Kategorie: Herren I

Caribes verteidigen Platz 3 mit Split in Regensburg

4:14 und 7:4 gegen den Tabellennachbarn 

Die Vorzeichen für den Doubleheader bei den Guggenberger Legionären 2 waren klar: Mindestens ein Split gegen den Tabellennachbarn und man bleibt auf dem angestrebten Playoff-Platz. Das hat zwar geklappt, trotzdem kann man nicht zufrieden sein.

Javier Mirelys Gomes und César Di Luca vor dem Spiel

Spiel 1: Zu wenig Offense und Einbruch Ende des 6. Innings

Im ersten Spiel bei erneut wunderbarem Baseballwetter in der Armin-Wolf-Arena an der Donau wird schnell klar, dass zwei Teams mit ähnlicher Spielstärke aufeinander treffen. 1 Run der Münchner im ersten Inning, 1 Run für Regensburg im zweiten Inning. In den Innings 3 bis 5 ziehen dann allerdings die Gastgeber mit 6:2 davon. Anfang des sechsten Innings bäumen sich die Gäste von der Isar aber nochmal auf und scoren nach einem Walk und drei aufeinander folgenden Basehits zwei Runs. Und haben bei 2 Outs Runner auf den Baes 2 und 3 als Lead-off-Hitter César Di Luca den Ball weit, aber auch hoch Richtung Left Field schlägt. Zu hoch, wie sich herausstellen sollte. Der Regensburger Left Fielder macht den Flyout auf dem Warninng Track.

Totale Armin-Wolf-Arena

Statt 3-run-Homerun und 7:6-Führung geht es mit einem 4:6 Rückstand in die untere Hälfte des sechsten Inning. Da ist dann nach 3 Battern, die er durch Walks und einen Hit auf Bases lassen muss, Schluss für Starting Pitcher Andrés Fernandez Di Pietro. Der italienische Venezolaner tauscht mit Catcher Javier Mirelys die Positionen – ohne Erfolg. Nach einem Hit-by-Pitch, einem Triple und einem Single, die er abgeben muss, soll nun Moritz Ondracek die Offense der Donaustädter stoppen. Nach dem zweiten Batter gelingt zwar immerhin das erste Out, aber die Offense der Gastgeber ist nicht mehr aufzuhalten. Nach insgesamt 8 Runs im sechsten Inning ist das Spiel zu Ende, als die Guggenberger Legionäre 10 Runs Vorsprung erreichen. So schnell kann es gehen. Ein Halbinning zuvor noch Hoffnung geschöpft, das Spiel drehen zu können und dann brechen alle Dämme und man verliert das Spiel sogar noch vorzeitig.

Koki Fukumoto pitching

Spiel 2: Pitcher-Duell entscheidet sich im letzten Inning zugunsten von Koki Fukumoto

Im zweiten Spiel kommt es zu einem Pitcher-Duell, nachdem Legionäre-Starter Derek Baylis zwar nicht so domiert wie Koki Fukumoto auf Seiten der Münchner, aber sein Team trotzdem im Spiel halten kann. Daran ändert auch der Solo-Homerun von Oscar Plata im zweiten Inning nichts, der mit jeweils 2 der 6 Hits pro Spiel beste Caribes-Hitter an diesem Tag. Nach 4 Innings führt das Figarella-Team mit 3:1, eine knappe, aber mit Koki Fukumoto trotzdem beruhigende Führung. Im fünften Inning kann allerdings Caribes-Catcher Mirelys den Strike-Out-Pitch des dritten Batters zum Inningende nicht festhalten, wodurch das eigentliche Strike-Out-Opfer AJ Santana auf die erste Base gelangt. Und das rächt sich prompt. Justus Moritz durchbricht mit dem ersten Legionäre-Hit den No-Hitter von Fukumoto. Nach einem taktischen, intentional Walk folgt der nächste Hit durch Ludwig Behr, der 2 Runs nach Hause bringt und den überraschenden Ausgleich für die Hausherren herstellt.

Oscar Plata at bat

Nach einem sechsten Inning ohne Runs zeigt aber die Caribes-Offense nochmal Moral. Die ersten vier Batter kommen durch Hits und Walks alle auf Base, wodurch sich auch Spielertariner Baylis selbst vom Mound nehmen muss und an den tschechischen Kollegen Budka übergibt. Der kann aber erst mit einem Strikeout gegen den neunten Batter das Halbinning beenden, nicht bevor die Münchner ihrem japanischen Ausnahmepitcher 4 Runs Vorsprung mit auf den Weg geben können. Das sollte genügen. Nur durch einen Error scoren die Guggenberger Legionäre noch einen Run und stellen somit mit dem 4:7 den Endstand her. Für Koki Fukumoto stehen am Ende wie in Schwaig wieder 17 Strike-Outs zu Buche bei nur 4 Walks und 3 Hits.

Durch den Split bleiben die Caribes in der Tabelle mit einem 6:4-Record vor den Guggenberger Legionären 2. Am nächsten Wochenende kommt allerdings mit der Bayerischen Baseball Academy der bislang ungeschlagene Tabellenführer in den Olympiapark. Der wird es den Gastgebern schwer machen, abermals den begehrten dritten Tabellenplatz zu verteidigen.

Deutliche Caribes-Pflichtsiege in Freising

23:12 und 11:1 beim Tabellenletzten der 2. Bundesliga

Nach den zwei bitteren Schlappen gegen die Royal Bavarians eine Woche zuvor, gab Headcoach Edwyn Figarella seiner Mannschaft eine deutliche Ansage mit auf den Weg nach Freising: Zwei deutliche Siege müssen her!

