Kategorie: Allgemein

Neuer Vorstand & Ehrenmitgliedschaften – Rückblick auf die MGV 2025

Mitgliederversammlung 2025: Neuer Vorstand und zwei besondere Ehrungen

Die diesjährige Mitgliederversammlung der München Caribes brachte sowohl organisatorische Veränderungen als auch emotionale Momente mit sich. Neben der Wahl eines neuen Vorstands würdigte der Verein zwei Menschen, die den Caribes in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt haben.

Neuer Vorstand gewählt

Im Rahmen der MGV wurden folgende Positionen neu besetzt:

1. Vorsitzender: Stefan Ondracek
2. Vorsitzender: Eduardo Míguez (wiedergewählt)
Finanzvorstand: Steve Walker

Der neue Vorstand bedankt sich für das Vertrauen der Mitglieder und geht mit großer Motivation in das Vereinsjahr 2025. Ziel bleibt es, die sportliche Entwicklung aller Teams voranzubringen, die Vereinsstruktur weiter zu verbessern und die Caribes als starke Baseball-Community in München sichtbar zu machen.

Ehrenmitgliedschaften für Nixie Zarate-Trassl und Karlina Arauner

Ein besonderer Höhepunkt des Abends waren die einstimmigen Ehrenmitgliedschaften für Nixie Zarate-Trassl und Karlina Arauner.

Beide haben den Verein über viele Jahre hinweg entscheidend mitgestaltet:

Nixie Zarate-Trassl: Eine Präsidentin mit Herz und Vision

Nixie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Caribes heute das sind, was wir sind: eine Gemeinschaft, die verbindet und geprägt von Verantwortung, Engagement und Menschlichkeit ist. Ihre Arbeit über viele Jahre – für Sport, Integration, Jugendförderung und Vereinsleben – macht sie zu einer wahren Säule unseres Vereins.

  • Bereits 1992 schloss sich Nixie einer Gruppe venezolanischer Spieler an, die im Englischen Garten Baseball spielte – der Ursprung dessen, was später die Caribes werden sollte.
  • 1993 organisierte sie das erste Sommer- und das erste Weihnachtsfest des noch nicht offiziell gegründeten Vereins.
  • 2025 fand das letzte von ihr organisierte Fest statt – insgesamt hat sie damit 32 Sommer- und 32 Weihnachtsfeste für den Verein auf die Beine gestellt.
  • 1994 wurde der Verein offiziell gegründet – Nixie war von Beginn an dabei und prägte den Aufbau entscheidend mit.
  • Von 1996 bis 1998 war sie die zweite Vorsitzende.
  • Von 1999 bis 2025 führte sie die Caribes als erste Vorsitzende – über ein Vierteljahrhundert lang.
  • Parallel dazu war sie auch sportlich aktiv.
  • Von 2000 bis 2010 spielte sie in der ersten Softballmannschaft der Caribes und war über viele Jahre hinweg ein zentraler Teil des Teams.

Nixie ist ein Gesicht des Vereins – und ein Mensch, der mit Leidenschaft dafür sorgt, dass sich alle bei den Caribes zuhause fühlen.

Karlina Arauner: Stabilität, Struktur und eine treibende Kraft im Hintergrund

Über 23 Jahre lang hat Karlina mit ruhiger Hand, großem Verantwortungsbewusstsein und verlässlicher Genauigkeit dafür gesorgt, dass der Verein finanziell stabil bleibt und wächst.

  • Seit 1996 ist sie als Elternmitglied der Caribes – und wurde schnell zur tragenden Säule des Vereins.
  • Von 2000 bis 2025 war sie Finanzvorständin und prägte in dieser Zeit die Strukturen und die finanzielle Entwicklung des Clubs maßgeblich.
  • Gleichzeitig ist Karlina auch sportlich tief mit dem Verein verbunden: Seit 2000 spielt sie bis heute aktiv Softball bei den Caribes – ein beeindruckendes Beispiel für langfristiges Engagement auf und neben dem Feld.

Karlina ist eine prägende Kraft hinter den Kulissen – jemand, der selten im Rampenlicht steht, aber ohne den vieles nicht möglich gewesen wäre.

Ein perfektes Team: Nixie und Karlina

Gemeinsam mit Nixie war Karlina viele Jahre lang ein unschlagbares Duo.
Durch ihre Zusammenarbeit – Nixies offene, verbindende Art und Karinas ruhige, klare Führung im Hintergrund – haben die beiden den Verein durch Herausforderungen, Veränderungen und Erfolge begleitet.

Mit dieser Ehrenmitgliedschaft werden nicht nur die Jahre ihres Engagements gewürdigt, sondern auch die menschliche Tiefe und Verbundenheit, die sie in den Verein getragen haben.

Ausblick

Mit neuer Führung und gestärkter Gemeinschaft blicken die Caribes optimistisch auf die kommenden Herausforderungen: die Vorbereitung auf die Saison 2026, strukturelle Entwicklungen und die ambitionierten Ziele rund um die Baseball-EM 2027 in München.

Neuer Head Coach der 1. Mannschaft – Willkommen zurück, Edwyn Figarella!

