Mit Moral und Dominanz zum Doppelsieg

Caribes gewinnen 12:10 und 16:1 bei den Atomics

Das hätte ins Auge gehen können! Wenn man nach einem 3:10-Rückstand das Spiel noch dreht und 12:10 gewinnt, sagt das zweierlei: Einerseits, dass man mit ein paar Schludrigkeiten schnell in Rückstand geraten kann. Andererseits, dass man in der Lage ist, genauso schnell wieder umzuschalten. 

Spiel 1Caribes drehen das Spiel mit 8 Runs im fünften Inning

Die Gäste aus München legen im ersten Inning mit zwei Runs ganz gut los. Dass es nicht gleich einer mehr wurde, lag an einem guten Spielzug der Gastgeber, die einen vermeintlichen Sac Fly von Rückkehrer Guilherme Palhares in ein Double Play verwandeln, als sie Oscar Plata nach einem etwas zu kurz geratenen Flyball an der Home Plate auswerfen. Aber noch besser machen es die Garchinger, die gleich 5 Runs im ersten Durchgang erzielen. Der eine oder andere Run wäre hier schon vermeidbar gewesen durch Plays, die man machen kann, nicht muss. Nachdem beide Teams jeweils einen Run erzielen, bauen die Atomics dann im vierten Inning ihre Führung aus. Und das besonders ärgerlich aus Sicht des Gästeteams. Statt einem 1-2-3 Inning wird durch einen Overthrow über die 1st Base ein 4-Run-Inning, in dem die Line-up einmal durchschlägt und der Pitch Count von Starter Andrés Fernandez Di Pietro nach oben schnellt. Aber nun zeigt die Mannschaft Charakter und will das nicht auf sich sitzen lassen. Batter für Batter kommt durch Hit oder Walk auf Base, darunter zwei Triples von Anthuan De La Vega und César Di Luca. Die obere Hälfte ist erst nach 12 Schlagleuten und 8 Runs für die Caribes mit einem Flyout ins Centerfield beendet. Postwendend ist das Spiel gedreht. In der nächsten Offense legen die Münchner noch einen Insurance-Run durch José Da Costa nach, der mit seinem vierten Hit des Spiels in der vierten Schlagchance auf Base kommt und von Oscar Plata nach Hause geschlagen wird. Im siebten Inning muss dann das Spiel wegen eines Gewitters bei 1 Out in der Garchinger Offense noch unterbrochen werden. Nach einer 40-minütigen Unterbrechung kann das Spiel dann doch noch fortgesetzt werden. Andrés Fernandez Di Pietro, schon mit ordentlich vielen Würfen im Arm, braucht nur noch drei Batter, um das Spiel zu Ende zu bringen. Ein wohlverdienter Win für den Caribes-Starter, der in seinem complete Game nur 4 der 10 Runs auf seine Kappe nehmen muss. 

Andrés Fernandez Di Pietro nach seinem Win im ersten Spiel

Spiel 2: 16:1 Runs, 16:1 K/BB-Quote von Koki Fukumoto

Was wird Koki Fukumoto diesmal abliefern? Woche für Woche hält er etwas absolut Bemerkenswertes parat. Diesmal ringt ihm erst der 11. Batter des Spiels im vierten Inning den ersten Hit ab und beendet seine Perfect-Game-Bid. Bis dahin hatte er dem Minimum an Battern gegenüber gestanden. Aber danach geht es genauso weiter. Nur Joel Valera, der ehemalige Dodgers-Minor-Leaguer in den Reihen der Garchinger, ringt ihm noch einen Hit ab.

Und seine Teamkollegen versorgen ihn gleich von Anfang an mit ausreichend Run-Support. Gleich 6 im ersten Inning. Dann folgt allerdings eine Flaute bis ins vierte Inning, als nochmal 2 dazu kommen und die Garchinger zum ersten Pitcherwechsel zwingen. Und Youngster Fabian Beinhölzl bringt auch erstmal die Caribes-Offense zum Erliegen, bevor sie im sechsten Inning dann nochmal so richtig über die Gastgeber hereinbricht. Wieder ein 8-Run-Inning wie im ersten Spiel. 

Koki Fukumoto beendet das Spiel anschließend mit 3 weiteren Strike-Outs vorzeitig und bringt damit das Kunststück fertig, dass seine Bilanz mit 16 Strike-Outs und 1 Walk genau das Spielergebnis wiederspiegelt. Nur 2 Outs sind keine Strikeouts.

Nachdem ansonsten am Wochenende keine Zweitligaspiele anstanden, festigen die Caribes mit dem Doppelsieg und einem 9:5 Record Tabellenposition 4 und damit ihre Anwartschaft auf einen Playoff-Platz. Am kommenden Samstag geht es nun ins Würmtal zu den Gauting Indians 2.

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