Und die Figarella-Jungs setzen das im Grizzlies-Ballpark gleich von Anfang an um. Gleich im ersten Inning schlagen sie einmal durch die Line-up und erzielen 5 Runs. Im zweiten legt José Da Costa mit einem 3-run-Homerun nach. Starter Andrés Fernandez Di Pietro hält die Offense der Gastgeber dagegen bis ins dritte Inning gut in Schach und lässt nur 2 Runs zu. Im vierten Inning gelingen dann beiden Teams jeweils 2 Runs, bevor die Grizzlies im 5. Inning auf 6:10 verkürzen. Im sechsten Inning kommt die Caribes-Offense wieder so richtig in Schwung und punktet 11 mal. Alles deutet nun auf ein vorzeitiges Ende des Spiels hin. Nach einem Double und einem Strikeout ist der Arbeitstag für Starter Di Pietro im sechsten Inning zu Ende. Anthuan De La Vega, der am vorherigen Spieltag überzeugte, übernimmt, tut sich aber diesmal schwer mit der Strike Zone. Nach 4 Battern und zwei Runs ist daher schon wieder Schluss und Moritz Ondracek löst ihn ab. Der sorgt zwar bei den nächsten vier Battern für die fehlenden 2 Outs, aber am Ende scoren die Freising Grizzlies 6 Runs im sechsten Inning. Wer nun gut mitgerechnet hat, dem fällt auf, dass das ein Run zuviel war, um das Spiel mit 10-Run-Rule zu beenden. So gehen die Caribes mit einem 21:12 Vorsprung ins siebte und letzte Inning. Dort krönt das Münchner Eigengewächs Moritz Ondracek sein bisher bestes Zweitligaspiel mit einem 2-RBI-Double, seinem vierten Hit des Spiels sowie die RBIs Nummer 6 und 7, bevor er als Pitcher das Spiel mit einem Groundout und zwei Strike-Outs zu Ende bringt. Erster Teil der Aufgabe erfüllt, wenngleich die 5 gescorten Errors, zu denen man noch den einen oder anderen nicht auf dem Scoresheet zu findenden rechnen muss, schon ein Wehrmutstropfen sind.

Die Geschichte des zweiten Spiel ist schnell erzählt: 10 Hits und keine Errors, Koki Fukumoto auf dem Mound, diesmal mit 12 Strike-outs und nur einem Walk, 11:1 Sieg nach fünf schnellen Innings. Im zweiten Inning gelingt dem japanischen Pitcher das Kunststück, mit dem Minimum von 9 Strike-Pitches für 3 Strike-Outs durchs Inning zu kommen. In der Offense tun sich diesmal Oscar Plata mit zwei Doubles sowie José Mirelys Gomes, José Da Costa und Andrés Fernandez Di Pietro mit jeweils 2 Hits hervor.Durch den Doppelsieg ziehen die Caribes in der Tabelle mit einem 5:3-Record mit den Füssen Royal Bavarians gleich und finden sich damit auf Tabellenplatz 3 wieder. Den gilt es am nächsten Wochenende in Regensburg zu verteidigen. Dort werden Fehler in der Defense sicher wieder mehr bestraft, sodass man sich nicht alleine auf das Pitching und die Offense verlassen kann

Errors und Grand-Slam besiegeln Caribes-Niederlagen

10:23 und 1:6 gegen Füssen bei herrlichem Baseballwetter

Das Ergebnis des ersten Spiels sagt eigentlich schon alles. Wenn bei einem Baseballspiel ein sonst eher im American Football üblicher Score herauskommt, verheißt das nichts Gutes, was die Qualität des Spiels betrifft. Und so war es auch. Von den 23 Runs, die die Gastgeber im ersten Spiel des Doubleheaders kassieren, gehen 14 auf das Konto der Defense, die 6 folgenschwere Errors produzierte. Man glaubt es kaum, aber ohne Errors auf beiden Seiten hätte man tatsächlich ein enges, umkämpftes Spiel gesehen, das -theoretisch- auch Füssen, aber nur mit 9:8 gewonnen hätte. Zur Wahrheit gehört damit aber auch, dass die 8 Runs, die Starter Andrés Fernanadez Di Pietro in den ersten drei Innings zulassen muss, schon eine zu große Hypothek gewesen wäre. Die vielen Runs der mit insgesamt 16 Hits stark schlagenden Royal Bavarians verdecken den Blick auf die eigentlich gute Leistung des Caribes-Bullpen an diesem Tag, der nur noch einen Run (durch den als Pitcher eingesetzten Position Player César Di Luca) verschuldete. Die weiteren Einwechselwerfer Moritz Ondracek, Oscar Plata und Rückkehrer Anthuan De La Vega machten ihre Sache gut und hätten – ohne Fehler ihrer Feldverteidigung – keine weiteren Runs zugelassen.