Ein vertrautes Gesicht übernimmt Verantwortung.

Die 1. Herrenmannschaft der Caribes startet mit viel Motivation und klaren Zielen in die kommende Saison – und wir freuen uns sehr, dass Edwyn Figarella als neuer Head Coach an Bord ist.
Für viele in unserer Community ist Edwyn ein alter Bekannter: Fast zwei Jahrzehnte lang war er als Spieler, Coach und Teamleader ein prägendes Teil unserer Caribes-Familie.

Jetzt kehrt er zurück, um gemeinsam mit unserem 1. Herrenteam, neue Kapitel zu schreiben.

Was Edwyn auszeichnet, ist nicht nur seine sportliche Erfahrung, sondern auch sein tiefes Verständnis für unser Vereinsleben. Er kennt die Caribes-Kultur – unsere Vielfalt, unsere Offenheit und den starken Zusammenhalt, der uns seit Jahrzehnten trägt. Edwyn ist ein erfahrener Baseball-Fachmann. Er kann Teams formen, Strukturen schaffen und Spieler so einsetzen, dass sie ihr volles Potenzial entfalten können.

Edwyn war in den vergangenen zwei Jahren Head Coach der Baldham Boars. Mit ihnen erreichte er 2024 die Playoffs und verpasste nur knapp den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Diese Erfolge zeigen, dass er sowohl sportlich als auch menschlich ein Coach ist, der Teams voranbringt, Mut macht und klare Linien setzt.

Stimme aus dem Vorstand

„Edwyn steht für Kompetenz, Erfahrung und echte Caribes-DNA. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich ihn 2002 begrüßt habe, als er ganz jung aus Venezuela zu uns kam. Er wurde nicht nur sofort ein Teil der Caribes-Familie, sondern entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Leistungsträger unserer Mannschaft. Wir haben viele Jahre gemeinsam in der 1. Herren gespielt — und in dieser Zeit habe ich Edwyn sowohl sportlich als auch menschlich schätzen gelernt.

Ich bin überzeugt, dass er genau der Coach ist, den wir jetzt brauchen, um unser Team weiterzuentwickeln und uns Schritt für Schritt auf den Aufstieg in die Deutsche Baseball Liga (DBL) vorzubereiten. Wir freuen uns sehr, ihn wieder im Dugout zu sehen.“
Eduardo Míguez, 2. Vorsitzender der München Caribes

Blick nach vorne

Wir sind überzeugt, dass wir mit Edwyn die richtige Person an der Spitze unserer 1. Herrenmannschaft haben, um sportlich und menschlich ein starkes Jahr zu gestalten. Die Vorfreude auf die Saison ist groß – und Edwyn bringt die Leidenschaft, Erfahrung und Klarheit mit, die unser Team braucht.

Willkommen zurück im Caribes-Dugout, Edwyn!

Baseball-EM 2027: Wie aus einer Idee ein historisches Projekt für München Caribes wurde

Große Geschichten beginnen manchmal ganz unscheinbar.
Für die München Caribes startete alles am 02. Dezember 2023 in Regensburg.

Während eines Moduls der anspruchsvollen Trainer-B-Ausbildung kamen Stefan Ondracek und Eduardo Míguez nach dem Abendessen mit Armin Zimmermann ins Gespräch – Vizepräsident Finanzen des Deutschen Baseball- und Softballverbands (DBV) sowie Vorstandsvorsitzender der Legionäre AG und Vorstand des Legionäre e.V.

In diesem Austausch entstand erstmals die Idee, dass München als zweiter Standort der Baseball-EM 2027 in Frage kommen könnte — ein Gedanke, der die folgenden Jahre prägen sollte.

Dieser Moment war der Beginn einer Entwicklung, die heute weit über einen Traum hinausgeht:
Die wichtigsten Weichen sind gestellt, die Unterstützung von Stadt, DBV und Banken steht – jetzt fehlt nur noch unser Eigenanteil, um das Projekt zu vollenden.


Auch die Medien berichten bereits – SZ & U-Bahn

Die Dynamik und Bedeutung des Projekts zeigt sich inzwischen deutlich in der Öffentlichkeit:
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über unsere Pläne (hier lesen)
und die Meldung wird sogar in den Münchner U-Bahnen auf den Infoscreens ausgespielt.

Ein starkes Zeichen dafür, wie sehr Baseball in München angekommen ist.


Regensburg ist Hauptstandort – München wird geplanter Co-Host

Die Regensburg Legionäre, einer der größten und erfolgreichsten Baseball-Clubs Deutschlands, hatten die Zusage als EM-Hauptstandort bereits erhalten.
Dass München nun als geplanter Co-Host hinzukommt, ist ein wichtiger Schritt für Baseball in Süddeutschland und ein starkes Zeichen gelebter Zusammenarbeit.

Wir freuen uns darauf:

🤝 eng mit Regensburg zusammenzuarbeiten

📘 von ihrer umfangreichen Erfahrung zu profitieren

🏟️ gemeinsam ein internationales Baseball-Großevent vorzubereiten

Diese enge Abstimmung stärkt Baseball in Deutschland nachhaltig und zeigt die Bedeutung unserer Region für den Sport.


