Autor: Karsten

Caribes gehen in Füssen baden

Erst 1:6 und 5:11 auf dem King´s Field dann im Forggensee

Die äußeren Bedingungen hätten zum Saisonabschluss nicht besser können: Strahlender Sonnenschein, malerische Kulisse, eines der schönsten Spielfelder in Deutschland (mindestens), tolle Baseball-Atmosphäre. Nur eines hat gefehlt an diesem fast perfekten Tag: Der sportliche Erfolg. Der Win, den man aus Füssen mitnehmen wollte, um Tabellenplatz 5 zu sichern, wollte nicht gelingen.

Das lag im ersten Spiel im Wesentlichen an einem alten Bekannten, oder wie es der seit dem Gründungsjahr der Royal Bavarians 1987 (!) aktive James Starek selbst formulierte: „Manchmal holen sie halt den alten Esel nochmal aus dem Stall.“ Und warum auch nicht? In 16 Innings pitched hat die königlich-bayerische Baseball-Legende noch keinen earned Run zugelassen. Und nachdem Kanada-Import Aidan Murphy an diesem Spieltag fehlte, war klar, dass Coach Mitch Wirthmüller den Gang in den Stall antritt. Und die Gäste aus der Landeshauptstadt tun sich schwer gegen Starek und die großzügig ausgelegte Strike-Zone. Trotzdem gelingt zwar in jedem Inning ein Hit, aber der entscheidende, der mal einen Run über die Home Plate bringen würde, nicht. Erst im letzten Spielabschnitt, als mal drei Hits in einem Inning erzielt werden, muss der Füssener Starting Pitcher dann in seinem 23. Inning, das er in dieser Spielzeit wirft, doch seinen ersten earned run der Saison hinnehmen. Aber mehr springt nicht mehr heraus und so entscheidet Starek das Pitching-Matchup gegen die deutsch-italienisch-venezolanische Pitcher-Kombination der Caribes, Avdiji Montezuma und Fernandez Di Pietro, die auch eine gute Leistung zeigen, mit 10 Strikeouts bei keinem Walk für sich. Die beiden Caribes-Werfer schicken zwar 8 Batter mit Strike-Out zurück ins Dugout und lassen nur 4 Hits zu, allerdings kommen auch 5 Walks, 4 Hit-by-Pitches und 4 Balks mit dazu, sodass die Füssener am Ende aus 4 Hits 6 Runs produzieren, während die ungünstige Verteilung der 7 Hits auf Seiten der Münchner nur zu einem Run führt.

Im zweiten Spiel betreten Daniel Mendelssohn für die Gastgeber und Brandon Cruz für die Gäste den Wurfhügel. Der Brasilianer Guilherme Palhares steht wegen Armproblemen nicht als Pitcher zur Verfügung. Diesmal legen die Caribes fulminant los und scoren gleich in der ersten Offense 4 Runs gegen Mendelssohn. Eric Farley und Luis Andrade, durch einen Hit-by-Pitch und Hit auf Base, schlägt Brandon Cruz mit einem 2-RBI-Double nach Hause. Er selbst kommt durch einen Error der Füssener Verteidigung nach Hause und Catcher Fernandez Di Pietro nach einem RBI-Single von David Dumenigo. Aber auch die Royal Bavarians schlagen gleich mit 2 Runs zurück. Die jetzt engere Strikezone zwingt die Pitcher dazu, ihre Würfe öfter in die Mitte der Strikezone zu platzieren. Mendelssohn kommt damit weitaus besser zurecht und bringt die Caribes-Offense nach dem zweiten Inning, in dem durch Debütant Florian Kurtz noch ein weiterer Run gelingt, zum Erliegen, wird dabei aber auch von einer makellosen Defense unterstützt, die sich keine Fehler erlaubt. Aber auch die Münchner Verteidigung steht und erlaubt sich keine Errors, trotzdem erzielen die Allgäuer kontinuierlich Run für Run und gehen im dritten Inning mit 8:5 in Führung. Routinier Antonio De La Vega löst nun den entkräfteten Amerikaner Cruz als Pitcher ab. Aber das gleiche Bild: Füssen punktet, München bringt zwar immer wieder Runner auf Base, aber nicht über die Home Plate. Und so geht auch die zweite Partie an die Gastgeber, die an diesem Tag einfach besser sind. 