Dass das zweite Spiel unter anderen Vorzeichen stehen würde und wesentlich weniger Runs zu erwarten sind, war aufgrund der Protagonisten auf dem Wurfhügel klar. Und so war es dann auch. Wobei Gästetrainer Mitch Wirthmüller schon eine kleine Überraschung parat hatte und im zweiten Spiel nicht US-Pitcher Mike Compton starten ließ, sondern den im ersten Spiel noch geschonten Daniel Mendelssohn. Und der machte den Münchner das Leben an der Homeplate schwer und lässt in 3 Innings keinen Run zu. Auf der anderen Seite mühte sich Koki Fukumoto, ins Spiel zu finden. Im ersten Inning kämpfte er noch mit der Kontrolle und muss drei der ersten Batter per Walk oder Hit-by-Pitch auf Base lassen. So sind die Bases geladen, als der sechste Hitter der Allgäuer, David Wallace, im ersten Spiel noch ohne Hit geblieben, zum Schwung ausholt und den Ball über den Zaun im Right Field befördert. Grand Slam Homerun! 4:0 Füssen. Im Nachhinein betrachtet, wenn man den Endstand sieht, die Vorentscheidung bereits im ersten Halbinning. Natürlich war das nicht das Mindset während des Spiels. Die Hausherren versuchten alles und der eine oder andere Hit gelingt, aber erst im sechsten Inning, gegen den im vierten Inning eingewechselten Mike Compton gelingt durch Javier Mirelys Gomes der erste Run. Mehr wird es aber nicht mehr. Koki Fukumoto dagegen muss auf Seiten der Gastgeber nach 3 Hits im fünften Inning nochmal zwei Runs abgeben.

In der Offensive gelingen den München Caribes zwar 15 Hits in zwei Spielen (3 gehen dabei auf das Konto von Moritz Ondracek), aber auch in dieser Kategorie hatte man gegen die 23 Hits der Gäste das Nachsehen. Die Füssen Royal Bavarians gehen somit zweimal als verdienter Sieger vom Platz und übernehmen damit Tabellenplatz 2 von den Gastgebern. Die werden nun am nächsten Wochenende in Freising beim bislang sieglosen Tabellenletzten versuchen, den nun ausgeglichenen Win-Loss-Record wieder ins Positive zu drehen.

Schwerer Schlappe in Schwaig folgt ungefährdeter Caribes-Sieg

Nach fast perfektem Tejada-Game dominiert Koki Fukumoto mit 17-K-Performance /Am Samstag kommt Füssen

Der zweite Spieltag führt die Caribes in die Flughafengemeinde zum Team von Ex-Kollege Esahu Tejada. Dass man sich in der Offense gegen ihn schon immer schwer tat, ist nichts Neues, aber diesmal ging gar nichts. Nur ein Hit-by-Pitch verhindert das Perfect Game für Tejada. Die Red Lions dagegen ringen Andrés Fernandez Di Pietro Hit um Hit ab, sodass er beim Stand von 9:0 im vierten Inning die Positionen mit Catcher Javier Gomes tauschte, der aber bei seinem Pitching-Debut die Angriffsbemühungen der Red Lions genauso wenig aufhalten konnte wie der ihm nach vier Battern folgende Moritz Ondracek, sodass die Münchner eine sehr bittere, vorzeitige 0:15-Niederlage nach nur 4 Innings hinnehmen müssen.

An solchen Spieltagen ist man besonders froh um den Doubleheader-Modus. Und so geht es mit ganz anderen Vorzeichen ins Spiel 2. Nun ist es Koki Fukumoto auf Seiten der Gäste, der den Gegner dominiert. 17 von 30 Battern schickt er mit einem Strike-Out ins Dugout zurück, während er nur 4 Walks und 2 Hits in sieben Innings zulässt. Dass es trotzdem auch drei Runs werden, ist nicht ihm anzulasten, sondern den 3 Errors seiner Defense im fünften Inning. Nachdem aber die Offensive mit 8 Hits und 5 Walks 7 Runs produziert, springt ein ausreichender Vorsprung heraus, der den München Caribes einen ungefährdeten Sieg und Tabellenplatz 2 beschert.

Den gilt es nun am kommenden Samstag gegen die Füssen Royal Bavarians zu verteidigen, die mit einer ausgeglichenen Bilanz von 2 Siegen und 2 Niederlagen in den Olympiapark kommen.

Walk-Off-HR im Season Opener der 2. Bundesliga!

Zwei deutliche 14:3 und 15:1 Siege der Caribes gegen Aufsteiger Gauting Indians 2

Bei bestem Wetter im Olympiapark am 11.04.2026 setzen die München Caribes gleich zum Auftakt ein Zeichen. Die junge Gautinger Mannschaft, Aufsteiger aus der Bayernliga, entpuppt sich dabei als idealer Auftaktgegner für das neu formierte Team der Gastgeber, um gut in die Saison zu starten.

Dabei wusste man bei den Hausherren vor der Partie eigentlich gar nicht so recht, wie man sich einzuordnen hat. Da hilft natürlich, wenn man auf eine der Konstanten aus der letzten Saison bauen kann. Andrés Fernandez Di Pietro, der venezolanische Italiener, der erst ein paar Tage vorher wieder aus Chile zurück nach München kam, knüpfte auf dem Wurfhügel gleich wieder da an, wo er letzte Saison aufgehört hatte und kontrollierte über 5 Innings mit 11 Strike-Outs bei nur 3 Walks den Gegner und lässt dabei nur einen Earned Run zu.

Dass die 5 Innings auch gleich ein komplettes Spiel bedeuteten, lag an der Offensive seiner Mannschaftskollegen, die vom ersten Inning an ohne Anlaufschwierigkeiten schnell in Schwung kam. Lead-off-Hitter José Da Costa legte gleich mit einem Double los. Es dauerte nicht lange bis er nach einem Wild Pitch und einem Sacrifice Fly von Javier Gomes den ersten Run erzielte. So richtig brachen die Dämme dann im dritten Inning, als gleich 8 Runs über die Home Plate kommen. Im fünften Inning kommen Javier Mirelys Gomes und Oscar Plata per Walk auf Base. Nach einem Strikeout hilft sich Fernandez Di Pietro selbst mit einem RBI-Double, bevor Ripken Reyes mit Runner auf den Bases 2 und 3 in die Batters Box tritt. Und der Slugger setzt den Schlusspunkt. Sein weiter Schlag über den Left Field Zaun beim Spielstand von 11:3 beendet das Spiel vorzeitig. Der Walk-off-3-Run-Homerun stellt den Endstand auf 14:3. Was für ein Start!

