweiten Inning legen dann aber die zwei 18-jährigen Caribes Moritz Ondracek und Julian Beuchel nach 2 Outs mit ihren aufeinanderfolgenden Basehits gegen Wäller die Basis für die erste Caribes-Führung. Wenig später punkten sie nach einem Wild Pitch und einem RBI-Single von Di Luca zur 4:2-Führung. Koki Fukumoto macht kurzen Prozess, erzielt alle Outs im Inning und hat somit nach 2 Innings bereits 7 Strikeouts auf dem Konto. Im dritten Inning gelingt beiden Teams nichts. Im vierten Inning verliert dann der BBA-Einwechselwerfer Johannes Gorohovski seine Kontrolle und muss nach einem Hit-by-Pitch, 4 Walks, 2 Hits und einem Sacrifice Fly sechs Runs hinnehmen. So wird er im nächsten Inning von Samuel Mertens abgelöst. Der findet allerdings gar nicht ins Spiel und wird nach 4 aufeinanderfolgenden Walks durch Ricardo Wagner Perez ersetzt. Der gibt zwar keine Walks mehr ab, kann aber nicht verhindern, dass die vier vom Vorgänger auf Base gelassenen Caribes Perez, Fernandez, Ondracek und Beuchel alle scoren. Damit war dann auch der Ten-Run-Rule-Vorsprung hergestellt. Koki Fukumoto braucht dann noch 4 Batter, um den Caribes-Win vorzeitig nach 5 Innings nach Hause zu bringen. Der Japaner beendet die reguläre Saison nach 12 Strikeouts gegen die BBA somit mit rekordverdächtigen 184 Strikeouts in 88 ⅓ Innings.

Endstand

Play-off Start am 5. September

Die München Caribes gehen mit einem 20:8 Win-Loss-Record auf Platz 2 in die Playoffs. Die drittplatzierten Füssen Royal Bavarians mit 9 Niederlagen können die Caribes nicht mehr einholen, aber mit einem weiteren Sieg in ihrem letzten Saison-Doubleheader ebenfalls den Playoff-Einzug sichern. Der Gegner für das Playoff-Viertelfinale am 5. und 12. September wird nach den nächsten beiden Wochenenden ermittelt, wenn alle Playoff-Teilnehmer feststehen und das Ranking aller qualifizierten Teams nach Winning Percentage erstellt werden kann. Mit einem Winning Percentage von .714 sieht es sehr danach aus, dass der Doubleheader für Spiel 2 und 3 der Best-of-3-Serie am 12. August in München stattfinden wird.

Caribes mit 2 Shutouts in die Playoffs

15:0 und 8:0 gegen die Garching Atomics

Saisonziel Playoffs erreicht! Nach 7 Jahren ziehen die München Caribes nach 7 gewonnenen Spielen in Folge wieder in die Zweitbundesliga-Playoffs ein. Dabei gab es Schützenhilfe vom Ex-Caribe Esahu Tejada. Der Spielertrainer der Red Lions holt als Starter und Reliefer beide Wins gegen den Kontrahenten aus Regensburg, die nun die Caribes nicht mehr einholen können. Eine Woche zuvor hatten die Münchner wiederum ihrerseits gegen die Guggenberger Legionäre 2 bereits den Grundstock mit zwei überzeugenden 13:3- und 5:4-Siegen gelegt.

Spiel 1Starkes Pitching, 7 Hit-by-Pitches und ein Grand Slam

Starting Pitcher Andrés Fernandez Di Pietro wird immer besser je länger die Saison dauert. Gegen die Atomics-Lineup mit den drei Ex-Profis Yohan Gonzalez, Dilson Garcia und Joel Valera gibt er in 4 Innings nur 5 Hits und keinen Walk ab und erzielt dabei 3 Strikeouts. Dass es nicht mehr als 4 Innings werden, dafür sorgen seine Mannschaftskollegen bereits im 2. Inning, als sie 12 Runs erzielen, darunter ein Grand Slam Homerun von José Da Costa. Nach 2 Innings steht es somit bereits 14:0. Ein weiterer Run im dritten Inning reicht, um das Spiel schon nach 4 Innings vorzeitig durch die 15-Run-Mercy-Rule zu beenden. Wie einseitig die Partie war, zeigt ein Auszug aus der Garchinger Pitching Statistik: Kein Strikeout, aber 7 Walks und 7 Hit-by-Pitches, dazu 5 Errors der Defense. 

José Da Costa wird nach seinem Grand Slam von seinen Teamkameraden am Homeplate empfangen

Spiel 2: Fukumoto-Shutout ohne Walks und ohne Errors

Im zweiten Spiel tritt der etatmäßige Catcher und Ex-Caribe Yohan Gonzalez als Pitcher gegen Koki Fukumoto auf Seiten der Gastgeber an. Er macht seine Sache zwar gut, muss aber im ersten Inning den ersten und im dritten 5 weitere Runs der Hausherren durch ein 3-RBI-Double von Javier Mirelys Gomez und einen darauf folgenden RBI-Double von Oscar Plata hinnehmen. Wenn man diese Saison eines gelernt hat, dann, dass ein Sechs-Punkte-Vorsprung gegen Koki Fukumoto nicht aufzuholen ist. Den Endstand stellen die Caribes bereits im vierten Inning durch aufeinander folgende RBI-Doubles und Singles von César Di Luca und José Da Costa her. Im Anschluss verhindert Gonzalez zwar weitere Runs der Münchner, aber Koki Fukumoto pflügt weiter durch die Atomics-Lineup und schraubt am Ende mit 13 Strikeouts seine Saisonausbeute auf 172. Bemerkenswert an dem Spiel ist, dass auf beiden Seiten keine Errors produziert werden. Als der letzte Atomic-Hitter ins Groundout schlägt, ist bereits die frohe Kunde aus Schwaig durchgesickert, dass dies automatisch die Playoff-Qualifikation bedeutet. Entsprechend groß der Jubel.