Nachdem die Caribes auf dem King´s Field sportlich baden gingen, kommt danach noch die tatsächliche Abfrischung im nebenan liegenden Forggensee.

Die Münchner Baseballer schließen die Saison damit mit einem 12:16-Record ab. Am Tag darauf wird daraus der 6. Tabellenplatz, da die Schwaig Red Lions sich bei den Garching Atomics einen Sieg holen und wegen dem besseren direkten Vergleich mit der gleichen Bilanz auf Platz 5 vorrücken. Die nächsten Wochen bleibt nun nur die Rolle als Liga-Beobachter, wobei die noch auszutragenden Spiele kaum mehr Einfluss auf die Tabelle haben werden. Die drei Playoff-Plätze sind an die Bayerische Baseball Academy, Regensburg 2 und Füssen vergeben, der letzte Platz an die Freising Grizzlies.

Castellano-HR nicht genug gegen Academy

Beim 4:7 gegen die BBA fehlt nicht viel zum Sieg, dann folgt eine herbe 1:12 Niederlage

Diesmal war er da, der Big Hit im richtigen Moment! Als man im sechsten Inning das erste Mal zwei Runner gegen die Bayerische Baseball Academy auf Base bringt, schlägt zunächst José Da Costa Raimund Lange nach Hause, dann kommt mit mittlerweile 2 Outs Catcher Castellano an die Platte. Und der Venezolaner holt zum großen Schwung gegen den für Jona Widmann gekommenen Reliefer Domenic Rauwolf aus. Sein 3-Run-Homerun über den Centerfield-Zaun bringt die Caribes auf 4:7 heran. Jetzt rächen sich die Plays, die man in den Innings davor in der Defense nicht gemacht hat. Auf dem Scoresheet ist zwar nur ein 2-Run-Error durch eine Misskommunikation bei einem Flyball im zweiten Inning herauszulesen, aber der eine oder andere Hit und Run wäre durchaus vermeidbar gewesen. Starting Pitcher Andrés Fernandez Di Pietro gibt seiner Mannschaft wieder eine echte Siegchance. Auch gegen den Tabellenführer aus Regensburg geht er die volle Distanz und lässt nicht viel zu. Ein gefangener Flyball und ein gelungenes Double-Play mehr und am Ende hätte auch ein 4:1-Sieg stehen können. So aber reiht sich eine weitere Niederlage der Kategorie „Hätte, wenn und Aber“ in die Loss-Spalte der Münchner ein.

Beim zweiten Spiel muss man erst gar nicht mit dem Lamentieren beginnen. 4 Errors der Defense machen zwar Starter Brandon Cruz das Pitcher-Leben nicht einfacher, aber diesmal kommt auch in der Offense zu wenig. Lediglich Castellano, Lange und Da Costa gelingen Basehits gegen den Academy-Starter Felix Bock. Aber erst als auch mal auf Seiten der Gäste Errors dazu kommen, können die Gastgeber scoren. Mehr als dieser eine Run springt aber nicht heraus, sodass es in diesem Spiel am Ende auch keinen Unterschied macht, dass die Defense zu fehlerhaft agierte. Die Niederlage wäre ohne die Fehler nur etwa halb so hoch ausgefallen und hätte etwas freundlicher ausgesehen.

Nach den Siegen der Tabellennachbarn Baldham und Schwaig, finden sich die Caribes nach diesem Spieltag erstmal am Ende des Mittelfelds auf Platz 6 wieder. Das will man am Samstag wieder ändern, wenn Schlusslicht Freising zum letzten Home-Doubleheader der Zweitligasaison in den Olympiapark kommt und gleichzeitig auch das diesjährige Caribes-Sommerfest gefeiert wird.