Vor dem zweiten Spiel dann große Spannung: Wie wird das Debüt von Koki Fukumoto verlaufen? Zu allem Überfluss musste der japanische Pitcher gesundheitlich angeschlagen in sein erstes Spiel außerhalb Japans gehen. Aber bald war klar. Die Anpassung an ein neues Land, eine neue Liga und neues Team funktioniert. Schnell sowieso, das war klar, aber auch variantenreich und kontrolliert finden seine Pitches konstant die Strike Zone und stellen die Gautinger Gäste vor Probleme. Der eine oder andere Kontakt gelingt dem jungen, gut ausgebildeten Team aus dem Würmtal, aber viel Zählbares springt nicht heraus – lediglich im zweiten Inning ein Run nach einem Walk und einem Double, einer von nur 3 Hits der Indians. Mit einer mittlerweile deutlichen 15:1-Führung im Rücken nimmt Coach Figarella den Japaner dann mit einem Aus und verdientem Applaus im fünften Inning vom Mound und bringt Moritz Ondracek. Der Regensburg-Rückkehrer lässt in seinem ersten Pitching-Einsatz in der zweiten Bundesliga nichts mehr anbrennen und bringt das Spiel nach Hause.

Wie auch im ersten Spiel mangelte es auch im zweiten nicht an Run-Support. Nahtlos knüpft die Caribes-Offense an das erste Spiel an, agiert geduldig und effektiv. Kontinuierlich kommen Runs nach Hause. Nach 13 Hits im ersten Spiel stehen am Ende 12 Hits im zweiten zu Buche. 

Mit zwei Siegen gelingt den München Caribes ein perfekter Start in die neue Zweitligasaison. Trotzdem wird sich das Team von Head Coach Edwyn Figarella nicht von den hohen Ergebnissen gegen das junge Aufsteigerteam blenden lassen und gut vorbereitet in den nächsten Doubleheader am Samstag, den 18. April, bei den Schwaig Red Lions gehen.

2. Bundesliga-Saison startet für die Caribes mit Home-Opener gegen Liganeuling 

Endlich wieder Baseball! Am Samstag, 11. April, heißt es wieder „Play Ball“ im Caribes Ballpark im Olympiapark. Zum Saisonauftakt der Zweiten Bundesliga treffen die Gastgeber um 12:00 Uhr auf Liganeuling Gauting Indians 2. 

Die Spannung ist groß auf Seiten der Münchner. Mit neuem Coach, 7 Abgängen, 4 Neuzugängen und 1 Rückkehrer geht es in die neue Saison. Für die neu zusammengestellte Mannschaft ist der erste Spieltag somit in erster Linie eine Standortbestimmung. Eigentlich hatte man sich das im Caribes Management nach der letzten Saison anders vorgestellt. Man hatte einen gut funktionierenden Mannschaftskern, den man gerne behalten hätte. Aber die Caribes-Spieler waren begehrt. Es hat sie in alle Himmelsrichtungen zerstreut. 

Guilherme Palhares, dem brasilianischen Sieggaranten aus der letzten Saison, wurde eine große Ehrung zu teil. Er durfte sein Land bei der U23-Südamerikameisterschaft in Peru vertreten und weilt noch in Brasilien. Eine Rückkehr ist aber im Laufe der Saison ebenso noch geplant, wie eventuell auch bei Brandon Cruz aus Florida. Shortstop Luis Andrade bekam ein Angebot aus der italienischen Serie A, wo er diese Saison für ASD Junior Alpha in Trieste spielen wird. Auch Stolen-Base-League-Leader Eric Farley zog es weiter. Der schnelle Centerfielder wollte unbedingt nach Hamburg und schloss sich dort in der zweiten Bundesliga den Marines an. Der ambitionierte Zweitligist Braunschweig 89ers lockte Nabil Avdiji Montezuma ebenfalls in den Norden. Silvio Quevedo wird diese Saison nur in seiner zweiten Heimat Finnland für die Tampere Tigers auflaufen. Catcher Neljuk Castellano spielte im Winter zunächst in einer illustren Mannschaft mit den Ex-Major-Leaguern Andrelton Simmons und Didi Gregorius in der Curacao League, bevor er in Tijuana Station machte, wo er noch bis Ende April in einer mexikanischen Liga aktiv ist. Anthuan und sein Vater Antonio De La Vega, hingen den Baseballhandschuh an den Nagel, zumindest vorerst, Antonio bleibt den Caribes aber als Damen-Softballcoach erhalten.

Es galt also, fast eine komplette Mannschaft zu ersetzen. Vom letztjährigen Kader blieben aber Gold Glover José Da Costa, Utility-Man Isaia Lauvai, David Dumenigo, Slugger Ripken Reyes und auch „Workhorse“ Andrés Fernández Di Pietro. 

