8:3 und 11:7 gegen freche Gautinger
Es war ein hartes Stück Arbeit, das die München Caribes gegen die Gauting Indians 2 verrichten mussten, um die fest eingeplanten zwei Wins aus dem Würmtal mitnehmen zu können – und schmerzhaft dazu.
Spiel 1: Complete Game von Fernandez Di Pietro ohne Earned Run
In Spiel 1 cruised Starter Andrés Fernandez Di Pietro weitgehend durch die Indians-Line-up. Erst im sechsten Inning muss er 3 Runs hinnehmen. Und das auch nur durch die einzigen beiden Errors seiner Defense in diesem Spiel. Am Ende stehen 9 Strike-Outs 5 Walks, 4 Hit-by-Pitches und ein Win für den Italiener zu Buche. Den sichern ihm seine Teamkollegen mit einer kontinuierlichen Runausbeute, die bereits im ersten Inning durch seinen Landsmann César Di Luca beginnt, der mit 4 Runs und 4 Hits in 4 At Bats eine makellose Offensivbilanz hinlegt, und sich im zweiten Inning mit einem Solo-Homerun von Guilherme Palhares fortsetzt bis zu den Runs 7 und 8 im sechsten Inning. Nur im letzten Inning bleiben beide Seiten ohne Run.

Spiel 2: Oscar Platas Grand Slam macht den Unterschied
Das zweite Spiel beginnt wie so oft in dieser Saison. Koki Fukumoto braucht nur vier Batter, um das erste Inning mit seinem 100. Saison-Strike-Out zu beenden. Seine Offense gibt ihm mit 3 Runs gleich einen für seine Verhältnisse komfortablen Vorsprung mit. Im zweiten Inning wird es dann allerdings hart für die Gäste. Zunächst muss César Di Luca nach einem Hit-by-Pitch ausgewechselt werden, kurz darauf ereilt auch seinem Baseball-WG-Kollegen Javier Gomes das gleiche Schicksal, als der Catcher beim Follow-Through von einem Schläger am Arm getroffen wird. Fernandez Di Pietro muss als Catcher übernehmen. Und die jungen Gautinger zeigen, dass sie sich von Koki Fukumoto nicht einschüchtern lassen und sich gut auf ihn vorbereitet hatten. Nach einigen Kontakten ringen sie ihm einen Run ab. Aber sie begehen auch einige Errors in der Defense und so sind nach einem Sac Fly von Moritz Ondracek und einem RBI-Double von José Da Costa die Bases im vierten Inning bei 2 Outs geladen, als der bis dahin ohne Hit gebliebene Oscar Plata an die Platte tritt. Und der legt nun seinen ganzen Frust in den Schwung gegen den überzeugenden Indians-Starter Fabian Hörhager und befördert den Ball über den Left Field Zaun zum Grand-Slam-Homerun.

Dann folgt der nächste Schreckmoment, als zu allem Überfluss auch noch Fernandez Di Pietro vom Pitch getroffen wird – aber er kann weiterspielen, auch wenn er auf die Zähne beißen muss. Durch den Hit-by-Pitch sind die Bases dann nochmal geladen und es gelingt noch der siebte Run des Innings. Mit 10:1 geht es ins fünfte Inning. Dort stellen die Caribes mit einem weiteren Run den 10-Punkte-Vorsprung her, der das Spiel nun mit 3 Outs vorzeitig beenden würde. Aber nicht an diesem Tag, an dem die Widerstandskraft der Münchner auf den Prüfstand gestellt wird. Mit zwei Outs und Runner auf der ersten und zweiten Base schlägt Johannes Ströll den Ball haarscharf zwischen dem hechtenden 1st Baseman und Foul Line vorbei ins Right Field und beschert den Gastgebern den zweiten Run, der damit das vorzeitige Spielende verhindert. Und jetzt wittern die jungen Würmtalindianer Morgenluft, werden immer frecher, machen Stimmung gegen Caribes-Pitcher Fukumoto und Kontakt auf Kontakt. Der Vorsprung schrumpft, auch bedingt durch zwei Errors im sechsten Inning. Im siebten Inning gelingt Leo Methe sogar ein Homerun gegen den Japaner. Der zeigt aber seine Klasse und beendet mit 3 Strike-Outs im siebten Inning das Spiel, trotz allem auch wieder mit 13 Strikeouts.

Die München Caribes bleiben damit in der Vierergruppe, die sich hinter dem Spitzenreiter um zwei Play-off-Plätze streitet, darunter auch der nächste Gegner Schwaig Red Lions, der am Samstag, den 13. Juni in den Ballpark Oberwiesenfeld kommt. Unter der Woche heißt es nun erstmal, die Blessuren so gut wie möglich zu kurieren, um im richtungsweisenden Doubleheader in möglichst starker Besetzung auftreten zu können.