Caribitos lassen sich den Spaß nicht nehmen

Am ersten Sonntag im Juni empfing die Coach-Pitch-Mannschaft der Caribes die Grizzlies aus Freising. Unsere Caribitos waren zahlreich erscheinen. Gleich 19 Spieler fanden sich zum Heimspiel am Oberwiesenfeld ein. Coach Kevin Livingston sorgte aber dafür, dass in den beiden Spielen alle Kinder angemessen zum Einsatz kamen. 

Nachdem die Caribes im ersten Inning nicht punkten konnten, platzte der Knoten im zweiten Inning in der Offense umso mehr. Drei Runner befanden sich auf den Bases als Robyn Scheffler einen Homerun schlug. Damit kamen mit einem Schlag drei Punkte ins Ziel. Die Defense der Grizzlies stand im Übrigen allerdings weiterhin solide. Sowohl der Shortstop als auch der Pitcher der Grizzlies fingen die Bälle sicher aus der Luft und machten die Outs am First Base. Die Freisinger konnten den Vorsprung daher halten, doch die Caribes holten etwas auf, sodass es nach dem zweiten Inning 13 zu 6 für die Grizzlies stand.

Robyn’s Homerun
3 Runs scores

Die Spiele sind jeweils auf eine Stunde begrenzt. Weil nach den ersten drei Innings noch etwas Zeit zur Verfügung stand, starteten beide Mannschaften beim Stand von 17 zu 10 nach dem dritten Inning noch in ein viertes Inning. Quirin Lange legte in diesem noch einen weiteren Homerun nach, mit dem zwei Runs erzielt werden konnten. Beim Endstand von 23 zu 16 endete das erste Spiel.

In der Pause gab es unter anderem Hot Dogs und Cupcakes, damit sich beide Mannschaften für das zweite Spiel stärken konnten. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an die Eltern, die für die Verpflegung der Nachwuchsbaseballer sorgten. 

Frisch gestärkt starteten die Caribes in die zweite Partie, die stets ohne Wertung gespielt wird. Die Runs werden dabei zwar nicht notiert, aber keinen Deut weniger gefeiert. Das Publikum feuerte weiter kräftig an.

Matz Kalinowski schaffte in der Defense ein Double Play. Das bedeutet, dass er mit einem Spielzug gleich zwei Runner ausmachte. Das erste Aus war ein Flyout, da Mats den geschlagenen Ball direkt aus der Luft fing. Das zweite Aus erzielte er durch einen Wurf an die First Base, da der Baserunner auf den in die Luft geschlagenen Ball zu früh gestartet war und nicht rechtzeitig nach dem Catch zur Base zurückkam.

Quirin’s Homerun

Besonders fair verhielt sich der letzte Schlagmann der Grizzlies, der sog. Last Batter. Er traf den Ball gut und hätte an sich weiter zur Homeplate laufen können, um einen Run zu verbuchen. Er kehrte jedoch zur Second Base zurück, um sich um den Second Basemann der Caribes zu sorgen, der bei einer Kollision zu Boden gegangen war. Nach einer kurzen Schrecksekunde waren allerdings alle wieder wohlauf. 

Cara’s Hard Hit

Unter tosendem Jubel der Caribes schlug Quirin Lange danach noch seinen zweiten Homerun des Tages und Cara Schlütken bewies anschließend, dass in den Mädchen kein bisschen weniger Power steckt. Cara traf mehrere Bälle im Laufe des Tages sehr hart und krönte ihre Leistung mit einem Homerun für die Caribes im letzten Inning.

Wild Weekend

Am Sonntag, den 18.05.2025 waren gleich drei Mannschaften der Baldham Boars zu Gast auf dem Oberwiesenfeld der Caribes in München. Auf dem großen Feld fand die 2. Bundesliga-Partie der Herren statt, währen die Schüler und Jugend der Caribes auf dem kleineren Feld gegen die Nachwuchs-Eber antraten.