Sieggarant Koki Fukumoto freut sich über den Playoff-Einzug

Spitzenduell am letzten Spieltag in Regensburg

Am letzten Spieltag kommt es nun noch zum Spitzenduell in Regensburg, wenn die zweitplatzierten München Caribes bei der Bayerischen Baseball Academy antreten. Der Spitzenreiter hat nur gegen die Caribes eine einzige Saisonniederlage zu verzeichnen. Das Ziel der formstarken Münchner ist klar: Dabei soll es nicht bleiben! Man wird natürlich auch an der Donau versuchen, noch einen Win mitzunehmen und Platz 2 gegen die Füssen Royal Bavarians zu verteidigen.

Playoff-Start im September

Das Playoff-Viertelfinale wird dann am 5. und 12. September im Best-of-3-Modus gespielt. Der Gegner wird wohl erst Anfang August feststehen, wenn alle Spiele gespielt sind, und das Ranking aller qualifizierten Teams nach Winning Percentage erfolgen kann.

Mit Venezuela im Herzen zu zwei ungefährdeten Siegen

12:2 und 10:0 Erfolge gegen die Freising Grizzlies

Die München Caribes waren gewarnt. Vor zwei Wochen mussten die Füssen Royal Bavarians beim Tabellenletzten überraschend ein Spiel abgeben. Das sollte ihnen nicht passieren und sie lassen auch von Anfang keine Zweifel aufkommen.

Spiel 1Starke Offense und starkes Pitching

Gleich im ersten Inning legt die Offense der Hausherren mit 3 Runs richtig los, schlägt einmal durch die Line-up und gibt ihrem etatmäßigen Starter Andrés Fernandez Di Pietro, der die Freisinger Offense gut im Griff hat, ein schönes Polster mit auf den Weg. Als im zweiten Inning nochmal 4 Runs dazu kommen, sind die Weichen für ein vorzeitiges Spielende gestellt. Aber wie das laue Lüftchen, das den bis zu 35 Grad warmen Tag erträglich macht, kommt auch etwas Wind in die Grizzlies-Offense, als der Texaner Carson Carpenter mit seinem dritten Saison-Homerun das 4. Inning eröffnet und den zweiten Run für die Gäste erzielt. Aber mehr wird daraus nicht mehr und so ist das erste Spiel durch die kontinuierliche Runausbeute der Münchner bereits nach 5 Innings mit der 10-Run-Rule vorzeitig beendet.

Dominantes Pitching der Caribes

Spiel 2: Shutout mit Palhares-Homerun

Spiel 2 geht da weiter, wo das erste Spiel aufgehört hat. Die Münchner Offense punktet von Anfang an, gleich fünfmal im ersten Inning. Koki Fukumoto pitcht wie Koki Fukumoto eben pitcht. Und daher kommt diesmal auch das laue Offense-Lüftchen der Freisinger nicht auf. Nur 3 Hits gelingen den Gästen, 10 Strikeouts von 15 möglichen Outs in 5 Innings sorgen für klare Verhältnisse. Bei den Caribes stehen dagegen wie auch im ersten Spiel 12 Hits auf dem Scoresheet, darunter der zweite Saison-Homerun von Guilherme Palhares. Und so endet auch dieses Spiel vorzeitig, als Moritz Ondracek nach einem RBI von César Di Luca den zehnten Run bei 1 Out im 5. Inning erzielt.

Mit dem Doppelsieg senden die Münchner nicht nur ein starkes Signal an die Playoff-Kokurrenz in der Liga, sondern auch in die derzeitig durch das verheerende Erdbeben so stark gebeutelte Heimat vieler Caribes-Spieler und Vereinsmitglieder.

Jetzt kommt Regensburg 2 zum Playoff-Showdown am 4th of July

Am nächsten Samstag, 4. Juli, kann es nun im Münchner Olympiapark beim Duell des Zweitplatzierten Regensburg 2 (17 Siege, 7 Niederlagen) gegen die drittplatzierten München Caribes (15-7) zur Vorentscheidung um die Playoff-Plätze in der 2. Bundesliga Südost kommen, wenn ein Team beide Spiele gewinnt. Es ist also für Spannung gesorgt. Spielbeginn ist wie immer um 12:00 Uhr.

Caribes splitten in Füssen

9:15 und 5:4 Siegteilung sorgt weiter für Spannung im Playoff-Rennen

Wenn man mit einem Sieg vom King´s Field zurückzukehrt, kann man eigentlich zufrieden sein. Eigentlich. Trotzdem wäre mehr drin gewesen beim Caribes-Gastspiel am Forggensee.