Unterstützung von Stadt und Verband

Durch die intensive Arbeit des ehemaligen Vorstandes (Nixie Zarate-Trassl, Eduardo Miguez und Karlina Arauner), das Engagement von Stefan Ondracek und den konstanten Support von Armin Zimmermann haben wir erreicht:

✔ Die Stadt München unterstützt das Projekt klar

✔ Der DBV steht hinter München als Co-Host

✔ Banken signalisieren ihre Unterstützung

✔ Die Caribes werden Regionalstützpunkt des BBSV und ergänzen das Landesleistungszentrum in Regensburg

✔ Unser Ballpark ist als zweiter EM-Spielort vorgesehen


Warum München? Ein Standort mit einzigartigen Vorteilen

Unser Ballpark überzeugt durch:

U-Bahn direkt vor der Tür (Oberwiesenfeld)

Hotels in Laufnähe

Sehr gute Verkehrsanbindung über A9 und A99

Zentrale Lage in einer internationalen Sportstadt

Die Stadt München hat klar signalisiert:

„Wir unterstützen dieses Projekt – Sport hat für uns hohe Priorität.“


Spenden & Crowdfunding: Gemeinsam machen wir es möglich

Um den Ballpark EM-tauglich zu machen, starten wir bald ein Crowdfunding und bieten auch die Möglichkeit zur klassischen Spende.

💛 Jeder Beitrag zählt.
💛 Gemeinsam bringen wir die EM 2027 nach München.


Eine Idee. Ein Team. Zwei Städte. Ein gemeinsames Ziel.

Caribes & Legionäre – gemeinsam für die Baseball-EM 2027.
Gemeinsam schreiben wir Baseball-Geschichte.

Pflichtsiege einmal mit Mühe, einmal deutlich

Caribes 4:3 in Extra-Innings und 14:4 nach Ten-Run-Rule gegen Schlusslicht Freising

Dass man am Samstag überhaupt spielen konnte, war schon mal nicht unbedingt zu erwarten, aber die Heimspielstätte im Olympiapark ist bekannt dafür, dass sie einiges an Wassermengen aufnehmen kann. Und das war auch notwendig.

Auch der Umpire hatte sich für die äußeren Bedingungen eine passende Strategie zurechtgelegt und legte die Strikezone eher großzügig aus, was zunächst auch den gewünschten Effekt brachte und das Spiel beschleunigte. Viele Strikes und Strikeouts führen jeweils zu einem schnellen Inningende. Erst im vierten Inning glückt den Caribes der erste Run, nachdem Andrés Fernandez Di Pietro mit 2 Outs durch einen Shortstop-Error und ein Stolen Base auf die zweite Base gelangt und gleich danach durch einen Triple von Isaia Lauvai nach Hause kommt. Im fünften Inning wird es dann grenzwertig. Der Lehm-Mound kann dem zwar nicht starken, aber andauernden Regen nicht mehr so recht standhalten und weicht immer mehr auf. Alle Beteiligten waren sich einig, dass man wohl nach dem fünften Inning abbrechen muss. Aber ausgerechnet jetzt erzielen die Grizzlies den Ausgleich zum 1:1. Kurze Pause, um den Mound und den Home Plate Circle mit trockenem Sand nochmal etwas zu stabilisieren, und weiter geht´s. Bei den Gastgebern aber ohne den gut aufgelegten Starting Pitcher Nabil Avdiji Montezuma (9 Strikeouts, 1 Walk). Nachdem er von einem geschlagenen Ball am Knöchel getroffen wird, konnte er das fünfte Inning aber nicht mehr auf dem Wurfhügel beenden. Dort löst ihn der Sieggarant der letzten Wochen ab, Andrés Fernandez Di Pietro. Bei den Grizzlies hält Julius Geßele die Münchner Offense in Schach und so plagen sich beide Teams Inning für Inning, ohne dass ein Run gelingen will. Zu allem Überfluss kommt es auch noch zu einem Extra-Inning. Und das beginnt für die Gäste äußerst vielversprechend. Die zwei automatischen Runner, die nach der Tie-Break-Rule zu Beginn des Innings auf den Bases 1 und 2 platziert werden, kommen nach einem Strikeout und 3 Walks in Folge nach Hause und bringen Freising mit 3:1 in Führung. Keine leichte Aufgabe, die nun auf die Hausherren wartet. Sollte sich die Hinspiel-Schmach, die man unbedingt vermeiden wollte, doch wiederholen? Nein. Die Gastgeber halten dagegen. Mit einem Aus und den zwei automatischen Runner auf Base bringt Neljuk Castellano mit einem RBI-Single den zweiten Caribes-Run herein. Auf ihn folgt Andrés Fernandez Di Pietro. Und dem venezolanischen Italiener gelingt der entscheidende Hit. Sein Single bringt Andrade und Castellano zum 4:3 Sieg über die Home Plate. Am Ende sind alle, inklusive den unterlegenen Grizzlies, froh, dass man das Spiel zu Ende bringen konnte.