Im ersten Inning, d.h. dem ersten Spielabschnitt, gelang es sowohl auf Seiten der Boars als auch auf Seiten der Caribes fast jedem Schlagmann (Batter) im Team, die Bases zu einem Punkt zu umrunden. So konnten beide Teams kräftig Punkte sammeln und es stand 8 zu 6 für die Caribes. Moritz Eisele schaffte sogar einen Homerun, d.h. die Umrundung der Bases mit einem einzigen weiten Schlag.

Cara macht das Out an der 1st Base – Daniel läuft als Backup

Im zweiten Inning verteidigten beide Mannschaften stark und ließen für den Gegner kaum Punkte zu. Daniel Grabmayer fing als Second Basemann einen hart geschlagenen Ball des Gegners direkt aus der Luft und verhinderte so, dass die Boars punkteten. Ein paar Punkte erzielten die Caribes im zweiten Inning gleichwohl, unter anderem durch einen weiteren Homerun von Quirin Lange, der den Ball tief ins Leftfield schlug. 

Pau erzielt einen Run

Im dritten Inning waren die Bases geladen als der letzte Spieler (last batter) der Caribes am Schlag war. Ein sog. bases loaded bedeutet, dass sowohl an der erste, der zweiten als auch an der dritten Base ein Läufer der Caribes stand. Mit einem Homerun kann der Batter in einer solchen Spielsituation gleich vier Punkte auf einmal erzielen. Dieses Kunststück vollbrachte Robyn Scheffler. Damit zogen die Caribes zum 18 zu 12 davon.

Die Spiele der Schüler sind jeweils auf eine Stunde begrenzt. Da die ersten drei Innings sehr schnell vorüber waren, durften die Boars noch ein weiteres Mal an den Schlag. Aufholen konnten sie den Rückstand allerdings nicht mehr. Als Moritz Eisele in der Verteidigung den letzten Batter der Boars erfolgreich ausmachen konnte, stand fest, dass die Caribes das erste Spiel eindeutig für sich entschieden.

Der jüngste Caribecito Tim am Schlag

Nach einer kurzen Pause, in der sich die Kinder mit Getränken und Hot Dogs stärken konnten, fand das zweite Spiel des Tages statt, welches stets ohne Wertung ausgetragen wird. 

Tolle Spiele beim Dachauer Doubelheader 

Am 10. Mai hatte unsere Caribes Coach-Pitch Mannschaft um Headcoach Kevin Livingston ein Auswärtsspiel bei den Dachauer Tigers. Bei absolutem Kaiserwetter spielten die Caribes und Tigers vor vielen Zuschauern zwei Spiele à 4 Innings aus. 

Beide Spiele waren von vielen tollen Plays geprägt. Die Tigers hatten sehr gute Schläge aber die Caribes hielten dagegen. Mehrere von unserer Defense direkt aus der Luft gefangene Flyballs (ein Ball der im Bogen in die Luft geschlagen wird) führten zu Outs der Tigers. Auch im Angriff hielten die Caribes dagegen und machten im zweiten und dritten Inning jeweils 6 Runs. Dies ist bei den vielen neuen Spielern im Team sehr bemerkenswert.

Letztlich machte im ersten Spiel vor allem die sehr gute Defense der Tigers den (kleinen) Unterschied. Der Shortstop der Tigers war hervorragend und ermöglichte den Tigers einige schnelle Outs. So endete das erste Spiel nach 4 Innings 20:19 für die Tigers.

Im zweiten Spiel waren die Caribes dann besser und führten nach der ersten Hälfte des 4th Innings mit 17:10. In einem absoluten Herzschlagfinale schafften es die Tigers geradeso genau diese 7 Runs aufzuholen und das Spiel endete unentschieden 17:17. 