Spiel 1Einbruch mit 2 Aus im sechsten Inning

Andres Fernandez Di Pietro zeigt 5 2/3 Innings eine starke Leistung

Im ersten Inning legen die Münchner gleich mal 4 Runs vor, aber die Royal Bavarians ziehen postwendend im unteren Ende des Auftaktinnings nach, als die ersten 3 Hitter gleich mit einem Single Double und einem 2-Run-Homerun vom besten Schlagmann der Liga, Silvan Mayr-Zacek, die Gästeführung gleich mal auf einen Run zusammenschrumpfen. Wer jetzt das Hochrechnen anfing und ein Schlagfest erwartet, wird in den nächsten Innings erstmal eines Besseren belehrt. Beide Starter lassen 3 Innings lang keinen Run mehr zu, im fünften dann jeweils einen, sodass es weiterhin mit einem 1-Punkte-Vorsprung für München ins sechste Inning geht. Dort ringen sie dem mittlerweile für Loris Härtl eingewechselten Daniel Mendelssohn einen weiteren Run ab und das sehr ungewöhnlich. Aus Anthuan De La Vegas Groundball zum 3rd Baseman wird letztlich ein Little League Homerun, mit dem er begünstigt durch Errors der Gastgeber bis zum Ausgangspunkt durchlaufen kann. Mit dem 6:4 geht es in die Füssener Offense im vorletzten Inning. Dort sind gleich die ersten beiden Batter aus. Dann geht aber dem bis dahin stark pitchenden Caribes-Starter Andrés Fernandez Di Pietro die Luft aus. Walk, Hit-by-Pitch, Walk, Double, Walk, Hit, es will einfach kein Aus mehr gelingen. Der überfällige Pitcherwechsel folgt. Manager Figarella bringt Oscar Plata und es kommt zum nächsten Kuriosum. Ein weiter Schlag des Füssener Catchers David Wallace landet am – nicht über dem – Outfieldzaun und wird trotzdem zum Homerun, nachdem der Ball zunächst für den Outfielder der Caribes nicht auffindbar war, wohl aber für den Umpire, der die Aktion kontrollierte. Kein Ground Rule Double, sondern ein 3-Run-Homerun. Es folgen zwei Walks und der nächste Pitcherwechsel zu Moritz Ondracek. Aber wieder das gleiche Bild. Die Würfe der Caribes-Werfer finden einfach die Strikezone nicht mehr. Nach 3 Walks darf sich Anthuan De La Vega daran versuchen, das Inning zu beenden. Nachdem er noch einen 2-RBI-Double abgeben muss, gelingt endlich das ersehnte dritte Aus. Aber der Schaden ist angerichtet. In einem Halbinning wandelt sich die 6:4-Führung nach 11 Runs in einen 15:6-Rückstand, ein Run bevor das Spiel mit 10-Run-Rule vorzeitig beendet gewesen wäre. Trotzdem geben die gebeutelten Gäste nicht auf, auch nicht als die ersten beiden Batter im letzten Inning aus sind. Mit 4 Hits in Folge scoren sie noch 3 Outs bevor ein unnötiger Stealversuch die Aufholjagd und das kuriose Spiel jäh beendet.

Spiel 2: Ripken-HR bringt die Entscheidung

Ripken Reyes at bat

In Spiel 2 durfte man gespannt sein auf das Pitcherduell zwischen Koki Fukumoto und Bobby Curry, der verletzungsbedingten Neuverpflichtung der Royal Bavarians. Und tatsächlich entwickelt sich das erwartete pitcherdomierte Spiel. Beide lassen nicht viel zu, der Japaner streut dabei mehr Strikeouts ein als sein Gegenüber, wenngleich nicht mit der Quote der letzten Spieltage, was aber gegen die schlagstarke Füssener Offense auch nicht überrascht. Bis zum Ende des fünften Inning erabeiten sich die Allgäuer einen 3:2 Vorsprung. Dann eröffnet José Da Costa mit einem Single das sechste Inning, Javier Mirelys Gomes schiebt ihn mit einem gelungenen Bunt auf die zweite Base und Guilherme Palhares komplettiert die Teamleistung mit einem RBI-Double zum Ausgleich. Dort bleibt er nicht lange. Ripken Reyes holt abermals zum weiten Schlag aus und befördert den Ball über den Centerfieldzaun. Sein dritter Saison-Homerun beschert den Gästen die 5:3-Führung, die Koki Fukumoto mit 3 Strikeouts verteidigt, bevor es ins siebte und letzte Inning geht. Dort stehen die Münchner nun Veteran James Starek gegenüber, der mit drei Flyouts aus dem Inning kommt und seinen Kollegen so nochmal die Chance gibt, das Spiel zu drehen. Aber mehr als ein Run gelingt nicht mehr, sodass sich die Playoffaspiranten mit einer leistungsgerechten Siegteilung trennen, die beiden alle Chancen erhält.

Ripken Reyes, nach seinem dritten Saison-Homerun

Nächster Gegner Freising

Die München Caribes wollen ihre Tabellenposition am kommenden Wochenende gegen die Freising Grizzlies mit zwei Siegen weiter festigen, die am Samstag, den 28. April in den Olympiapark kommen.

Caribes trotz Split gegen Schwaig auf Platz2 

Tejada geknackt aber zu wenig Offense gegen Weinsteiger

Beim Hinspiel in Schwaig setze es eine der empfindlichsten Niederlagen überhaupt, als man gegen Ex-Caribe Esahu Tejada gar nichts zu melden hatte und 0:15 unterging. Das sollte nicht nochmal passieren. Es galt ein Rezept zu finden gegen den 2BL-Veteranen. 

Spiel 1: Weinsteiger hält die Caribes beim 4:2 in Schach

Das müssen sich die Münchner aber für Spiel 2 aufheben, da der Trainerfuchs der Red Lions im ersten Spiel Marc Weinsteiger auf den Mound beorderte. Der hat sich mittlerweile neben Tejada zu einem gestandenen Zweitliga-Starter entwickelt. Und das zeigt er auch an diesem Nachmittag im Olympiapark und macht es der Caribes-Offense schwer. 5 Innings lang bringen die Gastgeber keinen Run auf das Scoreboard, lediglich 3 Hits gelingen. Die Gäste gehen hingegen mit 3 Runs nach 3 Hits im zweiten Inning in Führung. AberAndrés Fernandez Di Pietro auf Seiten der Hausherren hält sein Team im Spiel und lässt nur noch im vierten Inning einen weiteren Run durch Tejada zu.