Neu hinzugekommen sind Rückkehrer Moritz Ondracek, der nach anderthalb Jahren Sportinternat Regensburg und einer erfolgreichen Aufstiegssaison im Development-Team der Guggenberger Legionäre zu seinem Heimatverein in die Landeshauptstadt zurückkehrt. Manager Edwyn Figarella bringt Power-Hitter Oscar Plata aus Baldham mit nach München. Caribes-Vorstandsmitglied Eduardo Miguez hat wieder einmal seine Japankontakte genutzt und den linkshändigen Pitcher Koki Fukumoto aus Tokyo nach München gelotst. Und traditionell haben sich die Caribes auch wieder im Land des frisch gebackenen Weltmeisters Venezuela umgesehen und mit Javier Gomes sowie César Di Luca zwei junge Spieler geholt, die das Team als Catcher und Outfielder verstärken werden. Aufgrund des knappen Kaders wird es in der 2. Bundesliga einige Spielmöglichkeiten für Springer aus der Bayernligamannschaft geben, die das Roster auffüllen werden. 

In der zweithöchsten Spielklasse soll das gelingen, was man letzte Saison verpasst hat, die Teilnahme an den Playoffs. Dazu muss man mindestens Dritter werden, ein Ziel, das fast alle Teams haben. Entsprechend spannende Duelle werden zu erwarten sein.

Übersicht

Abgänge:

  • Luis Andrade – ASD Junior Alpina Trieste
  • Nabil Avdiji Montezuma – Braunschweig 89ers
  • Erik Farley – Hamburg Marines
  • Silvio Quevedo – Tampere Tigers
  • Neljuk Castellanos – Tijuana, Mexico
  • Anthuan De La Vega – inaktiv
  • Antonio De La Vega – retired

Neuzugänge:

  • Moritz Ondracek – Guggenberger Legionäre Regensburg
  • Oscar Plata – Baldham Boars
  • Koki Fukumoto – Kochi Fighting Dogs, Tokyo
  • Javier Gomes – Venezuela
  • César Di Luca – Venezuela

Auch das Bayernliga-Team eröffnet an diesem Wochenende die Saison, mit einem Doubleheader gegen die Haar Disciples 2 am Sonntag ab 12:00 Uhr. Nach Jahren in der Landesliga freuen sich Coach Georg Preissler und sein großer Kader auf die neue Spielklasse.

Caribes gehen in Füssen baden

Erst 1:6 und 5:11 auf dem King´s Field dann im Forggensee

Die äußeren Bedingungen hätten zum Saisonabschluss nicht besser können: Strahlender Sonnenschein, malerische Kulisse, eines der schönsten Spielfelder in Deutschland (mindestens), tolle Baseball-Atmosphäre. Nur eines hat gefehlt an diesem fast perfekten Tag: Der sportliche Erfolg. Der Win, den man aus Füssen mitnehmen wollte, um Tabellenplatz 5 zu sichern, wollte nicht gelingen.

Das lag im ersten Spiel im Wesentlichen an einem alten Bekannten, oder wie es der seit dem Gründungsjahr der Royal Bavarians 1987 (!) aktive James Starek selbst formulierte: „Manchmal holen sie halt den alten Esel nochmal aus dem Stall.“ Und warum auch nicht? In 16 Innings pitched hat die königlich-bayerische Baseball-Legende noch keinen earned Run zugelassen. Und nachdem Kanada-Import Aidan Murphy an diesem Spieltag fehlte, war klar, dass Coach Mitch Wirthmüller den Gang in den Stall antritt. Und die Gäste aus der Landeshauptstadt tun sich schwer gegen Starek und die großzügig ausgelegte Strike-Zone. Trotzdem gelingt zwar in jedem Inning ein Hit, aber der entscheidende, der mal einen Run über die Home Plate bringen würde, nicht. Erst im letzten Spielabschnitt, als mal drei Hits in einem Inning erzielt werden, muss der Füssener Starting Pitcher dann in seinem 23. Inning, das er in dieser Spielzeit wirft, doch seinen ersten earned run der Saison hinnehmen. Aber mehr springt nicht mehr heraus und so entscheidet Starek das Pitching-Matchup gegen die deutsch-italienisch-venezolanische Pitcher-Kombination der Caribes, Avdiji Montezuma und Fernandez Di Pietro, die auch eine gute Leistung zeigen, mit 10 Strikeouts bei keinem Walk für sich. Die beiden Caribes-Werfer schicken zwar 8 Batter mit Strike-Out zurück ins Dugout und lassen nur 4 Hits zu, allerdings kommen auch 5 Walks, 4 Hit-by-Pitches und 4 Balks mit dazu, sodass die Füssener am Ende aus 4 Hits 6 Runs produzieren, während die ungünstige Verteilung der 7 Hits auf Seiten der Münchner nur zu einem Run führt.