Das war wirklich Werbung für den Sport. Ein ganz herzlicher Dank geht an die tolle Bewirtung in Dachau und die Umpires, die bei all der Action immer die Übersicht behielten (nur den Run von Tim haben sie leider fälschlicherweise als Out gewertet ;-)) 

Vamos Caribes 

Spannender Saisonstart bei den Coach Pitchern

Am 1. Mai 2025 startete bei sonnigen 21 Grad die Caribes Coach-Pitch Mannschaft um Headcoach Kevin Livingston am heimischen Oberwiesenfeld in die Saison. Zu Gast waren die Nachwuchsbaseballer der Augsburg Gators. Trotz langer Winterpause fanden beide Mannschaften sehr gut ins Spiel. Gespielt wurden zwei Spiele zu je drei Innings. Ein Inning besteht aus jeweils einmal Offense und einmal Defense jeder Mannschaft, wobei die Heimmannschaft ein Inning stets in der Defense, d.h. in der Feldverteidigung, startet. Das bedeutet, dass die Heimmannschaft als Zweiter am Schlag ist und Punkte („Runs“) nachlegen kann.

Dementsprechend punkteten die Gators zuerst und gingen in Führung. Das dritte und letzte Inning des ersten Spiels begann mit einem Vorsprung von 16 zu 10 für die Gators. Nach einer spannenden Aufholjagt gelang den Caribes mit dem letzten Schlagmann der Ausgleich zu einem Endstand von 16 zu 16. Hervorzuheben sind Moritz Eisele und Quirin Lange, denen in der Offense jeweils ein Homerun gelang. Damit trennten sich beide Teams im ersten Spiel mit einem fairen Unentschieden.

Die Stimmung war ausgezeichnet und dank der guten Verpflegung durch die Eltern war auch die starke Sonne gut zu vertragen.

Der zweite Spiel unterliegt keiner Wertung, da es den Teams zur Erprobung dienen und sich die Nachwuchsspieler losgelöst vom Punktestand auf das Erlernen von Spielsituationen konzentrieren sollen. Viele neue Spieler hatten die Gelegenheit, zum ersten Mal an der Homeplate Hits, d.h. erfolgreiche Schläge, zu holen und um die Bases zu laufen. Besonders wurden die Hits von dem jüngsten Tim Schlütken gefeiert. Julius Köhler und Lai Ke fanden sich in der Verteidigung souverän auf den Positionen des Shortstop‘s und Third Baseman‘s ein. Beiden gelangen schöne Spielzüge. Nia Gallego glänzte beim Schlag als „Last Batter“ mit einem Homerun, sodass nach zwei Innings noch Gleichstand von 7 zu 7 herrschte. Aber wer zählt schon mit. Das zweite Spiel endete wieder nach einer Aufholjagd, wobei die Entscheidung im letzten Spielzug fiel und sich die Gators aus Augsburg diesmal knapp mit 13 zu 12 durchsetzen konnten.

Triple-Play zum Saisonende – Erst gewinnt die Caribes-Jugend deutlich, dann beenden die Gators die Saison mit einem Triple Play

Was für ein Saisonabschluss! Am Sonntag gab es im Münchner Olympiapark eine echte Rarität zu sehen – ein game-and-season-ending Tripe Play! Dass dies auch noch bei einem Jugendspiel gelingt, ist umso bemerkenswerter.

Aber der Reihe nach. Auch Spiel 1 bot ein für die Caribes nicht allzu häufig eintretendes Erlebnis: Einen deutlichen 10:1-Sieg! Spieler des Spiels war dabei Starting Pitcher Riki Covelli, der ein complete Game absolvierte und in den 4 Innings, die er pitcht, lediglich einen Run, 2 Hits und einen Walk zulässt, während er von den 16 Batters, die ihm gegenüberstehen, 6 einen Strike-Out verpasst. Dies ist umso höher zu bewerten, da sein Einsatz nach dem eine Woche zuvor erlittenen Bluterguss am Bein fraglich war. Riki steckte ihn aber weg, als ob nichts gewesen wäre. Die Offense stellt mit zwei 5-Run-Innings im zweiten und dritten Spielabschnitt das Endergebnis her.