Dann folgt der Hoffungsschimmer im sechsten Inning als Lead-off-Hitter César Di Luca mit einem Triple auf Base kommt und wenig später durch ein RBI-Single von Guilherme Palhares den ersten Run erzielt. Auch im siebten Inning kommt mit Anthuan De Le Vega der erste Hitter des Innings auf Base nach einem Hit-by-Pitch. Er scored durch einen Wild Pitch, aber dabei bleibt es. 2 Runs sind einfach zu wenig, um das Spiel zu gewinnen. Es geht mit 4:2 an die Red Lions.

Spiel 2: Fukumoto, Tejada und De La Vega – die Protagonisten des 9:0-Shutouts

In Spiel 2 zeigen die Münchner dann gleich im ersten Inning, dass sie diesmal das richtige Rezept gegen Schwaig-Starter Tejada gefunden haben. Die 5 Runs schon im ersten Inning hätten auch gereicht, um Spiel 1 zu gewinnen. In Spiel 2 bedeuten sie einen Vorsprung, den ihr Pitcher Koki Fukumoto normalerweise nicht mehr aus der Hand gibt. Erst recht nicht als im zweiten Inning weitere 3 hinzukommen. Aber Tejada fängt sich und lässt bis ins fünfte Inning zwar ein paar Hits, aber keine Runs zu. Erst Ende des sechsten Inning muss er den dritten Hit des Spiels von Anthuan De La Vega zulassen und das ist ein besonderer – der erste Homerun des Shortstops in der 2. Bundesliga! Und damit der neunte Run. Nachdem kein weiterer Run gelingt, brauchen die Caribes nochmal drei Outs im siebten Inning. Zwei davon liefert ihnen Koki Fukumoto, der sein Strikeout-Konto an diesem Tag damit auf 12 erhöht bei nur 2 Walks. Am Ende können sich die Caribes ärgern, dass sie die Runausbeute nicht besser auf beide Spiele verteilen konnten.  

Auf Platz 2 nach Füssen

Aber der Ärger weicht dann schnell beim Blick auf die anderen Ergebnisse. Auch Playoff-Konkurrent Füssen muss Federn lassen und das überraschend beim Tabellenletzten Freising, der den Allgäuern einen fest eingeplanten Sieg abnimmt. Da einen Tag später der Spitzenreiter Bayerische Baseball Academy im Regensburger Lokalderby gegen die Guggenberger Legionäre 2 zwei Siege einfährt, finden sich die München Caribes nach 18 von 28 Saisonspielen auf Platz 2 wieder. Den gilt es nun, am nächsten Wochenende auf dem Füssener King´s Field zu verteidigen, was eine schwere Aufgabe wird, nachdem die Royal Bavarians der bislang einzige Gegner sind, gegen den die Caribes in dieser Saison noch nicht gewinnen konnten.

Zwei erwartete Siege mit unerwarteter Gegenwehr

8:3 und 11:7 gegen freche Gautinger 

Es war ein hartes Stück Arbeit, das die München Caribes gegen die Gauting Indians 2 verrichten mussten, um die fest eingeplanten zwei Wins aus dem Würmtal mitnehmen zu können – und schmerzhaft dazu.

Spiel 1Complete Game von Fernandez Di Pietro ohne Earned Run

In Spiel 1 cruised Starter Andrés Fernandez Di Pietro weitgehend durch die Indians-Line-up. Erst im sechsten Inning muss er 3 Runs hinnehmen. Und das auch nur durch die einzigen beiden Errors seiner Defense in diesem Spiel. Am Ende stehen 9 Strike-Outs 5 Walks, 4 Hit-by-Pitches und ein Win für den Italiener zu Buche. Den sichern ihm seine Teamkollegen mit einer kontinuierlichen Runausbeute, die bereits im ersten Inning durch seinen Landsmann César Di Luca beginnt, der mit 4 Runs und 4 Hits in 4 At Bats eine makellose Offensivbilanz hinlegt, und sich im zweiten Inning mit einem Solo-Homerun von Guilherme Palhares fortsetzt bis zu den Runs 7 und 8 im sechsten Inning. Nur im letzten Inning bleiben beide Seiten ohne Run.

Homerun Guilherme Palhares

Spiel 2: Oscar Platas Grand Slam macht den Unterschied

Das zweite Spiel beginnt wie so oft in dieser Saison. Koki Fukumoto braucht nur vier Batter, um das erste Inning mit seinem 100. Saison-Strike-Out zu beenden. Seine Offense gibt ihm mit 3 Runs gleich einen für seine Verhältnisse komfortablen Vorsprung mit. Im zweiten Inning wird es dann allerdings hart für die Gäste. Zunächst muss César Di Luca nach einem Hit-by-Pitch ausgewechselt werden, kurz darauf ereilt auch seinem Baseball-WG-Kollegen Javier Gomes das gleiche Schicksal, als der Catcher beim Follow-Through von einem Schläger am Arm getroffen wird. Fernandez Di Pietro muss als Catcher übernehmen. Und die jungen Gautinger zeigen, dass sie sich von Koki Fukumoto nicht einschüchtern lassen und sich gut auf ihn vorbereitet hatten. Nach einigen Kontakten ringen sie ihm einen Run ab. Aber sie begehen auch einige Errors in der Defense und so sind nach einem Sac Fly von Moritz Ondracek und einem RBI-Double von José Da Costa die Bases im vierten Inning bei 2 Outs geladen, als der bis dahin ohne Hit gebliebene Oscar Plata an die Platte tritt. Und der legt nun seinen ganzen Frust in den Schwung gegen den überzeugenden Indians-Starter Fabian Hörhager und befördert den Ball über den Left Field Zaun zum Grand-Slam-Homerun.