Im zweiten Spiel betreten Daniel Mendelssohn für die Gastgeber und Brandon Cruz für die Gäste den Wurfhügel. Der Brasilianer Guilherme Palhares steht wegen Armproblemen nicht als Pitcher zur Verfügung. Diesmal legen die Caribes fulminant los und scoren gleich in der ersten Offense 4 Runs gegen Mendelssohn. Eric Farley und Luis Andrade, durch einen Hit-by-Pitch und Hit auf Base, schlägt Brandon Cruz mit einem 2-RBI-Double nach Hause. Er selbst kommt durch einen Error der Füssener Verteidigung nach Hause und Catcher Fernandez Di Pietro nach einem RBI-Single von David Dumenigo. Aber auch die Royal Bavarians schlagen gleich mit 2 Runs zurück. Die jetzt engere Strikezone zwingt die Pitcher dazu, ihre Würfe öfter in die Mitte der Strikezone zu platzieren. Mendelssohn kommt damit weitaus besser zurecht und bringt die Caribes-Offense nach dem zweiten Inning, in dem durch Debütant Florian Kurtz noch ein weiterer Run gelingt, zum Erliegen, wird dabei aber auch von einer makellosen Defense unterstützt, die sich keine Fehler erlaubt. Aber auch die Münchner Verteidigung steht und erlaubt sich keine Errors, trotzdem erzielen die Allgäuer kontinuierlich Run für Run und gehen im dritten Inning mit 8:5 in Führung. Routinier Antonio De La Vega löst nun den entkräfteten Amerikaner Cruz als Pitcher ab. Aber das gleiche Bild: Füssen punktet, München bringt zwar immer wieder Runner auf Base, aber nicht über die Home Plate. Und so geht auch die zweite Partie an die Gastgeber, die an diesem Tag einfach besser sind. 

Nachdem die Caribes auf dem King´s Field sportlich baden gingen, kommt danach noch die tatsächliche Abfrischung im nebenan liegenden Forggensee.

Die Münchner Baseballer schließen die Saison damit mit einem 12:16-Record ab. Am Tag darauf wird daraus der 6. Tabellenplatz, da die Schwaig Red Lions sich bei den Garching Atomics einen Sieg holen und wegen dem besseren direkten Vergleich mit der gleichen Bilanz auf Platz 5 vorrücken. Die nächsten Wochen bleibt nun nur die Rolle als Liga-Beobachter, wobei die noch auszutragenden Spiele kaum mehr Einfluss auf die Tabelle haben werden. Die drei Playoff-Plätze sind an die Bayerische Baseball Academy, Regensburg 2 und Füssen vergeben, der letzte Platz an die Freising Grizzlies.

Pflichtsiege einmal mit Mühe, einmal deutlich

Caribes 4:3 in Extra-Innings und 14:4 nach Ten-Run-Rule gegen Schlusslicht Freising

Dass man am Samstag überhaupt spielen konnte, war schon mal nicht unbedingt zu erwarten, aber die Heimspielstätte im Olympiapark ist bekannt dafür, dass sie einiges an Wassermengen aufnehmen kann. Und das war auch notwendig.

Auch der Umpire hatte sich für die äußeren Bedingungen eine passende Strategie zurechtgelegt und legte die Strikezone eher großzügig aus, was zunächst auch den gewünschten Effekt brachte und das Spiel beschleunigte. Viele Strikes und Strikeouts führen jeweils zu einem schnellen Inningende. Erst im vierten Inning glückt den Caribes der erste Run, nachdem Andrés Fernandez Di Pietro mit 2 Outs durch einen Shortstop-Error und ein Stolen Base auf die zweite Base gelangt und gleich danach durch einen Triple von Isaia Lauvai nach Hause kommt. Im fünften Inning wird es dann grenzwertig. Der Lehm-Mound kann dem zwar nicht starken, aber andauernden Regen nicht mehr so recht standhalten und weicht immer mehr auf. Alle Beteiligten waren sich einig, dass man wohl nach dem fünften Inning abbrechen muss. Aber ausgerechnet jetzt erzielen die Grizzlies den Ausgleich zum 1:1. Kurze Pause, um den Mound und den Home Plate Circle mit trockenem Sand nochmal etwas zu stabilisieren, und weiter geht´s. Bei den Gastgebern aber ohne den gut aufgelegten Starting Pitcher Nabil Avdiji Montezuma (9 Strikeouts, 1 Walk). Nachdem er von einem geschlagenen Ball am Knöchel getroffen wird, konnte er das fünfte Inning aber nicht mehr auf dem Wurfhügel beenden. Dort löst ihn der Sieggarant der letzten Wochen ab, Andrés Fernandez Di Pietro. Bei den Grizzlies hält Julius Geßele die Münchner Offense in Schach und so plagen sich beide Teams Inning für Inning, ohne dass ein Run gelingen will. Zu allem Überfluss kommt es auch noch zu einem Extra-Inning. Und das beginnt für die Gäste äußerst vielversprechend. Die zwei automatischen Runner, die nach der Tie-Break-Rule zu Beginn des Innings auf den Bases 1 und 2 platziert werden, kommen nach einem Strikeout und 3 Walks in Folge nach Hause und bringen Freising mit 3:1 in Führung. Keine leichte Aufgabe, die nun auf die Hausherren wartet. Sollte sich die Hinspiel-Schmach, die man unbedingt vermeiden wollte, doch wiederholen? Nein. Die Gastgeber halten dagegen. Mit einem Aus und den zwei automatischen Runner auf Base bringt Neljuk Castellano mit einem RBI-Single den zweiten Caribes-Run herein. Auf ihn folgt Andrés Fernandez Di Pietro. Und dem venezolanischen Italiener gelingt der entscheidende Hit. Sein Single bringt Andrade und Castellano zum 4:3 Sieg über die Home Plate. Am Ende sind alle, inklusive den unterlegenen Grizzlies, froh, dass man das Spiel zu Ende bringen konnte.

Fast unbemerkt: Inzwischen hat es aufgehört zu regnen, sodass man auch das zweite Spiel in Angriff nehmen kann.

