Caribes verteidigen Platz 3 mit Split in Regensburg

4:14 und 7:4 gegen den Tabellennachbarn 

Die Vorzeichen für den Doubleheader bei den Guggenberger Legionären 2 waren klar: Mindestens ein Split gegen den Tabellennachbarn und man bleibt auf dem angestrebten Playoff-Platz. Das hat zwar geklappt, trotzdem kann man nicht zufrieden sein.

Javier Mirelys Gomes und César Di Luca vor dem Spiel

Spiel 1: Zu wenig Offense und Einbruch Ende des 6. Innings

Im ersten Spiel bei erneut wunderbarem Baseballwetter in der Armin-Wolf-Arena an der Donau wird schnell klar, dass zwei Teams mit ähnlicher Spielstärke aufeinander treffen. 1 Run der Münchner im ersten Inning, 1 Run für Regensburg im zweiten Inning. In den Innings 3 bis 5 ziehen dann allerdings die Gastgeber mit 6:2 davon. Anfang des sechsten Innings bäumen sich die Gäste von der Isar aber nochmal auf und scoren nach einem Walk und drei aufeinander folgenden Basehits zwei Runs. Und haben bei 2 Outs Runner auf den Baes 2 und 3 als Lead-off-Hitter César Di Luca den Ball weit, aber auch hoch Richtung Left Field schlägt. Zu hoch, wie sich herausstellen sollte. Der Regensburger Left Fielder macht den Flyout auf dem Warninng Track.

Totale Armin-Wolf-Arena

Statt 3-run-Homerun und 7:6-Führung geht es mit einem 4:6 Rückstand in die untere Hälfte des sechsten Inning. Da ist dann nach 3 Battern, die er durch Walks und einen Hit auf Bases lassen muss, Schluss für Starting Pitcher Andrés Fernandez Di Pietro. Der italienische Venezolaner tauscht mit Catcher Javier Mirelys die Positionen – ohne Erfolg. Nach einem Hit-by-Pitch, einem Triple und einem Single, die er abgeben muss, soll nun Moritz Ondracek die Offense der Donaustädter stoppen. Nach dem zweiten Batter gelingt zwar immerhin das erste Out, aber die Offense der Gastgeber ist nicht mehr aufzuhalten. Nach insgesamt 8 Runs im sechsten Inning ist das Spiel zu Ende, als die Guggenberger Legionäre 10 Runs Vorsprung erreichen. So schnell kann es gehen. Ein Halbinning zuvor noch Hoffnung geschöpft, das Spiel drehen zu können und dann brechen alle Dämme und man verliert das Spiel sogar noch vorzeitig.

Koki Fukumoto pitching

Spiel 2: Pitcher-Duell entscheidet sich im letzten Inning zugunsten von Koki Fukumoto

Im zweiten Spiel kommt es zu einem Pitcher-Duell, nachdem Legionäre-Starter Derek Baylis zwar nicht so domiert wie Koki Fukumoto auf Seiten der Münchner, aber sein Team trotzdem im Spiel halten kann. Daran ändert auch der Solo-Homerun von Oscar Plata im zweiten Inning nichts, der mit jeweils 2 der 6 Hits pro Spiel beste Caribes-Hitter an diesem Tag. Nach 4 Innings führt das Figarella-Team mit 3:1, eine knappe, aber mit Koki Fukumoto trotzdem beruhigende Führung. Im fünften Inning kann allerdings Caribes-Catcher Mirelys den Strike-Out-Pitch des dritten Batters zum Inningende nicht festhalten, wodurch das eigentliche Strike-Out-Opfer AJ Santana auf die erste Base gelangt. Und das rächt sich prompt. Justus Moritz durchbricht mit dem ersten Legionäre-Hit den No-Hitter von Fukumoto. Nach einem taktischen, intentional Walk folgt der nächste Hit durch Ludwig Behr, der 2 Runs nach Hause bringt und den überraschenden Ausgleich für die Hausherren herstellt.

Oscar Plata at bat

Nach einem sechsten Inning ohne Runs zeigt aber die Caribes-Offense nochmal Moral. Die ersten vier Batter kommen durch Hits und Walks alle auf Base, wodurch sich auch Spielertariner Baylis selbst vom Mound nehmen muss und an den tschechischen Kollegen Budka übergibt. Der kann aber erst mit einem Strikeout gegen den neunten Batter das Halbinning beenden, nicht bevor die Münchner ihrem japanischen Ausnahmepitcher 4 Runs Vorsprung mit auf den Weg geben können. Das sollte genügen. Nur durch einen Error scoren die Guggenberger Legionäre noch einen Run und stellen somit mit dem 4:7 den Endstand her. Für Koki Fukumoto stehen am Ende wie in Schwaig wieder 17 Strike-Outs zu Buche bei nur 4 Walks und 3 Hits.

Durch den Split bleiben die Caribes in der Tabelle mit einem 6:4-Record vor den Guggenberger Legionären 2. Am nächsten Wochenende kommt allerdings mit der Bayerischen Baseball Academy der bislang ungeschlagene Tabellenführer in den Olympiapark. Der wird es den Gastgebern schwer machen, abermals den begehrten dritten Tabellenplatz zu verteidigen.

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