Oscar Plata wird für seinen Grand Slam gefeiert

Dann folgt der nächste Schreckmoment, als zu allem Überfluss auch noch Fernandez Di Pietro vom Pitch getroffen wird – aber er kann weiterspielen, auch wenn er auf die Zähne beißen muss. Durch den Hit-by-Pitch sind die Bases dann nochmal geladen und es gelingt noch der siebte Run des Innings. Mit 10:1 geht es ins fünfte Inning. Dort stellen die Caribes mit einem weiteren Run den 10-Punkte-Vorsprung her, der das Spiel nun mit 3 Outs vorzeitig beenden würde. Aber nicht an diesem Tag, an dem die Widerstandskraft der Münchner auf den Prüfstand gestellt wird. Mit zwei Outs und Runner auf der ersten und zweiten Base schlägt Johannes Ströll den Ball haarscharf zwischen dem hechtenden 1st Baseman und Foul Line vorbei ins Right Field und beschert den Gastgebern den zweiten Run, der damit das vorzeitige Spielende verhindert. Und jetzt wittern die jungen Würmtalindianer Morgenluft, werden immer frecher, machen Stimmung gegen Caribes-Pitcher Fukumoto und Kontakt auf Kontakt. Der Vorsprung schrumpft, auch bedingt durch zwei Errors im sechsten Inning. Im siebten Inning gelingt Leo Methe sogar ein Homerun gegen den Japaner. Der zeigt aber seine Klasse und beendet mit 3 Strike-Outs im siebten Inning das Spiel, trotz allem auch wieder mit 13 Strikeouts. 

Koki Fukumoto tat sich diesmal etwas schwerer

Die München Caribes bleiben damit in der Vierergruppe, die sich hinter dem Spitzenreiter um zwei Play-off-Plätze streitet, darunter auch der nächste Gegner Schwaig Red Lions, der am Samstag, den 13. Juni in den Ballpark Oberwiesenfeld kommt. Unter der Woche heißt es nun erstmal, die Blessuren so gut wie möglich zu kurieren, um im richtungsweisenden Doubleheader in möglichst starker Besetzung auftreten zu können.

Mit Moral und Dominanz zum Doppelsieg

Caribes gewinnen 12:10 und 16:1 bei den Atomics

Das hätte ins Auge gehen können! Wenn man nach einem 3:10-Rückstand das Spiel noch dreht und 12:10 gewinnt, sagt das zweierlei: Einerseits, dass man mit ein paar Schludrigkeiten schnell in Rückstand geraten kann. Andererseits, dass man in der Lage ist, genauso schnell wieder umzuschalten. 

Spiel 1Caribes drehen das Spiel mit 8 Runs im fünften Inning

Die Gäste aus München legen im ersten Inning mit zwei Runs ganz gut los. Dass es nicht gleich einer mehr wurde, lag an einem guten Spielzug der Gastgeber, die einen vermeintlichen Sac Fly von Rückkehrer Guilherme Palhares in ein Double Play verwandeln, als sie Oscar Plata nach einem etwas zu kurz geratenen Flyball an der Home Plate auswerfen. Aber noch besser machen es die Garchinger, die gleich 5 Runs im ersten Durchgang erzielen. Der eine oder andere Run wäre hier schon vermeidbar gewesen durch Plays, die man machen kann, nicht muss. Nachdem beide Teams jeweils einen Run erzielen, bauen die Atomics dann im vierten Inning ihre Führung aus. Und das besonders ärgerlich aus Sicht des Gästeteams. Statt einem 1-2-3 Inning wird durch einen Overthrow über die 1st Base ein 4-Run-Inning, in dem die Line-up einmal durchschlägt und der Pitch Count von Starter Andrés Fernandez Di Pietro nach oben schnellt. Aber nun zeigt die Mannschaft Charakter und will das nicht auf sich sitzen lassen. Batter für Batter kommt durch Hit oder Walk auf Base, darunter zwei Triples von Anthuan De La Vega und César Di Luca. Die obere Hälfte ist erst nach 12 Schlagleuten und 8 Runs für die Caribes mit einem Flyout ins Centerfield beendet. Postwendend ist das Spiel gedreht. In der nächsten Offense legen die Münchner noch einen Insurance-Run durch José Da Costa nach, der mit seinem vierten Hit des Spiels in der vierten Schlagchance auf Base kommt und von Oscar Plata nach Hause geschlagen wird. Im siebten Inning muss dann das Spiel wegen eines Gewitters bei 1 Out in der Garchinger Offense noch unterbrochen werden. Nach einer 40-minütigen Unterbrechung kann das Spiel dann doch noch fortgesetzt werden. Andrés Fernandez Di Pietro, schon mit ordentlich vielen Würfen im Arm, braucht nur noch drei Batter, um das Spiel zu Ende zu bringen. Ein wohlverdienter Win für den Caribes-Starter, der in seinem complete Game nur 4 der 10 Runs auf seine Kappe nehmen muss. 

Andrés Fernandez Di Pietro nach seinem Win im ersten Spiel

Spiel 2: 16:1 Runs, 16:1 K/BB-Quote von Koki Fukumoto

Was wird Koki Fukumoto diesmal abliefern? Woche für Woche hält er etwas absolut Bemerkenswertes parat. Diesmal ringt ihm erst der 11. Batter des Spiels im vierten Inning den ersten Hit ab und beendet seine Perfect-Game-Bid. Bis dahin hatte er dem Minimum an Battern gegenüber gestanden. Aber danach geht es genauso weiter. Nur Joel Valera, der ehemalige Dodgers-Minor-Leaguer in den Reihen der Garchinger, ringt ihm noch einen Hit ab.