Das beginnt auf Münchner Seite Guilherme Palhares. Er hat seine Mühen auf dem immer noch weichen Mound und erreicht so nicht ganz seine übliche Dominanz. Trotzdem kann er die Freisinger Offense ausreichend in Schach halten, während die Caribes-Offense kontinuierlich Runs erzielt. Anfang des sechsten Innings verkürzen die Freisinger Gäste zunächst auf 4:9, sodass es überhaupt nicht nach einem vorzeitigen Spielende aussieht. Dann aber kommt fast jeder Caribe durch Walk oder Hit auf Base, sodass es bereits 12:4 steht, als Silvio Quevedo, der Spieler mit der weitesten Anreise, mit einem Aus die Batters Box betritt. Der Cubaner aus dem finnischen Tampere beendet mit seinem 2-RBI-Single das Spiel dann doch vorzeitig nach 6 Innings und beschert seinem Team beide Siege gegen den Tabellenletzten. Das bleibt aber noch nicht sein letzter Auftritt an diesem Tag. Der folgt dann beim anschließenden, trotz der widrigen Umstände stattfindenden Caribes-Sommerfest, als er am Abend noch sein Gesangstalent unter Beweis stellt.

Die Münchner überholen damit die an diesem Wochenende spielfreien Schwaig Red Lions und stehen nun mit 12:14 Siegen auf Platz 5. Am letzten Spieltag am 9. August geht es ins Allgäu, wo man auf dem malerisch gelegenen King´s Field auf die Füssen Royal Bavarians trifft, für die es darum gehen wird, einer der beiden besten Drittplatzierten der 3 Süd-Divisionen in der 2. Bundesliga zu bleiben und somit in die Aufstiegs-Playoffs einzuziehen. Die Caribes wiederum wollen wenigstens den gerade erklommenen Tabellenplatz behalten, wofür voraussichtlich zumindest ein weiterer Sieg notwendig wäre.

Castellano-HR nicht genug gegen Academy

Beim 4:7 gegen die BBA fehlt nicht viel zum Sieg, dann folgt eine herbe 1:12 Niederlage

Diesmal war er da, der Big Hit im richtigen Moment! Als man im sechsten Inning das erste Mal zwei Runner gegen die Bayerische Baseball Academy auf Base bringt, schlägt zunächst José Da Costa Raimund Lange nach Hause, dann kommt mit mittlerweile 2 Outs Catcher Castellano an die Platte. Und der Venezolaner holt zum großen Schwung gegen den für Jona Widmann gekommenen Reliefer Domenic Rauwolf aus. Sein 3-Run-Homerun über den Centerfield-Zaun bringt die Caribes auf 4:7 heran. Jetzt rächen sich die Plays, die man in den Innings davor in der Defense nicht gemacht hat. Auf dem Scoresheet ist zwar nur ein 2-Run-Error durch eine Misskommunikation bei einem Flyball im zweiten Inning herauszulesen, aber der eine oder andere Hit und Run wäre durchaus vermeidbar gewesen. Starting Pitcher Andrés Fernandez Di Pietro gibt seiner Mannschaft wieder eine echte Siegchance. Auch gegen den Tabellenführer aus Regensburg geht er die volle Distanz und lässt nicht viel zu. Ein gefangener Flyball und ein gelungenes Double-Play mehr und am Ende hätte auch ein 4:1-Sieg stehen können. So aber reiht sich eine weitere Niederlage der Kategorie „Hätte, wenn und Aber“ in die Loss-Spalte der Münchner ein.

Beim zweiten Spiel muss man erst gar nicht mit dem Lamentieren beginnen. 4 Errors der Defense machen zwar Starter Brandon Cruz das Pitcher-Leben nicht einfacher, aber diesmal kommt auch in der Offense zu wenig. Lediglich Castellano, Lange und Da Costa gelingen Basehits gegen den Academy-Starter Felix Bock. Aber erst als auch mal auf Seiten der Gäste Errors dazu kommen, können die Gastgeber scoren. Mehr als dieser eine Run springt aber nicht heraus, sodass es in diesem Spiel am Ende auch keinen Unterschied macht, dass die Defense zu fehlerhaft agierte. Die Niederlage wäre ohne die Fehler nur etwa halb so hoch ausgefallen und hätte etwas freundlicher ausgesehen.

Nach den Siegen der Tabellennachbarn Baldham und Schwaig, finden sich die Caribes nach diesem Spieltag erstmal am Ende des Mittelfelds auf Platz 6 wieder. Das will man am Samstag wieder ändern, wenn Schlusslicht Freising zum letzten Home-Doubleheader der Zweitligasaison in den Olympiapark kommt und gleichzeitig auch das diesjährige Caribes-Sommerfest gefeiert wird.

München schlägt Regensburg 2 bei Homerun-Festival

In einem Double-Header mit 7 HRs und insgesamt 48 Hits lassen die Caribes einer 4:16-Niederlage einen 11:6-Erfolg folgen

Es war ein Spektakel, das man an diesem herrlichen, sommerlichen Baseball-Tag im Münchner Olympiapark geboten bekam. Nicht nur, weil gleich drei Caribes-Teams, neben den Herren 1 auch noch die Jugend und die Damen, ihre Double-Header allesamt zuhause austrugen und damit für ein volles Haus und tolle Baseballstimmung sorgten. Auch im Zweitbundesliga-Spiel zwischen den München Caribes und den zweitplatzierten Guggenberger Legionären aus Regensburg war einiges geboten.