Fast unbemerkt: Inzwischen hat es aufgehört zu regnen, sodass man auch das zweite Spiel in Angriff nehmen kann.

Das beginnt auf Münchner Seite Guilherme Palhares. Er hat seine Mühen auf dem immer noch weichen Mound und erreicht so nicht ganz seine übliche Dominanz. Trotzdem kann er die Freisinger Offense ausreichend in Schach halten, während die Caribes-Offense kontinuierlich Runs erzielt. Anfang des sechsten Innings verkürzen die Freisinger Gäste zunächst auf 4:9, sodass es überhaupt nicht nach einem vorzeitigen Spielende aussieht. Dann aber kommt fast jeder Caribe durch Walk oder Hit auf Base, sodass es bereits 12:4 steht, als Silvio Quevedo, der Spieler mit der weitesten Anreise, mit einem Aus die Batters Box betritt. Der Cubaner aus dem finnischen Tampere beendet mit seinem 2-RBI-Single das Spiel dann doch vorzeitig nach 6 Innings und beschert seinem Team beide Siege gegen den Tabellenletzten. Das bleibt aber noch nicht sein letzter Auftritt an diesem Tag. Der folgt dann beim anschließenden, trotz der widrigen Umstände stattfindenden Caribes-Sommerfest, als er am Abend noch sein Gesangstalent unter Beweis stellt.

Die Münchner überholen damit die an diesem Wochenende spielfreien Schwaig Red Lions und stehen nun mit 12:14 Siegen auf Platz 5. Am letzten Spieltag am 9. August geht es ins Allgäu, wo man auf dem malerisch gelegenen King´s Field auf die Füssen Royal Bavarians trifft, für die es darum gehen wird, einer der beiden besten Drittplatzierten der 3 Süd-Divisionen in der 2. Bundesliga zu bleiben und somit in die Aufstiegs-Playoffs einzuziehen. Die Caribes wiederum wollen wenigstens den gerade erklommenen Tabellenplatz behalten, wofür voraussichtlich zumindest ein weiterer Sieg notwendig wäre.

Trügerische Halbzeitbilanz

Zuletzt zwei Splits der Caribes gegen die Boars und die Grizzlies

Nach einem bitteren Split in Freising (13:14 und 12:5) stehen die Caribes nach der Hälfte der Spiele in der 2. Bundesliga Südost zwar trotzdem auf Platz 3 der Tabelle und damit einem möglichen Playoff-Platz, aber etliche Vereine haben noch weniger Begegnungen gespielt. So verbreitet die ausgeglichene Bilanz von 7 gewonnen und 7 verlorenen Spielen beim Blick auf das Programm der zweiten Saisonhälfte, wo noch zweimal die Bayerische Baseball Academy Gegner sein wird, nicht gerade Zuversicht. Das erste Mal geht es gleich am nächsten Wochenende zum Tabellenführer nach Regensburg. Dann gilt es zu versuchen, sich einen der liegen gelassenen Siege, wie im Spiel 1 gegen den Tabellenletzten, wieder zu holen. Es gibt sicher leichtere Aufgaben.

Ein guter Start wäre da schon mal wichtig. Den hatte man in Freising, als man nach zwei Innings mit insgesamt 9 Hits, darunter zwei Triples von Luis Andrade und Anthuan DeLaVega, bereits 10:1 in Führung ging. Alles schien standesgemäß gegen das Tabellenschlusslicht zu laufen. Auch als Starting Pitcher Raimund Lange im 3. Inning einige Hits und Walks abgab und schließlich durch Nabil Avdiji Montezuma nach 2 2/3 Innings abgelöst wurde, gab es noch keinen Grund, unruhig zu werden. Noch weniger als man Anfang des fünften Innings nochmal 2 Runs nachlegen konnte und mit einem komfortablen 12:5 Vorsprung in die untere Hälfte des 5. Innings ging. Dann verlor der Caribes-Reliever allerdings zunehmend seine Kontrolle. Nach einem Auftakthit und 5 Walks erfolgte dann – zu spät – der Wechsel zu Routinier Antonio DeLaVega beim Spielstand von 12:8. Der muss zwar zunächst auch einen Walk bei loaded Bases abgeben und das 12:9 hinnehmen. Als er aber den nächsten beiden Battern einen Strike-Out verpasst, sieht es so aus, als könnten die Gäste noch einigermaßen glimpflich aus dem Inning kommen. Dann ein harter Grounder zur dritten Base – Inning zu Ende? Nein. Kein 5 auf 3 oder U5. Der Ball geht nicht nur durch die Beine des 3rd Baseman, sondern auch noch am abdeckenden Leftfielder vorbei. Alle 3 Baserunner scoren zum 12:12 Ausgleich. Ein F8 beendet schließlich das Katastropheninning, in dem die Gastgeber 7 Runs erzielen. Im sechsten Inning dann keine Runs auf beiden Seiten, sodass es zum Showdown im letzten Inning kommt. Den Münchnern gelingt es, durch Lead-off-Hitter Eric Farley in Führung zu gehen, sie lassen aber auch 2 Runner auf den Bases stranden. Ein dünner Vorsprung für die letzte Defense. Ein Walk und ein Basehit für die beiden ersten Batter Geßele und Krüger verheißen nichts Gutes. Dann schlägt Silvan Stilzebach ins Right Field. Es ist lang nicht klar, ob der Ball gefangen werden kann. Konnte er nicht, aber dadurch kommt nur ein Run nach Hause. Mit Runner auf Bases 2 und 3 ist klar, was folgt: Um die Chancen auf ein Double-Play zu erhöhen, erhält der nächste Batter einen intentional Walk. Aber die Taktik geht nicht auf. Es folgt ein Groundball durch die Mitte des Infields, die aufgerückten Middle Infielder kommen nicht an den Ball, der Winning Run scored bei 0 Aus im siebten Inning. Der 1-Run-Vorsprung war zu dünn. Die bittere Niederlage war Realität.