Und seine Teamkollegen versorgen ihn gleich von Anfang an mit ausreichend Run-Support. Gleich 6 im ersten Inning. Dann folgt allerdings eine Flaute bis ins vierte Inning, als nochmal 2 dazu kommen und die Garchinger zum ersten Pitcherwechsel zwingen. Und Youngster Fabian Beinhölzl bringt auch erstmal die Caribes-Offense zum Erliegen, bevor sie im sechsten Inning dann nochmal so richtig über die Gastgeber hereinbricht. Wieder ein 8-Run-Inning wie im ersten Spiel. 

Koki Fukumoto beendet das Spiel anschließend mit 3 weiteren Strike-Outs vorzeitig und bringt damit das Kunststück fertig, dass seine Bilanz mit 16 Strike-Outs und 1 Walk genau das Spielergebnis wiederspiegelt. Nur 2 Outs sind keine Strikeouts.

Nachdem ansonsten am Wochenende keine Zweitligaspiele anstanden, festigen die Caribes mit dem Doppelsieg und einem 9:5 Record Tabellenposition 4 und damit ihre Anwartschaft auf einen Playoff-Platz. Am kommenden Samstag geht es nun ins Würmtal zu den Gauting Indians 2.

Caribes bezwingen den ungeschlagenen Zweitliga-Spitzenreiter

Nach 5:10-Niederlage folgt 3:2-Sieg gegen die Bayerische Baseball Academy

Geschafft! Nach dem unglücklichen 0:1 im Vorjahr mit einem unearned Run schaffen es die München Caribes diese Saison, gegen den übermächtigen Tabellenführer aus Regensburg im engen zweiten Spiel des Doubleheaders im heimischen Olympiapark als Sieger vom Platz zu gehen.

Andrés Fernandez Di Pietro

Spiel 1Das erste und letzte Inning besiegeln Niederlage trotz bravouröser Leistung von Starter Andrés Fernandez Di Pietro

Das Ergebnis des ersten Spiels täuscht etwas darüber hinweg, dass die Siegchance auch hier schon vorhanden war. Und das lag zum großen Teil an Starter Andrés Fernandez Di Pietro, Der muss zwar im ersten gleich 3 Runs hinnehmen, wobei nur einer davon seinem Pitching anzulasten ist, zwei entstehen durch einen Error. Das Fatale daran ist, dass dies zusätzlich seinen Pitch-Count nach oben treibt. Nach 37 Pitches kommt er erst aus dem Inning. Seine Teamkollegen betreiben aber in der ersten Offense zumindest Schadensbegrenzung und scoren auch selbst gleich einen Run, nachdem Catcher Mirelys Gomes José Da Costa mit einem Sacrifice Fly nach Hause bringt. Die nächsten drei Innings dominieren die Pitcher, die jeweils keine Runs zulassen. Ende des fünften Innings kommt Pitcher Di Pietro als Lead-off Hitter mit einem Double auf Base. Drei Batter später schlägt ihn José Da Costa mit einem RBI-Single, sein dritter Hit des Spiels, nach Hause. Die Gastgeber verkürzen somit auf 2:3.

Ripken Reyes at bat

Postwendend stellt aber die Gäste Anfang des sechsten Innings durch Paul Teusch nach einem RBI-Single von Michel Pena den alten Abstand wieder her. Gegen den mittlerweile für Starter Nico Wäller auf dem Mound stehenden Academy-Reliefer Ricardo Wagner-Perez gelingt den Münchern erstmal kein Run, sodass es mit dem knappen 2:4 Rückstand ins letzte Inning geht. Dort muss der famose Fernandez Di Pietro nun seinem Pitch Count Tribut zollen und gibt 3 Hits in Folge ab. Nachdem noch 2 Walks dazu kommen, wird er schließlich durch Moritz Ondracek abgelöst. Der braucht zwar nur 4 Batter, um das Halbinning zu beenden, allerdings ist der einzige Hit, den er abgeben muss, ein 2-RBI-Triple von David Wei, dem besten Regensburger Schlagmann an diesem Tag, der in 5 At-Bats 4 Hits erzielt. So geht die Kaderschmiede von der Donau mit einem auf 10:2 angewachsenen, komfortablen Vorsprung ins letzte Halbinning. Dort zeigen die Münchner aber nochmal Moral und ihre Offensivstärke.

Ripken Reyes Homerun

Oscar Plata und Javier Mirelys Gomes kommen bei 2 Outs jeweils mit Singles auf Base, bevor Ripken Reyes an der Reihe ist. Der rechtshändige Slugger nutzt die Chance und befördert den Ball zum 3-Run-Homer diesmal über den Right Field Zaun. Mehr sollte es aber nicht mehr werden, sodass die Hausherren mit einer respektablen 5:10-Niederlage etwas unter Wert vom Feld gehen. 

Spiel 2: Koki Fukumoto dominiert auch die stärkste Offense der Liga mit 17 Strikeouts

Man durfte schon gespannt sein, was passiert, wenn der Strikeout-Leader der Liga auf die stärkste Offense der Liga trifft, in der jeder Hitter mindestens .400 schlägt. Am Ende gar nichts anderes als die Wochen zuvor. Koki Fukumoto macht von Anfang da weiter, wo er im letzten Spiel aufgehört hat. Nur im zweiten Inning gibt er zwei von insgesamt nur drei Hits ab, ein Double von Nico Röttges und ein 2-RBI-Single abermals vom stark schlagenden David Wei. Dadurch gehen die Gäste mit 2:1 Führung. Javier Mirelys Gomes hatte schon im ersten Inning mit einem RBI-Double für den ersten Caribes-Run gesorgt.