Das erste Spiel hätte aus Sicht der Gastgeber auch ruhig etwas langweiliger ablaufen dürfen. Starting Pitcher Andrés Fernandez Di Pietro hat die gegnerische Offense in der ersten Spielhälfte gut im Griff und geht mit einem 4:3 ins vierte Inning. Eigentlich hätte es ein 4:0 sein müssen, aber zwei leichte Fehler bescheren den Gästen 3 Runs. Im vierten kommt noch ein weiterer Run hinzu, was aber noch nicht so beunruhigend war. Allerdings müssen die Caribes schon seit dem ersten Inning ohne ihren Cleanup-Hitter Ripken Reyes auskommen, der sich gleich bei seinem ersten At Bat eine Oberschenkel-Verletzung zuzieht und fortan von Eigengewächs Julian Beuchel auf der ersten Base ersetzt werden muss. Im 5. Inning geht es dann auf Regensburger Seite los mit den Homeruns. Christian Marin haut einen flachen Line-Drive über den Left Field Zaun. Die Hausherren schaffen es zwar, ohne weitere Runs aus dem Inning zu kommen, leider glückt aber zum dritten Mal in Folge auch kein Run in der eigenen Offensive. Die Guggenberger Legionäre gehen erstmals in Führung. Im sechsten Inning dann das gleiche Bild: 2 Runs, davon 1 Homerun für die Gäste, die es besser verstehen, die kleine Strikezone auszunutzen. Zeit für einen Pitcherwechsel. Für Fernandez Di Pietro übernimmt Nabil Avdiji Montezuma, der gleich mit einem Strikeout das sechste Inning beendet. Wieder kommt aber kein Caribe über die Homeplate. Somit geht es mit dem 8:4 für die Gäste ins siebte und letzte Inning. Avdiji Montezumas Pitches finden allerdings zu selten die Strikezone, sodass nach einem Strikeout, 6 Walks und 2 Basehits der nächste Münchner Pitcherwechsel ansteht. Nun ist Routinier Raimund Lange an der Reihe. Auch er kämpft mit der Zone und gibt erstmal 2 weitere Walks ab. Nach einem Basehit kommt die Erlösung in Form eines Double Plays. Aber nicht bevor die Zweitvertretung des Regensburger Bundesligisten mit 8 weiteren Runs uneinholbar davonzieht. In der letzten Offensivbemühung springt nichts Zählbares mehr für die Heimmannschaft heraus, sodass am Ende ein 4:16 zu Buche steht, obwohl die Gastgeber mit 14 Hits gegenüber den 15 der Oberpfälzer durchaus mithalten konnten.

Das zweite Spiel beginnt mit zwei guten Nachrichten: Ripken Reyes ist, wenn auch lädiert, wieder einsatzfähig und Sieggarant Guilherme Palhares steht wieder zur Verfügung, nachdem er eine Woche zuvor in Baldham noch pausieren musste. Der Brasilianer hat die gegnerische Offense wie gewohnt im Griff. Nachdem beide Mannschaften in den ersten beiden Innings je einen Run erzielen, gehen die Gäste im dritten Inning erstmals leer aus. Erster Batter der Caribes im dritten Inning ist Brandon Cruz. Und der große Amerikaner holt zum großen Schwung aus. Der Ball fliegt über den Centerfield-Zaun. Solo-Homerun zur 3:2 Führung. Im vierten Inning gelingt den Legionären erst der Ausgleich, postwendend kommen aber die ersten drei Batter der Caribes auf Base. Eric Farley überquert nach einem RBI-Double des nach ihm schlagenden Luis Andrade schnell wieder die Home Plate, Andrade punktet durch einen Balk-Call des Umpires. So steht noch José Da Costa auf der zweiten Base, als Ripken Reyes zum Schlagen kommt. Und der visiert ebenfalls den Centerfield-Zaun und bringt Da Costa und sich selbst mit einem 2-Run-Homerun nach Hause, sein dritter Saison-Homerun. Dass in diesem Inning nicht noch 3 weitere Runs hinzukommen, verhindert der Regensburger Centerfielder als er den hart geschlagenen Ball von Liga-Hitleader Eric Farley mit einem Running Catch aus der Luft fischt. Luis Andrade kommt im nächsten Inning mit einem Lead-Off-Walk auf Base und steht da auch noch, als Brandon Cruz erneut die Batters Box betritt. Ein Mann wie ein Baum, der diesmal den Ball hoch und weit auf die obersten Baumkronen hinter dem Centerfield hämmert – der weiteste Homerun des Tages. 9:3 nach 5 Innings. Das sollte genügend Vorsprung für Pitcher Palhares sein. Aber an diesem spektakulären Homerun-Tag war das noch nicht alles. In den Innings 6 und 7 schlagen die Hitter von der Donau nochmal zurück. Justus Moritz und Martin Weber tragen sich auf Regensburger Seite ebenfalls in die Homerun-Spalte ein, können aber nicht mehr als Ergebniskosmetik betreiben. Die Gastgeber bringen nach 2 „Insurance-Runs“ Ende des sechsten Innings den 11:6-Sieg sicher nach Hause.

Nach zuletzt drei Splits in Folge bei Yuki Okumuras Japan-Abschied gegen Garching und letzte Woche in Baldham haben sich die München Caribes damit im Mittelfeld der 2. Bundesliga Südost festgesetzt, während sich die Füssen Royal Bavarians auf Platz 3 abgesetzt haben. Am nächsten Wochenende kommt jetzt mit der Bayerischen Baseball Academy der Spitzenreiter aus Regensburg in den Olympiapark. Ein derartiges Homerun-Festival ist dann eher nicht zu erwarten, aber qualitativ hochwertiger Baseball. Beim 0:1 in Regensburg hat nicht viel gefehlt zur zweiten Saisonniederlage der Kaderschmiede.