Die Frustration überwinden die Gäste aber gleich zu Beginn der zweiten Partie fulminant. Die ersten 5 Batter kommen auf Base, 4 davon mit Basehit. Und daraus werden auch 4 Runs. Ein gutes Polster für Starting Pitcher Brandon Cruz in seinem zweiten Start für die Caribes seit er aus dem belgischen Brasschaat zu den Münchnern stieß. Der Zweimeter-Mann aus Miami hielt bereits vor zwei Wochen in Regensburg die Legionäre 5 Innings lang in Schach. Gegen die Grizzlies gelingt das zwar nur bedingt. Dennoch sind 4 Runs, die sie nach 3 Hits und 6 Walks erzielen, verkraftbar, da seine Offense nach wie vor gut aufgelegt ist und im gleichen Zeitraum 10 Runner über die Homeplate befördert, drei davon durch zwei RBI-Triples von Yuki Okumura und erneut Luis Andrade. Im siebten Inning kommen durch den Japaner und Isaia Lauvai noch zwei dazu, während auf dem Mound Andrés Fernandez Di Pietro mit 4 Strikeouts in den letzten beiden Innings nichts mehr anbrennen lässt und den ungefährdeten Sieg einfährt.

Aber ein richtiger Trost war das an diesem Tag nicht.

Dieser Split fühlte sich aber ganz anders an, als der eine Woche zuvor gegen die starken Baldham Boars, als Guilherme Palhares mit einem 4-Hitter über die komplette Distanz des zweiten Spiels die Caribes mit einem deutlichen 10:2 nach einer 3:8 Niederlage zuvor wieder auf die Erfolgsspur zurückbrachte. So eine Leistung braucht es auch am 1. Juni in der Regensburger Armin-Wolf-Arena wieder, wenn man dort gegen den Tabellenführer bestehen will.

Deutlicher Doppelsieg im U-Bahn-Doubleheader

Caribes gewinnen 9:2 und 19:2 in Garching

Die Hoffnung, nach 2 Wochen Pause wieder auf Nabil Adiji Montezuma als Pitcher zurückgreifen zu können, zerschlug sich kurz vor dem Spiel U6 gegen U3. Der Deutsch-Venezolaner musste beim Einwerfen leider feststellen, dass er nach wie vor nicht einsatzfähig ist. Schon früh in der Saison müssen die Caribes immer wieder Ausfälle verkraften. Die Qualität der Mannschaft in dieser Spielzeit ist es aber, diese wegzustecken, Mannschaftskollegen springen in die Bresche.

Im ersten Spiel ist es Routinier Antonio De La Vega, der ein Complete Game absolviert, in dem er keinen earned Run zulässt. Lediglich durch 3 Errors scoren 2 Atomics. Dies fällt aber nicht weiter ins Gewicht, weil die Offense mit 13 Hits, davon 8 für extra Bases, dem Garchinger Starter und Ex-Caribes Franklin Castaños die Bälle mächtig um die Ohren schlägt. Dabei besonders erfreulich die beiden ersten Bundesliga-Hits von Junior Henri Hoffmann. Gleich der erste Hit des Caribes-Eigengewächses ist ein RBI-Double, der den zuvor mit einem Triple auf Base gekommenen Antonio De La Vega zum 3:1 Zwischenstand nach Hause bringt. Die Münchner Gäste scoren kontinuierlich Runs zum 9:2 nach 7 Innings. Insgesamt tragen sich 7 der 9 Caribes-Hitter in die Extra-Base-Spalten ein.

Im zweiten Spiel beginnt Guilherme Palhares etatmäßig, während sich bei den Atomics der nächste Ex-Caribe auf den Mound begibt. Christopher Ozoria Gomez muss gleich im ersten Inning 4 Runs hinnehmen, nach 2 Innings ist dann bereits Schluss für ihn. Das sollte aber nicht der einzige Pitcherwechsel bei den Hausherren bleiben. 4 weitere Pitcher versuchen sich mit mehr oder weniger viel Erfolg. 11 Walks, 5 Hit by Pitches und 9 Hits führen letztlich zu 19 Runs nach nur 5 Innings. Und dabei mischt der nächste Youngster kräftig mit. Der erst 16-jährige Mexikaner Juan Martinez steuert mit einem Triple ins Right Field den weitesten Schlag des Spiels bei. Der Brasilianer Palhares lässt gegen die Garchinger Offense in drei Innings gar nichts anbrennen und übergibt – leicht lädiert durch einen Slide – nach 5 Strike-Outs bei nur einem Walk an Anthuan De La Vega. Der bringt die 2 Innings bis zur 10-Run-Rule nach 5 Inning sicher über die Bühne.