Koki Fukumoto pitching

Im dritten Inning holen sich die Münchner dann die Führung zurück. Julian Beuchel, die Nummer 9 in der Batting Order der Gastgeber, holt einen Walk heraus, dessen Wichtigkeit, sich dann beim übernächsten Batter herausstellen sollte. José Da Costa schlägt den Ball weit ins Outfield. Die Academy-Defense bringt den Ball erst ins Infield zurück, als der Portugiese am dritten Base angekommen war und Julian Beuchel die Home Plate zum Ausgleich überquerte. Gleich der nächste Schlagmann Oscar Plata zeigt erneut seine Clutch-Hit-Qualitäten. Durch seinen Single scort Da Costa den Run zur 3:2 Führung. Und die gibt Koki Fukumoto nicht mehr aus der Hand. Nicht zum ersten Mal ist es so, dass der Japaner mit zunehemnder Spieldauer immer besser wird. Am Ende stehen zum dritten Mal in der Saison, wie schon in Schwaig und in Regensburg, 17 Strike zu Buche bei diesmal nur 3 Walks und wieder 3 Hits. Die Zahlen ähneln sich Woche für Woche, egal wie der Gegner heißt. Die erneute Galavorstellung ihres Pitchers bringt den München Caribes einen hart erkämpften, wertvollen Sieg gegen eine sehr starke Mannschaft ein, die mit ihrer hervorragend ausgebildeten, jungen Pitcher-Riege ihrem japanischen Pendant auf Seiten der Münchner durchaus Paroli boten. Am Ende waren es die vier Hits im richtigen Moment, die den Sieg brachten, auch die vier Errors kamen diesmal zu einem Zeitpunkt, in dem sie keinen Schaden anrichteten. Insofern ein Sieg, der einfach fällig war.

Koki Fukumoto freut sich über den Win

Mit einem positiven Record von 7 Siegen und 5 Niederlagen bleiben die München Caribes zur Pfingstpause als Vierter im Rennen um die drei Playoff-Plätze. Weiter geht es am 31. Mai beim Lokalrivalen Garching Atomics.

Caribes verteidigen Platz 3 mit Split in Regensburg

4:14 und 7:4 gegen den Tabellennachbarn 

Die Vorzeichen für den Doubleheader bei den Guggenberger Legionären 2 waren klar: Mindestens ein Split gegen den Tabellennachbarn und man bleibt auf dem angestrebten Playoff-Platz. Das hat zwar geklappt, trotzdem kann man nicht zufrieden sein.

Javier Mirelys Gomes und César Di Luca vor dem Spiel

Spiel 1: Zu wenig Offense und Einbruch Ende des 6. Innings

Im ersten Spiel bei erneut wunderbarem Baseballwetter in der Armin-Wolf-Arena an der Donau wird schnell klar, dass zwei Teams mit ähnlicher Spielstärke aufeinander treffen. 1 Run der Münchner im ersten Inning, 1 Run für Regensburg im zweiten Inning. In den Innings 3 bis 5 ziehen dann allerdings die Gastgeber mit 6:2 davon. Anfang des sechsten Innings bäumen sich die Gäste von der Isar aber nochmal auf und scoren nach einem Walk und drei aufeinander folgenden Basehits zwei Runs. Und haben bei 2 Outs Runner auf den Baes 2 und 3 als Lead-off-Hitter César Di Luca den Ball weit, aber auch hoch Richtung Left Field schlägt. Zu hoch, wie sich herausstellen sollte. Der Regensburger Left Fielder macht den Flyout auf dem Warninng Track.

Totale Armin-Wolf-Arena

Statt 3-run-Homerun und 7:6-Führung geht es mit einem 4:6 Rückstand in die untere Hälfte des sechsten Inning. Da ist dann nach 3 Battern, die er durch Walks und einen Hit auf Bases lassen muss, Schluss für Starting Pitcher Andrés Fernandez Di Pietro. Der italienische Venezolaner tauscht mit Catcher Javier Mirelys die Positionen – ohne Erfolg. Nach einem Hit-by-Pitch, einem Triple und einem Single, die er abgeben muss, soll nun Moritz Ondracek die Offense der Donaustädter stoppen. Nach dem zweiten Batter gelingt zwar immerhin das erste Out, aber die Offense der Gastgeber ist nicht mehr aufzuhalten. Nach insgesamt 8 Runs im sechsten Inning ist das Spiel zu Ende, als die Guggenberger Legionäre 10 Runs Vorsprung erreichen. So schnell kann es gehen. Ein Halbinning zuvor noch Hoffnung geschöpft, das Spiel drehen zu können und dann brechen alle Dämme und man verliert das Spiel sogar noch vorzeitig.