Im zweiten Spiel beginnt Laurin Beuchel als Pitcher. Nach 14 Batters, 4 Strike-Outs und 5 Walks übergibt er nach zwei Innings eine knappe 3:2-Führung an Lucas Maillard. Der macht seine Sache als Newcomer auf dem Mound gut, muss aber trotzdem ein 5-Run-Inning hinnehmen. Postwendend gelingt aber seinem Team ebenfalls ein 5-Run-Inning. Mit dem knappen 8:7-Vorsprung geht es ins vierte und letzte Inning. Nach 5 Schlagmännern, 2 Runs und zwei Runner auf Base kommt Riki Covelli nochmal auf den Wurfhügel. Und er braucht nur zwei Batter, um seine Mannschaft mit zwei Groundouts aus der Defense zu bringen. Die Aufgabe für den letzten Offense-Durchgang ist klar: Zwei Runs müssen her. Und dafür schaffen die ersten beiden Batter die besten Voraussetzungen. Sie kommen mit Walks auf Base. Nach einem Error des Catchers stehen die Runner auf den Bases 1 und 3. Dann ein Schlag zum Pitcher, der fängt den Ball aus der Luft. Er schaltet schnell, wirft den Ball auf die erste Base, bevor der Runner zurück ist, zweites Aus. Mittlerweile hat sich der Runner von der dritten Base auf den Weg Richtung Home Plate gemacht. Der First Baseman reagiert, wirft zum Catcher, der fängt den Ball, tagged den slidenden Kilian Rahmouni rechtzeitig bevor er die Home Plate berührt – drittes Aus, Triple-Play, Ballgame, zweites Spiel 8:9 verloren, Saison beendet.

Split gegen Dachau

In zwei sehr spannenden Begegnungen hatten die Caribes die Dachau Tiger am 29.09.2024 bei herrlichem Herbstwetter zu Gast.

Ein knapper Run für Ilyas

Das erste Spiel war geprägt von starken Offense- und eher schwachen Defenseleistungen beider Mannschaften. Die Dachauer hatten am Ende das bessere Ende für sich und siegten mit einem Run Unterschied 17:18.

Das zweite Spiel begann ganz anders, da Moritz insgesamt vier Spieler an der dritten Base aus machte, so dass die Dachauer nur mit einem Run aus dem Inning gingen. Leider gelang es der Caribes Offensive nicht einen größeren Vorsprung als einen Run zu erzielen. Die nächsten Innings folgten dem Spielverlauf des ersten Spieles allerdings mit dem besseren Ende für die Caribes, die mit 14:12 gewannen.

Ein schnelles OUT vom Moritz an der dritten Base

Insgesamt war ein vergnüglicher Sonntag Vormittag auch dank der kulinarischen und sportlichen Unterstützung der Eltern. Am nächsten Sonntag geht es für die Caribes Coach Pitcher nach Schwaig zu den Red Lions.

Mit der besten Saisonleistung deutlicher Sieg gegen Regensburg 2

8:1 zum Sommerfest / Denkwürdiger Interdivision-Spieltag in der 2. BL Südost

Wenn der Vorletzte der Schwestergruppe gegen den ungefährdeten Zweitplatzierten aus der anderen Division spielt, ist vermeintlich alles klar. Nicht an diesem Spieltag. Die Caribes fertigen den Zweiten aus Regensburg mit 8:1 ab und sind dabei in allen Belangen überlegen. Esahu Tejada liefert ein complete Game ab, gibt keinen earned Run ab, die Offense zeigt den Gäste-Pitcher mit 10 Hits gegenüber 2 der Guggenberger Legionäre die Grenzen auf und das überraschendste: Die Defense agiert fast fehlerlos, nur ein Error, dafür zwei Double Plays. Wer sich die ganze Saison über gefragt hat, was eigentlich möglich wäre, wenn die Caribes auch noch eine starke Defenseleistung zeigen würden, bekam am Tag des Sommerfests zum 30-jährigen Vereinsjubiläum die Antwort. Mit Sicherheit mehr als der fünfte Platz in der Gruppe. Dann würden die Playoffs winken. 