Die Münchner rücken durch den Doppelsieg in Garching mit einem 4:2-Record auf Platz 3 der Tabelle vor. Nächsten Sonntag am 4. Mai kommt es bereits zu den Rückspielen gegen den Tabellennachbarn aus Schwaig, wenn die Red Lions mit Ex-Caribestrainer und -Spieler Esahu Tejada und Denny Rivas in den Olympiapark kommen.

Triple-Play zum Saisonende – Erst gewinnt die Caribes-Jugend deutlich, dann beenden die Gators die Saison mit einem Triple Play

Was für ein Saisonabschluss! Am Sonntag gab es im Münchner Olympiapark eine echte Rarität zu sehen – ein game-and-season-ending Tripe Play! Dass dies auch noch bei einem Jugendspiel gelingt, ist umso bemerkenswerter.

Aber der Reihe nach. Auch Spiel 1 bot ein für die Caribes nicht allzu häufig eintretendes Erlebnis: Einen deutlichen 10:1-Sieg! Spieler des Spiels war dabei Starting Pitcher Riki Covelli, der ein complete Game absolvierte und in den 4 Innings, die er pitcht, lediglich einen Run, 2 Hits und einen Walk zulässt, während er von den 16 Batters, die ihm gegenüberstehen, 6 einen Strike-Out verpasst. Dies ist umso höher zu bewerten, da sein Einsatz nach dem eine Woche zuvor erlittenen Bluterguss am Bein fraglich war. Riki steckte ihn aber weg, als ob nichts gewesen wäre. Die Offense stellt mit zwei 5-Run-Innings im zweiten und dritten Spielabschnitt das Endergebnis her.

Im zweiten Spiel beginnt Laurin Beuchel als Pitcher. Nach 14 Batters, 4 Strike-Outs und 5 Walks übergibt er nach zwei Innings eine knappe 3:2-Führung an Lucas Maillard. Der macht seine Sache als Newcomer auf dem Mound gut, muss aber trotzdem ein 5-Run-Inning hinnehmen. Postwendend gelingt aber seinem Team ebenfalls ein 5-Run-Inning. Mit dem knappen 8:7-Vorsprung geht es ins vierte und letzte Inning. Nach 5 Schlagmännern, 2 Runs und zwei Runner auf Base kommt Riki Covelli nochmal auf den Wurfhügel. Und er braucht nur zwei Batter, um seine Mannschaft mit zwei Groundouts aus der Defense zu bringen. Die Aufgabe für den letzten Offense-Durchgang ist klar: Zwei Runs müssen her. Und dafür schaffen die ersten beiden Batter die besten Voraussetzungen. Sie kommen mit Walks auf Base. Nach einem Error des Catchers stehen die Runner auf den Bases 1 und 3. Dann ein Schlag zum Pitcher, der fängt den Ball aus der Luft. Er schaltet schnell, wirft den Ball auf die erste Base, bevor der Runner zurück ist, zweites Aus. Mittlerweile hat sich der Runner von der dritten Base auf den Weg Richtung Home Plate gemacht. Der First Baseman reagiert, wirft zum Catcher, der fängt den Ball, tagged den slidenden Kilian Rahmouni rechtzeitig bevor er die Home Plate berührt – drittes Aus, Triple-Play, Ballgame, zweites Spiel 8:9 verloren, Saison beendet.

Split in Füssen

7:9 und 10:5 auf dem King´s Field

Nach der Vorwarnung aufgrund des Regens am Vorabend kam am Morgen die Entwarnung: Auf dem King´s Field kann gespielt werden. 