Koki Fukumoto pitching

Spiel 2: Pitcher-Duell entscheidet sich im letzten Inning zugunsten von Koki Fukumoto

Im zweiten Spiel kommt es zu einem Pitcher-Duell, nachdem Legionäre-Starter Derek Baylis zwar nicht so domiert wie Koki Fukumoto auf Seiten der Münchner, aber sein Team trotzdem im Spiel halten kann. Daran ändert auch der Solo-Homerun von Oscar Plata im zweiten Inning nichts, der mit jeweils 2 der 6 Hits pro Spiel beste Caribes-Hitter an diesem Tag. Nach 4 Innings führt das Figarella-Team mit 3:1, eine knappe, aber mit Koki Fukumoto trotzdem beruhigende Führung. Im fünften Inning kann allerdings Caribes-Catcher Mirelys den Strike-Out-Pitch des dritten Batters zum Inningende nicht festhalten, wodurch das eigentliche Strike-Out-Opfer AJ Santana auf die erste Base gelangt. Und das rächt sich prompt. Justus Moritz durchbricht mit dem ersten Legionäre-Hit den No-Hitter von Fukumoto. Nach einem taktischen, intentional Walk folgt der nächste Hit durch Ludwig Behr, der 2 Runs nach Hause bringt und den überraschenden Ausgleich für die Hausherren herstellt.

Oscar Plata at bat

Nach einem sechsten Inning ohne Runs zeigt aber die Caribes-Offense nochmal Moral. Die ersten vier Batter kommen durch Hits und Walks alle auf Base, wodurch sich auch Spielertariner Baylis selbst vom Mound nehmen muss und an den tschechischen Kollegen Budka übergibt. Der kann aber erst mit einem Strikeout gegen den neunten Batter das Halbinning beenden, nicht bevor die Münchner ihrem japanischen Ausnahmepitcher 4 Runs Vorsprung mit auf den Weg geben können. Das sollte genügen. Nur durch einen Error scoren die Guggenberger Legionäre noch einen Run und stellen somit mit dem 4:7 den Endstand her. Für Koki Fukumoto stehen am Ende wie in Schwaig wieder 17 Strike-Outs zu Buche bei nur 4 Walks und 3 Hits.

Durch den Split bleiben die Caribes in der Tabelle mit einem 6:4-Record vor den Guggenberger Legionären 2. Am nächsten Wochenende kommt allerdings mit der Bayerischen Baseball Academy der bislang ungeschlagene Tabellenführer in den Olympiapark. Der wird es den Gastgebern schwer machen, abermals den begehrten dritten Tabellenplatz zu verteidigen.

Deutliche Caribes-Pflichtsiege in Freising

23:12 und 11:1 beim Tabellenletzten der 2. Bundesliga

Nach den zwei bitteren Schlappen gegen die Royal Bavarians eine Woche zuvor, gab Headcoach Edwyn Figarella seiner Mannschaft eine deutliche Ansage mit auf den Weg nach Freising: Zwei deutliche Siege müssen her!

Und die Figarella-Jungs setzen das im Grizzlies-Ballpark gleich von Anfang an um. Gleich im ersten Inning schlagen sie einmal durch die Line-up und erzielen 5 Runs. Im zweiten legt José Da Costa mit einem 3-run-Homerun nach. Starter Andrés Fernandez Di Pietro hält die Offense der Gastgeber dagegen bis ins dritte Inning gut in Schach und lässt nur 2 Runs zu. Im vierten Inning gelingen dann beiden Teams jeweils 2 Runs, bevor die Grizzlies im 5. Inning auf 6:10 verkürzen. Im sechsten Inning kommt die Caribes-Offense wieder so richtig in Schwung und punktet 11 mal. Alles deutet nun auf ein vorzeitiges Ende des Spiels hin. Nach einem Double und einem Strikeout ist der Arbeitstag für Starter Di Pietro im sechsten Inning zu Ende. Anthuan De La Vega, der am vorherigen Spieltag überzeugte, übernimmt, tut sich aber diesmal schwer mit der Strike Zone. Nach 4 Battern und zwei Runs ist daher schon wieder Schluss und Moritz Ondracek löst ihn ab. Der sorgt zwar bei den nächsten vier Battern für die fehlenden 2 Outs, aber am Ende scoren die Freising Grizzlies 6 Runs im sechsten Inning. Wer nun gut mitgerechnet hat, dem fällt auf, dass das ein Run zuviel war, um das Spiel mit 10-Run-Rule zu beenden. So gehen die Caribes mit einem 21:12 Vorsprung ins siebte und letzte Inning. Dort krönt das Münchner Eigengewächs Moritz Ondracek sein bisher bestes Zweitligaspiel mit einem 2-RBI-Double, seinem vierten Hit des Spiels sowie die RBIs Nummer 6 und 7, bevor er als Pitcher das Spiel mit einem Groundout und zwei Strike-Outs zu Ende bringt. Erster Teil der Aufgabe erfüllt, wenngleich die 5 gescorten Errors, zu denen man noch den einen oder anderen nicht auf dem Scoresheet zu findenden rechnen muss, schon ein Wehrmutstropfen sind.

Die Geschichte des zweiten Spiel ist schnell erzählt: 10 Hits und keine Errors, Koki Fukumoto auf dem Mound, diesmal mit 12 Strike-outs und nur einem Walk, 11:1 Sieg nach fünf schnellen Innings. Im zweiten Inning gelingt dem japanischen Pitcher das Kunststück, mit dem Minimum von 9 Strike-Pitches für 3 Strike-Outs durchs Inning zu kommen. In der Offense tun sich diesmal Oscar Plata mit zwei Doubles sowie José Mirelys Gomes, José Da Costa und Andrés Fernandez Di Pietro mit jeweils 2 Hits hervor.Durch den Doppelsieg ziehen die Caribes in der Tabelle mit einem 5:3-Record mit den Füssen Royal Bavarians gleich und finden sich damit auf Tabellenplatz 3 wieder. Den gilt es am nächsten Wochenende in Regensburg zu verteidigen. Dort werden Fehler in der Defense sicher wieder mehr bestraft, sodass man sich nicht alleine auf das Pitching und die Offense verlassen kann