Wenn nicht Ende des zweiten Innings im zweiten Spiel ein heftiges Gewitter mit Regen und Hagelschauer aufgekommen wäre, hätten die Gäste wahrscheinlich noch eine zweite Niederlage einstecken müssen. So blieb es bei dem einen Sieg. Das zweite Spiel muss an einem anderen Termin noch zu Ende gespielt werden. Den Gästen kann aber so oder so die Playoff-Teilnahme nicht mehr verhagelt werden. Die Gastgeber hatten auch so ihren Spaß und freuten sich statt eines Doppelsieges über extra Sliding-Training auf dem vorübergehend vollkommen sumpfigen Platz.

Was nach diesem Spieltag wohl geklärt sein dürfte ist die Frage nach der stärkeren Südost-Gruppe. Von 11 Spielen gewinnen 9 die Gruppe-2-Teams und das überwiegend sehr deutlich. Sogar die Academy aus Regensburg kann gegen die Garching Atomics keinen Doppelsieg einfahren und muss ein Spiel mit 5:6 abgeben. Und der abgeschlagene Letzte Haar 2 holt sich einen Sieg gegen Heidenheim 2. Die Tabellensituation ist in der Südost-Gruppe 2 dadurch umso spannender geworden. 5 von 6 Teams weisen einen Winning Record auf, klar sind nur der erste (Gauting) und letzte Platz (Haar 2), dazwischen ist alles möglich.

Am nächsten Wochenende stehen die Caribes im Lokalderby bei den zweitplazierten Boars aus Baldham unter Zugzwang. Ein Doppelsieg muss her, wenn die Playoff-Chancen in Takt bleiben sollen.

Mission Accomplished – Play-Offs

Am letzten Sonntag hatte die 2. Mannschaft der Caribes die Moskitos aus Gundelfingen zu Gast und gewannen beide Spiele deutlich. Damit hat sich die 2. Mannschaft für die Play-Offs im Herbst für den Aufstieg in die Bayernliga qualifiziert.

Nachdem im ersten Inning ein Run an die Gäste abgegeben wurde, startete die Caribes Offense gleich stark und ging mit 2 Runs in Führung. Noch stärker war das zweite Inning in dem fünf Runs erzielt wurden, während die Moskitos keinen Runner auf Base bekamen, was durch zwei weiteren Strike-Outs des Pitchers Antoine de la Vega geschafft wurde. Nachdem die Caribes im dritten Inning sich eine Pause gönnten und keinen Punkt erliefen, während die Moskitos noch mal nach einem Walk einen Run erzielten, gaben die Caribes im vierten Inning richtig Gas und konnten durch vier weitere Runs das Spiel durch die Mercy-Rule (Unterschied von 10 Runs) gewinnen.

Das zweite Spiel begann bei der Hitze etwas langsamer und die Caribes konnten nur jeweils einen Run in den ersten zwei Innings verbuchen und im dritten Inning leer ausgingen. Im vierten Inning explodierten dann die Caribes und zogen auf 0:9 vor. Im fünften Inning kamen dann die Moskitos auch auf ihre ersten zwei Runs, aber der Pitcher Raimund Lange hatte die Gundelfinger gut im Griff. Die Caribes schafften es nicht im fünften Inning durch die Mercy Rule das Spiel zu beenden, obwohl der Winning Run nur 90 Fuß entfernt war. So musste noch ein ergebnislose sechste Inning gespielt werden, um den Doppelsieg perfekt zu machen.

Nach 18 Spielen führen die Caribes die Landesliga Baseball Südwest an und können von den drittplatzierten Augsburg Gators (dem nächsten Gegner) nicht mehr von dem Play-Off Platz gestoßen werden.