Diesmal besteigt wieder Spielertrainer Esahu Tejada den Mound auf dem malerisch gelegenen Füssener Ballpark. Schon der zweite Batter Johannes Krumm dämpft aber gleich die Freude und sorgt mit seinem 2-Run-Homer für die frühe Führung der Gastgeber. Auch auf Seiten der Royal Bavarians ist ein alter Bekannter auf dem Wurfhügel zu erspähen: Das bayerische Baseballurgestein James Starek, seit 1987 aktiv, übernimmt für den erkrankten Daniel Mendelsohn und legt gleich mal 3 perfekte Innings hin. Seine Kollegen erhöhen am Ende des dritten Innings auf 4:0, sodass es zur Mitte der Begegnung nach einer klaren Sache für Füssen aussieht. Erst im vierten Inning bricht José Da Costa den Bann für die Caribes, kommt mit einem Double auf Base und erzielt wenig später den ersten Run für die Münchner. Im fünften Inning folgt der nächste durch Antonio De La Vega, der nach einem Double seines Sohnes Anthuan über die Homeplate kommt. Die Gastgeber stellen aber postwendend den Drei-Punkte-Abstand wieder her. Im sechsten Inning drehen die Caribes gegen einen langsam müde werdenden Starek das Spiel und machen aus 5 Hits und 3 Walks 5 Runs. Der Füssener Spielertrainer Mitch Stephan löst dann selbst seinen Starter ab und wendet einen noch größeren Rückstand ab. Ein ähnliches Bild dann am Ende des sechsten Innings auf Seiten der Münchner. Esahu Tejada muss nach 5 Hits 4 Runs hinnehmen, die Gastgeber holen sich die Führung zurück. Im siebten Inning sieht es dann ganz nach einem schnellen Ende aus, als die ersten beiden Batter gleich einen Strike-Out kassieren. Dann aber kommt Guilherme Palhares, der brasilianische Caribes-Neuzugang, mit einem Walk auf Base und Antonio De La Vega schlägt einen Ball weit Richtung Left Field Foul Pole. Die einzige Frage war: Fair oder Foul? Es wird ein Foulball-HR. Wie so oft in solch einer Situation steht am Ende dieses at bats dann ein Strike-Out – und eine Ejection von De La Vega, der mit der Entscheidung des Umpires überhaupt nicht einverstanden ist. Das erste Spiel geht nach einem abwechslungsreichen Verlauf mit 9:7 an die Gastgeber.

Das zweite Spiel beginnt Arturo Gaetano, der 1-Hit-Shutout-Werfer der Vorwoche. Diesmal erwarten ihn aber die schlagstarken Allgäuer. Und die ringen ihm gleich im ersten Inning den ersten Run ab, nach einem RBI-Double von Klaus Nicolici. Dann entwickelt sich ein klassisches Pitcher-Duell, da auch Füssens US-Import Cameron Guarini wie Gaetano auf Seiten der Caribes bis ins fünfte Inning nichts zulässt. Im sechsten Inning wird der Amerikaner müde und die Caribes zeigen ihre offensive Schlagkraft. 6 Hits, darunter 4 Doubles von Denny Rivas, Esahu Tejada, Cristopher Ozoria und Anthuan De La Vega verändern die Charakteristik des Spiels. Das Pitcher-Duell ist beendet, jetzt dominiert die Offensive. Denny Rivas krönt das Rallye-Inning mit einem 3-Run-Homerun, sodass am Ende 9 Runs auf dem Scoreboard stehen. Nach drei schnellen Aus geht es mit dem 9:1 ins siebte Inning. Dort legen die Caribes durch David Dumenigo noch einen Run nach, der durch Error auf Base, einen Audy-Rodriguez-Double auf 3 und einen Sac-Fly von Yuki Okumura nach Hause kommt. Alles deutet auf einen Kantersieg hin. Aber die Königlich-Bayerischen bäumen sich nochmal auf, scoren Run um Run bis Arturo Gaetano dann ausgerechnet beim stärksten Füssener Hitter Nikolici mit einem Strike-Out den Sack bei einem Spielstand von 10:5 zumacht.

Mit der Siegteilung bleibt es beim ausgeglichenen Record der Münchner, allerdings müssen sie durch den überraschenden Doppelsieg der Garching Atomics gegen die zweitplatzierten Baldham Boars den dritten Tabellenplatz an das Team aus dem Münchner Norden abgeben. Angesichts des Restprogramms wird es auch schwierig, den wieder zurückerobern. Am nächsten Spieltag kommt am Samstag, den 29. Juni, die zweite Heideköpfe-Mannschaft aus Heidenheim in den Münchner Olympiapark.

Erster Saisonsieg für die Caribes-Jugend

11:4- und 15:4-Doppelsieg gegen Augsburg / Nachwuchsmannschaften auf Erfolgskurs

Am sechsten Spieltag ist es endlich so weit: Erster Saisonsieg für die Caribes-U15, der zweite folgt gleich hinterher

Zuletzt hatte schon nicht mehr viel gefehlt, jetzt war es Zeit für das ersehnte erste Erfolgserlebnis. Garant dafür ist im ersten Spiel das Pitching von Riki Covelli, der in 4 1/3 Innings gegen die 20 Gators-Batter, die er faced, 6 Strike-Outs erzielt und nur einen Walk abgibt. Nur 2 der 4 Runs sind earned Runs, die dem Pitcher anzurechnen sind. Toni Yang braucht dann nur noch zwei weitere Batter, um die fehlenden Outs im fünften und letzten Inning zu erzielen. Die Offense trägt aber mit 12 Hits ebenfalls entscheidend zum ersten Win bei. 3 davon gehen auf das Konto von Theo Peyton, ansonsten verteilen sich die Hits auf 8 von 13 eingesetzten Spielern. Insgesamt also eine komplette Mannschaftsleistung, was den Erfolg umso schöner macht.

Im zweiten Spiel machen die Münchner gleich da weiter, wo sie aufgehört haben und gehen schon im ersten Inning mit 5:1 in Führung. Nun kommen auch bemerkenswerte Defense-Aktionen dazu. Third Baseman Jonah Kurin und 1st Baseman Theo Peyton gelingt ein seltenes Double Play. Nach 3 Walks und einem Basehit löst dann im zweiten Inning Laurin Beuchel Starting Pitcher Anton Schinke ab und bringt die Augsburger Offense-Bemühungen zum Erliegen. Von 10 Battern verpasst er 7 einen Strikeout! Nur einer schlägt einen Hit. So bleibt es bei den 4 Runs, die die schwäbischen Gäste bis zum zweiten Inning erzielt haben, während die Gastgeber drei 5-Run-Innings nacheinander hinlegen. Auch diesmal trägt wieder die gesamte Line-up zu den 15 Runs bei. Mit insgesamt 11 Hits, 7 Walks und 2 Hit-by-Pitches kommen 20 der 26 Caribes-Batter auf Base und schaffen die Grundlage für die 15 Runs.

Zuvor konnte bereits die Coach Pitch Mannschaft (U10) der Caribes zwei Erfolge gegen die Garching Atomics feiern. Die in der Landesliga Süd zweitplatzierte U12 hat erst am nächsten Wochenende die Gelegenheit, ihr Können wieder unter Beweis zu stellen, wenn es im Landesligapokal-Wettbewerb nach Füssen geht, während die Jugend in Freising spielt. Die Coach Pitcher erwartet am Samstag ein weiterer Doubleheader zuhause im Olympiapark.

Gaeta-No-Hitter bis zum letzten Out

Caribes splitten nach Errorfestival und 1-Hit-Shutout

Spielertrainer Esahu Tejada beordert im ersten Spiel in Freising-Attaching den zuletzt überzeugenden Cristopher Ozoria als Starting Pitcher auf den Wurfhügel. Und der bekommt Anfang des ersten Innings durch Lead-off-Hitter Yuki Okumura und Catcher Yohan Gonzalez gleich einen Zwei-Run-Vorsprung mit auf den Weg. Ozoria liefert wieder ab, produziert Groundball nach Groundball. Dem Caribes-Infield gelingt es aber kaum, diese auch in Outs zu verwandeln. Bis zum vierten Inning bleibt das allerdings ohne Konsequenz. Die per Walk auf Base gekommenen Ozoria und Ondracek bauen die Gästeführung auf 4:1 aus. Im vierten Inning wendet sich dann das Blatt. Es will lange kein Aus gelingen, erst nachdem die Grizzlies 6 Runs erzielt hatten, kommt man aus dem Inning. Im fünften Inning verkürzen die Caribes durch einen RBI-Single von Stefan Ondracek, der für seinen verletzten Sohn Moritz einspringen musste, auf 5:7. Im 6. Inning löst schließlich Routinier Tejada seinen jungen Starter Ozoria ab, der bedingt durch die vielen Errors ein hohes Wurfpensum absolviert hatte. Die Caribes-Offense macht dann auch im letzten Inning nochmal mit zwei Baserunner Druck, kann aber den 5:7-Rückstand nicht mehr aufholen. Die 7 Errors, die zu den 7 Runs auf Seiten der Gastgeber führten, waren einfach zu viel. So verliert man dann auch ein Spiel, in dem man nur einen earned Run abgibt.

Das zweite Spiel beginnt etatmäßig Arturo Gaetano. Und es sollte das Spiel des venezolanischen Werfers werden. Er dominiert die Freisinger Schlagleute an diesem Tag nach Belieben. In der Offense unterstützen ihn Esahu Tejada und Denny Rivas mit einem RBI-Double und zwei RBI-Singles, die 4 Runs einbringen. Mit dem 4:0 geht es ins letzte Inning, noch kein Grizzly hat einen Hit erzielt, lediglich einer kam im dritten Inning durch einen Walk auf Base. Der erste Batter kassiert einen Strikeout, dann der zweite Walk, ein Grounder. Reicht er fürs Double Play? Besiegelt er den No-Hitter? Nein, nur das Force Out auf 2 gelingt. Mit zwei Outs kommt Spielertrainer Stapel an die Home Plate. Er trifft, wieder ein Grounder, zwischen Shortstop und Third Baseman, gerade hart genug, dass keiner der beiden den Ball fielden kann. Gaetanos No-Hitter dahin. Aber es bleibt bei diesem einen Hit. Der nächste Schlagmann wird sein 12. Strikeout, ein Schicksal, das an diesem Tag die Hälfte aller 24 Freisinger Batter erleiden, die Arturo Gaetano gegenüberstanden, nur drei mehr als das Minimum.

So kehrt das Münchner Zweitligateam mit gemischten Gefühlen aus Freising zurück. Nur einen earned Run in zwei Spielen zugelassen und trotzdem nur einmal gewonnen. Mit dem bitteren Split findet man sich auf Platz 3 der Südost-Gruppe wieder. Doch der Schein trügt, wenn man einen Blick auf das Restprogramm der Münchner wirft. Nächsten Samstag geht es nach Füssen, wo die Royal Bavarians ein ähnliches Lied über liegen gelassene Siege im bisherigen Saisonverlauf singen können.